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Über das Netz, das Leben und die Presse

Rückblick auf das Gesellschaftsressort 2012

Die Ressortleiterin Lea Kramer blickt auf die letzten zwölf Monate Gesellschaft bei back view zurück. Wichtige Themen waren dabei die Presse allgemein und Facebook als das wichtigste Soziale Netzwerk unserer Zeit. Aber auch Fragen über das Leben, das Studium und den Sinn des Daseins wurden kommentiert.

Zum Wort des Jahres wird etwas wie „Pleite-Griechen“ oder „Verleih-Nix“ ernannt werden. In der Netzcommunity allerdings erhitzte 2012 das „Leistungsschutzrecht“ die Gemüter. Bei keinem Thema war so deutlich in den Blogs ein Unwille, im Gegenzug dazu in den Printmedien eine Forderung nach Gesetzen gezeigt worden.

Wie sehr Politik und Netzrealität miteinander verbunden sind, beschreibt Ronja Heintzsch in ihrem Text: „Wie soziale Netzwerke Deutschland lenken“. Ein Achtel aller Deutschen ist bei Facebook angemeldet und viele sozialen Beziehungen spielen sich ausschließlich dort ab. Doch in sozialen Netzwerken geht es nicht nur um die zwischenmenschliche Interaktion, sondern auch um den Austausch von Informationen. Was das für die Presselandschaft bedeutet, beleuchtet Christina Hubmann in ihrem Text über die „Deutsche Pressefreiheit im internationalen Vergleich“.

Darüber hinaus hat sich Julia-Friederike Barbier mit der Geschichte der deutschen Pressefreiheit beschäftigt. Wäre man abgebrüht und voller Wortwitz, könnte der Autor gleich zum nächsten Text überleiten: „Kochen jenseits des Tellerrands“ von Hanna Zehschnelzer.

Als Kommentar zur „Bild für alle“-Aktion zum 60. Geburtstag der Bildzeitung haben Nina Nickoll über die „Bild und ihre Promis“, Miriam Keilbach über die „Bild im Laufe der Zeit“ und Lea Kramer über die Konzernchefin „Friede Springer“ geschrieben. Mit einer anderen Zeitung beschäftigte sich Julia Jung, die sich von den Abo-Fängern derselbigen belästigt fühlte.

Dass Protest heutzutage nicht nur im Internet stattfindet, zeigt eindrücklich die „Occupy“-Bewegung. Julia Radgen hat die Aktivisten nach zehn Monaten Zeltplatz in Frankfurt besucht und gefragt, was vom Widerstand übrigblieb. Bilder aus dem Camp gab es bereits im August. Und einen Grund zum Protest, den hatte auch Jerome Kirschbaum, der sich des deutschen TV-Programms annahm und auf eine sozialpsychologische Spurensuche ging. Eindrücklich war auch der Text eines ehemaligen Fundraisers, der für back view über Spendengewinnung aufklärte. Über die „Guten Taten zu Weihnachten“ machte sich auch Jerome Kirschbaum Gedanken, der sich zum Jahresende von Aufrufen überhäuft sieht. Tom Pascheka hingegen beschäftigte sich mit den Ängsten, die potenzielle Spender vor Spenden-Organisationen haben.Zu Beginn des Jahres startete unsere Serie Netzreporter, die in unregelmäßigen Abständen Neuigkeiten aus dem Internet liefert. Simon Zöllner und Eric Elert haben sich für die Leser in die Tiefen des Webs begeben und eigenartige Dinge gefunden. Ein weiterer Aufklärer ist Marten Ronneburg, der uns über Urbane Legenden aufgeklärt hat.

Wenige Einsichten hat derweil Christina Hubmann erhalten, nachdem sie ihr Studium beendet hat. Die Frage nach dem weiteren Weg stellt sie sich in dem Text „Das Ende des Studiums“, wo sie doch zuvor „nur noch Die DA“ schreiben sollte. Bereits einen Schritt weiter ist Laura Gassner, die sich auf Urlaubsreisen Gedanken über den „Deutschen Touristen“ machte. Franziska Mayer hingegen hat ganz andere Rabauken beleuchtet. Sie hat sich dem Zeitalter der Piraten angenommen. Über die heutigen Freibeuter schrieb Gerhard Pfeifer in seinem Text „Superreiche und das Milliardenversprechen“.Das Gesellschaftsressort blickt auf 2012 als ein Jahr zurück, das Themen lieferte, die nahe am Leben sind. Auch das werden wir 2013 weiterführen – natürlich auch wieder mit einem Blick auf aktuelle, interessante Entwicklungen und – natürlich – ins (Soziale) Netz.

(Text: Lea Kramer)


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Über den Autor

Lea Kramer
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