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Wenn ein 9:2-Sieg nichts wert ist

FLUTLICHT – die back-view-Sportkolumne
Bayern München putzt den Hamburger SV vor dem wichtigen Champions League-Viertelfinalhinspiel gegen Juventus Turin mit 9:2. Nein, es geht hier nicht um Eishockey. Es war schlicht ein torarmes Handballspiel. Gegen Juve ist der Rekordmeister dennoch gewarnt. Das – und noch einiges mehr in den nächsten Zeilen!

Dass Claudio Pizarro ein denkbar starker Stürmer ist, der keinen Quadratmeter Platz braucht, um einen Gegenspieler stehen zu lassen und ein Tor zu machen, ist in der Bundesliga hinlänglich bekannt. Dass eben jener Pizarro im Trikot des FCB noch für Furore sorgen würde, war hingegen nicht anzunehmen.

Der inzwischen 34-jährige Peruaner war an sechs Toren gegen den HSV beteiligt, vier erzielte er selbst, zwei weitere legte er auf. Vor allem mit Edelreservist Arjen Robben bildete „Pizza“ am letzten Samstag ein kongeniales Duo. Dennoch werden beide gegen Juventus wohl auf der Bank Platz nehmen müssen.

flutlichtDenn an Ribery, Müller und Mandzukic führt derzeit kein Weg vorbei, zudem ist Turin nicht das (lächerliche) Hamburg. Beim italienischen Rekordmeister droht alleine mit Andrea Pirlo ein deutscher Albtraum im Mittelfeld. Der Stratege war mit verantwortlich für das deutsche Ausscheiden bei der EURO 2012. Doch vor allem werden die Bayern gegen die „Alte Dame“ wohl auf eine Abwehr treffen, die ihren Namen tatsächlich verdient hat.

Während der HSV einen Eskortservice bereitstellte, spielt Juventus seit Jahren erfolgreich mit einer massiven 3er-Kette, die aus den Gliedern Barzagli, Bonucci und Chiellini besteht. Abwehrhünen, wie sie im Bilderbuch nicht besser vorkommen könnten. Eine wahre Herausforderung für den großen FCB aus Süddeutschland.

Da kommt ein Mahner à la Mathias Sammer, der auch jedes noch so kleine Haar in der Suppe findet, derzeit nicht ganz unrecht. Der inzwischen kahlgeschorene Rotschopf trug früher schon den Spitznamen „Motzki“, das führt er auch als Münchener Manager so weiter fort. Insbesonderenach einem solch betörenden Spektakel wie gegen den HSV muss der FCB am morgigen Dienstag auf dem Boden bleiben.

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Tommy Haas bei in Miami den Einzug ins Finale nur knapp verpasst. Nachdem die deutsche Nummer 1 noch gegen Novak Djokovic gewann, musste sich Haas im Halbfinale gegen David Ferrer mit 4:6, 6:2, 6:3 geschlagen geben. Kein großer Grund zur Trauer, denn der 34-Jährige zeigte wieder mal starkes Tennis.

Bei den Frauen feierte Andrea Petkovic im selben Turnier einen wichtigen Erfolg, der jedoch auch baldig von einer Niederlage gefolgt wurde. Die 25-Jährige kam zwar immerhin nach ihrer Verletzung wieder mal in die dritte Runde, dort verlor sie jedoch gegen Tomljanovic in drei Sätzen.

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Eine wahre Dauererfolgsstory schreibt Sebastian Vettel seit gut drei Jahren. Dreimal wurde der Heppenheimer bis dato Weltmeister, nun feilt er bereits nach zwei Rennen am vierten Titel. Und dabei scheint der Red Bull-Pilot keinerlei Rücksicht zu nehmen. Auch nicht auf den verhassten Teamkollegen Mark Webber, den Vettel trotz Stallorder überholte und sich so den Sieg in Malaysia sicherte.

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Der Kölner Eishockey Club (KEC) erfindet sich in dieser Saison neu. Die „Haie“ stehen nach einer famosen Saison im Halbfinale der Play-Offs und könnten sich in dieser Saison für einige verpatzte Spielzeiten der jüngeren Vergangenheit revanchieren. Die Halbfinals: Krefeld Pinguine – Eisbären Berlin / Kölner Haie – Grizzly Adams Wolfsburg.

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In der Schmuddelecke findet sich heute der AFC Sunderland wieder. Wieso das denn? ja, das fragen sich sicherlich viele! Die Antwortet lautet: Weil sie einen Faschisten als Trainer engagiert haben. Der englische Fußball-Erstligaklub hatte seinen Coach gefeuert und rund um die Ostertage mit Paolo Di Canio einen bekennenden Faschisten eingestellt. Der Ex-Römer hatte immer mal wieder den Römergruß gezeigt. Stilblüte eines Idioten: „Ich bin ein Faschist, aber kein Rassist.“ Na dann, gute Nacht. England schafft sich ab!

 

 

 

(Text: Jerome Kirschbaum / Foto: Benjamin Radzun, flickr.com)

 

 
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Über den Autor

Jerome Kirschbaum
Ressortleiter Sport

Jerome Kirschbaum schreibt am liebsten über Sport, wenn er denn nicht selbst auf einem Platz steht. Seit Oktober 2010 verdingt sich Jerome als Schreiberling für back view, neben den Leibesübungen widmet er sich sich auch politischen Themen. Im wahren Leben musste Jerome zahlreiche Semester auf Lehramt studieren, um dann schlussendlich doch etwas ganz anderes zu werden.

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