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WTF? Die Polizei auf Facebook

Der Netzreport vom 06.02.2012

back view stellt euch hier jeden zweiten Montag interessante Neuigkeiten, Websites und Videos vor. Unsere beiden Netzreporter Simon Zöllner und Eric Elert sind dabei immer auf der Suche nach den Highlights aus dem Netz für euch und nehmen dazu auch Hinweise unter netzreporter@backview.eu entgegen.



Nach SOPA nun ACTA

Nach der Diskussion um die Gesetzesinitiative diskutiert die Netzgemeinde nun über ACTA. Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement, kurz ACTA, ist ein multilaterales Handelsabkommen. Die teilnehmenden Nationen wollen mit ACTA internationale Standards im Kampf gegen Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen etablieren. Die Kritik der Netzgemeinde gegen ACTA richtet sich vor allem gegen die geplanten Überwachungsmaßnahmen und den Umgang mit dem Urheberrecht. So sind einige der Kritiker der Meinung, dass ACTA auch die Pressefreiheit bedrohe, indem es Firmen zu viel Macht bei der Kontrolle ihrer Urheber- und Markenrechte biete. Die Meinung der Kritiker ist in einem Youtube-Video zusammengefasst. Auch ein CSU-Politiker hatte sich kürzlich in die Diskussion eingeschaltet.

Google bekommt neue Datenschutzbestimmungen
Google ändert seine Datenschutzbestimmungen. Ab März gelten für alle Google-Dienste die gleichen Datenschutzbestimmungen. Der Nutzer ist damit kein Youtube-/Picasa- oder Maps-User mehr, sondern schlicht ein Google-User und es gelten für alle Plattformen die gleichen Datenschutzbestimmungen. Das macht die Datenschutzbestimmungen für die User verständlicher.

Die Polizei auf Facebook
Die Polizei Hannover hatte vor einiger Zeit damit begonnen, Zeugenaufrufe auf eine eigens dafür eingerichtete Facebook-Seite zu stellen. Das Experiment war laut Aussagen der Polizei Hannover recht erfolgreich, wurde dann aber wegen Datenschutzbedenken gestoppt. Inzwischen überlegt die Polizei auch anderswo, zum Beispiel in Berlin, Zeugenaufrufe in soziale Netzwerke zu stellen, da die dort angesprochenen Personen in der Regel direkter am Geschehen seien als andere Zeugen.

Neuer Werbespot von VW für das Superbowl-Finale
Auch dieses Jahr gibt es wieder ein sehenswertes Werbevideo von VW. Es zeigt einen Hund, der… Ach, schaut es euch einfach selbst an, es ist sehenswert!

Bilder anhand von Zeichnungen finden
Ein experimentieller Dienst bietet die Möglichkeit, Bilder anhand von eigenen Skizzen zu suchen. Technisch wird dazu die Google Bildersuche benutzt. Zwar ist das Tool noch nicht sehr zuverlässig, doch zeigt es, was uns in Zukunft noch alles an interessanter Technik erwartet.

Weil vermisste Kinder wichtiger sind als Werbebanner
Jedes Jahr werden in Deutschland 100.000 Kinder als vermisst gemeldet. Das Browser-Addon „Vermisst“ soll die Suche nach den Vermissten durch zeitnahe Hinweise aus der Bevölkerung erleichtern. Es zeigt anstelle von Werbebannern auf Websites Meldungen über vermisste Kindern an. Das Vermisst Add-on ist ein Teil von „Deutschland findet euch“ und von der „Initiative vermisste Kinder“ ins Leben gerufen worden.
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Die nächste Ausgabe des Netzreport erscheint am 20. Februar.
Wer interessante, lustige oder spannende Dinge für uns entdeckt, kann uns gerne den Link per Mail an netzreporter@backview.eu schicken.

(Text: Simon Zöllner / Zeichnung: Christina Koormann)
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Über den Autor

Simon Zöllner
Anzahl der Artikel : 10

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