Tape! Wir brauchen Tape!

Soviel wie nötig, so wenig wie möglich. Nach dieser Faustregel packt man landläufig die Utensilien für die Festivalsaison zusammen. Einige Dinge dürfen dabei in keinem Festivalgepäck fehlen. back view hat für euch eine Liste der ultimativ unerlässlichsten Gegenstände für den Festivalsommer zusammengestellt.
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Egal, ob Metal-, Hippie- oder Electrofestival. Es gibt einfach Dinge, die man auf jedem Festival benötigt. Für alle, die in diesem Sommer zum ersten Mal zu einem Festival mit Camping fahren oder für jene, die in jedem Jahr erneut ratlos vor ihrem Wanderrucksack stehen und nicht wissen, was sie einpacken sollen, haben wir einen praktischen Packratgeber zusammengestellt.

Punkt 1: Campingkocher und RavioliFestival
Ravioli aus der Dose? Selbst Gourmets, die dieses Gericht niemals am heimischen Herd erhitzen und verspeisen würden, werden zugeben: Am Festival ist das erlaubt – gar erwünscht! Das Grillgut ist nach dem ersten Tag verbraucht und von Brot allein wird kein hungriger Konzertgänger auf Dauer satt. Nach einem langen Tag auf dem Festivalgelände wirken heiße Ravioli sehr verführerisch. Beim Erhitzen direkt in der Dose anstelle in einem Campingtopf sollten Anfänger jedoch besonders aufmerksam sein: Ravioli auf verbranntem Grund schmecken nur so halb so gut.

Punkt 2: Sonnenhütchen und Gummistiefel
Die Tage und Wochen vor dem Festival war das Wetter durch strahlenden Sonnenschein geprägt, was soll man denn da mit Regenstiefeln? Oder andersherum bei dem tristen Regenwetter draußen, denkt man zwar an den Poncho, nicht aber an eine Kopfbedeckung oder die Sonnenbrille? Vergesst die Wettervorhersagen, packt lieber beides ein! Wenn es eine Faustregel bezüglich Festivalwetter gibt, dann, dass es nicht vorhersehbar ist. Bevor man sich also auf dem Campinggelände ein Sonnenhütchen für 15 Euro zulegen muss, lieber einpacken. Es könnte auch deine Kopfhaut retten!

Punkt 3: TapeFestival
Jedem, der jetzt fragt, wofür zur Hölle man Tape braucht, kann ein geübter Festivalgänger nur mit der Zunge schnalzend und kopfschüttelnd entgegen: Für alles! Die Antwort ist kurz und banal, aber wahr. Denn, wenn immer etwas kaputt ist, wird es mit Tape gefixt. Am besten eignet sich hierfür das schwarze, stabile Gaffa oder Gaffer Tape, umgangssprachlich einfach mit dem Kosenamen „Tape“ bezeichnet. Seine Vorteile: Es klebt so gut wie alles, kann aber per Hand zerrissen oder zur Not mit Hilfe des Taschenmesser einfach zerteilt werden. Das Gaffa Tape ist natürlich auch unerlässlich und sehr beliebt zum Basteln der sogenannten Tetrataschen fürs Festivalgelände: Bei dieser Konstruktion wird mit Klebeband ein Träger an dem Tetra befestigt, damit das Getränk nicht ständig in der Hand getragen werden muss. Dosierempfehlung für Dreitagesfestivals: Ein bis zwei Rollen Tape. Denkt auch daran, dass sich gegen Ende viele Leute Tape leihen müssen. Denn viele haben dann ihren Tapevorrat bereits aufgebraucht.

Punkt 4: Feuerzeug UND Streichhölzer
Wer sich nun denkt, eines von beiden reicht doch: Weit gefehlt… Nässe, schusselige Zeltmitbewohner und andere Umweltfaktoren sorgen dafür, dass sich das Dreierpack Feuerzeuge und die Maxipackung Streichhölzer ganz schnell auf Null reduzieren. Vor allem in Nichtrauchergruppen. Und immer bei den Campingnachbarn nachfragen, bevor man sich eine Dose auf dem Kocher zubereitet, nervt. Zumal die Raucher-Campingnachbarn ihre Feuerzeuge auch alle im Suff verloren haben. Also auch hier gilt: Lieber zu viel als zu wenig.

FestivalPunkt 5 und der wohl wichtigste: Rituale
Der erstmalige Festivalgänger meint vielleicht sich mit dem kollektiven Helgaaaaa-Rufen schon genügend zu Festivalritualen hinreißen zu lassen. Aber nein: Individuelle Rituale machen Spaß! Sei es das Festivaltagebuch, dass nach durchzechten Nächten und den Cartoon-Beilieferungen unbeobachteter Zeltnachbarn an die Wichtigkeit der Gutenberg-Bibel heranreicht, bestimmte Fotoposen, die sich durch das Festivalwochenende ziehen oder ein Spruch, der vor jeder Bühne geschrien wird. Findet eure eigenen kleinen Ereignisse – und wiederholt sie jedes Jahr. Der halbe Spaß am Festival sind die eigenen kleinen Festivalrituale!

Punkt 6: Bier
Hier erübrigen sich detaillierte Insturuktionen. Das bekommt ihr schon hin!

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(Text und Fotos: Julia Radgen)

Julia R.

Julia lebt in Mainz und schreibt am liebsten über Kultur- und Gesellschaftsthemen - und interessante Menschen. Sie ist Social Media-süchtig und verzichtet nur freiwillig auf Internet und Handy, wenn sie zu einem Festival fährt. Wenn sie groß ist, will Julia mal Journalistin werden.

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