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US Open und Formel 1 gehen steil

FLUTLICHT – die back view-Sportkolumne
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Es sind die Wochen nach Olympia, die Wochen nach dem größten Sportereignis der Welt, das derart große Schatten wirft, dass die Paralympics wenige Wochen danach keinen mehr vor den Fernseher lockt. Die Sommerspieler der Behinderten kommen in keinster Weise über den Status des kleinen Geschwisterchen hinaus – zu gering die öffentliche Wertschätzung. Doch nicht nur die Paralympics gehen derzeit steil, auch die US Open und die Formel 1 drehen wieder am großen Rad.

Die fünfwöchige Pause des Formel 1-Zirkus wirkte wie ein Kniefall vor den Olympischen Spielen. Wenn die Sommerspiele kommen, geht die Konkurrenz in Deckung. Nun aber gehen Vettel und Co. am kommenden Wochenende wieder an den Start. Das Rennen in Belgien in Spa hat auch richtungsweisenden Charakter für Sebastian Vettel.

Der Heppenheimer muss nach der Pause beweisen, dass er nach seinen zwei Titel aus den letzten beiden Jahren auch diesmal um die Krone mitfahren kann. Bisher liegt er auf dem dritten Platz 42 Punkte hinter dem führenden Fernando Alonso. Red-Bull-Motorchef Helmut Marko stachelte seinen Piloten nun in der Bild an: „Der Titel ist für uns noch absolut machbar. Aber Vettel muss in der Quali besser werden. Da hat er nicht mehr die Dominanz so wie letztes Jahr.“

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Auch wenn es für die deutschen Tennisdamen bei den diesjährigen US Open nicht so recht rundlaufen soll, gibt es auch gute Nachrichten. So ist Andrea Petkovic endlich wieder bei einem großen Turnier dabei, auch wenn sie nach mehrmonatiger Abstinenz in der ersten Runde ausschied, macht Petkovic wie immer Freude auf mehr.

Julia Görges und Sabine Lisicki, die im Petkovic-Sog des letzten Jahres mit nach oben gespült wurden, scheiterten ebenfalls in der ersten Runde. Lediglich Angelique Kerber, die bestplatzierte Deutsche derzeit, steht in Runde zwei – sieht sich dort jedoch Venus Williams gegenüber.

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Die Olympia-Sieger Brink und Reckermann sind in diesen Wochen gerngesehene Gäste in allen erdenklichen Talkshows. Die Beachvolleyballer tingelten von Raab zu Lanz und dem ZDF-Sportstudio,  alle möglichen Fernsehmoderatoren wurden besucht.

Sportlich lief es eher mittelprächtig. Bei den Meisterschaften wurden sie vierte. Das Duo wird sich daran gewöhnen müssen, dass nun jeder die Olympia-Sieger besiegen will – noch mehr als zuvor. Die vollen Ränge, die Brink und Reckermann bewirken, stacheln auch die Gegner an.

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Auch der Fußball hat seine geliebte Bundesliga wieder zurück! Am kommenden Wochenende starten die Klubs in den zweiten Spieltag. Neue Köpfe im Kosmos des runden Leders sind vor allem Javi Martinez (40 Millionen, Bayern München), Ibrahim Affelay (Schalke 04) und wahrscheinlich HSV-Rückkehrer Rafael van der Vaart.

Ein Kopf rollte bereits nach dem dritten Spieltag in Duisburg in der zweiten Liga. Der dort ansässige MSV entließ mit Oli Reck den ersten Trainer der noch jungfräulichen Saison. Mit Köln und Berlin stehen zwei weitere Traditionsvereine im Unterhaus unter Druck.

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In der Schmuddelecke balgt sich heute der SV Werder Bremen. Die Weser-Kicker laufen in dieser Spielzeit mit einem Wiesenhof-Schriftzug auf der Brust durch die bundesrepublikanischen Fußballstadien. Der Coup mit dem umstrittenen Lebensmittelunternehmen veranlasste auch Jürgen Trittin zum Austritt aus der Werder-Familie.

 

(Text: Jerome Kirschbaum / Foto: Benjamin Radzun, flickr.com)

 

 
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Über den Autor

Jerome Kirschbaum
Ressortleiter Sport

Jerome Kirschbaum schreibt am liebsten über Sport, wenn er denn nicht selbst auf einem Platz steht. Seit Oktober 2010 verdingt sich Jerome als Schreiberling für back view, neben den Leibesübungen widmet er sich sich auch politischen Themen. Im wahren Leben musste Jerome zahlreiche Semester auf Lehramt studieren, um dann schlussendlich doch etwas ganz anderes zu werden.

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