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Über das Ansprechen von Frauen

Flirtkolumne über Männer und Frauen Teil 2

Im zweiten Teil meiner Reihe „Flirtkolumne“ kommentiere ich das Ansprachen des weiblichen Geschlechts.

Egal, ob über Kleinanzeigen oder Craigslist, Texte wie diese wird man dort häufiger finden: „Du, dunkle lange Haare, mit einer braunen Handtache mit Eulenaufdruck, hast am 22.10. gegen 11.30 Uhr neben mir in der 61 gesessen. Dein Lachen am Telefon hat mich verzaubert. Schreib mir. chanceverpasst@bmx.de“.

Wäre es nicht toll, wenn wir die Chance gleich nutzen würden? Wie unglaublich viele Gelegenheiten sich jeden Tag bieten würden, wenn wir zu Menschen, denen wir begegnen, langfristig eine Art Beziehung aufbauen können? Ich rede hier bewusst nicht nur von Dating, als Student in einer fremden Stadt ist das genauso hilfreich wie als Industriekauffrau auf Geschäftsreise. Ein Netzwerk von vielen Leuten und das Schaffen von Integrität, ist ein lohnenswertes Ziel. Doch wie gelingt uns das am besten?

Bevor du auf den Menschen zugehen willst, beobachte die Person ein wenig, schätze sie ein. Ist sie vielleicht im Stress? Telefoniert sie gerade, hetzt sie sich gerade auf dem Weg zum Bahnhof? Achte auf die Schuhe und Markenware. So kannst du möglicherweise schon erste Gemeinsamkeiten feststellen. Oder vielleicht gefällt dir einfach das Shirt? Dann sprich das gleich darauf an und beginne damit ein Gespräch.

Flirtkolumne

Wie starte ich ein Gespräch?

Grundsätzlich gibt es für mich drei Arten von Themen, die du anreißen kannst: Entweder, du erzählst irgendetwas von dir und hoffst, dass Interesse entsteht: (vor einer großen Firma): „Ich hatte heut hier drin ein Bewerbungsgespräch und bin noch richtig aufgeregt. Dachte schon erst ich werde es nicht mehr pünktlich schaffen und dann hat mich mein Nachbar noch spontan hier her gefahren!“ – oder du fragst die Person etwas: (im Zug) „Ist das Buch gut? Hab bis jetzt nur den Film dazu gesehen…“ – oder du kommentierst etwas aus der Umgebung. Etwas, das die Person auch gesehen hat, das kann ein großer Feuerwehreinsatz, das Wetter oder das Fernsehprogramm im Hintergrund eines Schnellimbisses sein.

Wichtig ist hier das richtige Gefühl dahinter. Falsch rübergebracht, wirkt der Spruch verstörend und die Leute werden dich meiden wollen. Erfahrung sammeln ist hier wichtig, entwickle ein Gefühl dafür. Halte dich nicht zu lang am Thema auf, und gebe der Person immer die Möglichkeit, sich zurückzuziehen – manche Menschen wollen einfach ihre Ruhe haben.

Die Schwierigkeit des „Dranbleibens“

Wie kannst du das Gespräch nun weiterbewegen? Menschen freuen sich über Aufmerksamkeit! Wenn sich dein symphatisches Gegenüber gerade in Laune redet, es der Person gut geht, dann unterbreche sie nicht. Stelle Fragen, die den Sachverhalt weiter beleuchten, versuche dir ein umfassendes Bild von der beschriebenen Situation zu machen. Verstehe die Person. Wenn du merkst, dass das Gespräch stockt, trage etwas aus deinem Erfahrungsschatz bei. Baue einen Bezug auf und zeige, dass du die Person verstanden hast. Es ist nicht wichtig, viel von sich preiszugeben, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Lasse die Person nachfragen.

Manche Männer denken, dass sie Frauen beeindrucken müssen, um Erfolg zu haben. „Und letztes Jahr bin ich mit der Jacht nach Gran Canaria gesegelt, sechs Wochen waren wir nonstop unterwegs. Dort haben wir meine Finca wieder entstaubt und haben groß gefeiert“ – das wird nur am Rande Eindruck hinterlassen, da Frauen dadurch davon ausgehen, dass er sich zu sehr in den Vordergrund drängen möchte. Erzähle nicht so viel von dir, lass eher selbstsicheres, humorvolles, souveränes Handeln folgen. Übernehme Verantwortung, handle reflektiert und konsequent. Bedenke: Deine Gesprächspartner werden im Nachhinein nicht mehr wissen, was du gesagt hast – aber sie werden noch wissen, wie sie sich dabei gefühlt haben, als du mit ihnen geredet hast!

Geh`aufs Ganze!

Wenn du merkst, dass dein Gegenüber weiter muss, frage sie doch nach Facebook oder ihrer Telefonnummer. Das sollte nach einer angenehmen Konversation schnell gehen. Stelle ihr doch schon in Aussicht, wann ihr was machen könnt. Kino und Bar sind für ein Date schon sehr abgegriffen, wie wäre es mit einem Picknick? Einer Spielekneipe? Karaoke? Beschäftige dich ruhig mal einen Nachmittag damit, was deine Stadt eigentlich zu bieten hat.

Falls du jetzt denkst: Ansprechen in der Öffentlichkeit – das krieg ich nicht hin! Dann überlege dir mal, mit wie vielen fremden Leuten du jeden Tag redest, wenn du an der Supermarktkasse, beim Kartenschalter im Kino oder bei der Sprechstundenhilfe beim Arzt bist. Was unterscheidet sich hier? Du hast eine Aufgabe, die du ausführen willst – also: deine Einstellung ist anders. Wenn dir das Kennenlernen Probleme bereitet, übe es. Sicher kennst du die Anekdote, bei der ein juinger Mann eine Büroklammer über Umwege zu einem Haus getauscht hat. Tausche mal in der örtlichen Fußgängerzone Gegenstände. Nimm Freunde mit. Das macht Spaß – und du lernst Leute kennen. Vielleicht auch eine nette Dame?

(Text: Bastian Asch / Foto: Isi Fischer by www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc-nd))
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