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Westerwelle fordert mehr deutsches Engagement in Afghanistan

WĂ€hrend der GrĂŒnen-Parteitag im September noch die Bundestagsfraktion aufgefordert hatte, eine VerlĂ€ngerung des ISAF-Mandats abzulehnen, fordert FDP-Chef Guido Westerwelle nun ein erheblich stĂ€rkeres Engagement Deutschlands in Afghanistan. Hauptgrund fĂŒr diese Position war, dass die Mehrheit der GrĂŒnen einen Tornado-Einsatz in Afghanistan, den das Mandat in Zukunft beinhalten soll, ablehnt.

Trotz dieser Tatsache, wollen dennoch einige der Abgeordneten dafĂŒr stimmen um damit ihrer generellen Zustimmung fĂŒr die ISAF-Mission Ausdruck zu verleihen.

Nun fordern die GrĂŒnen einen Kurswechsel der Bundesregierung fĂŒr den Wiederaufbau in Afghanistan und Westerwelle sagte der «Berliner Zeitung» gegenĂŒber, dafĂŒr mĂŒsse mehr Personal und finanzielle Mittel zur VerfĂŒgung gestellt werden.
Vorallem gelte dies fĂŒr den Aufbau der Polizeistrukturen des Landes. Man sei den Menschen in Afghanistan gegenĂŒber eine Verantwortung eingegangen aus der man sich nun nicht einfach zurĂŒckziehen könne. Es sei wichtig damit auch der afghanischen Regierung den RĂŒcken zu stĂ€rken. Damit wollen die GrĂŒnen wohl eher einem RĂŒckfall des bisher vergleichsweise stabilen Norden vorsorgen-sonst wird man sich wohl noch mehr VorwĂŒrfe der anderen Nato-Mitgliederstaaten anhören mĂŒssen, man habe nicht einmal den zivilen Aufbau des Landes bewerkstelligen können, wĂ€hrend andere Staaten an der Seite der Amerikaner in Kampfhandlungen eingebunden waren.

Die Abstimmung des Parlaments im Bundestag, ĂŒber die VerlĂ€ngerung des Bundeswehr-Mandats fĂŒr die Beteiligung an der internationalen ISAF-Mission, ist fĂŒr den kommenden Freitag angesetzt.
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