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Triumphe für Bayern und Biathleten

FLUTLICHT – Die back view-Sportkolumne
„Mach das FLUTLICHT an, sie kommen gleich raus und dann kann die Show losgehen. Und sie sind nicht allein, denn wir sind dabei, auch wenn es heut aufs Auge gibt.“ So sangen schon die Toten Hosen in ihrem Song Auswärtsspiel. Und unter diesem Motto stellt back view Euch heute die erste Ausgabe der Sportkolumne vor, die in Zukunft jeden zweiten Montag erscheinen wird.


Für einen Paukenschlag sorgten die deutschen Biathleten am Samstag bei der Weltmeisterschaft in Ruhpolding. Zwar patzte Zugpferd Magdalena Neuner mehrfach am Schießstand, doch die überzeugenden Tina Bachmann, Miriam Gössner und die Schlussläuferin Andrea Henkel tüteten die goldene Medaille für Deutschland ein. Auch beim Massenstart konnte Neuner wieder nicht gänzlich überzeugen und landete nur auf dem zehnten Rang. Am Ende steht Deutschland nach 11 von 11 Entscheidungen auf dem dritten Rang des Medaillenspiegels.

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Fünf Goldmedaillen musste Marion Jones vor fünf Jahren zurückgeben, nachdem sie des Dopings überführt wurde und das IOC daraus die Konsequenzen zog. Nun tingelt die einstige Sünderin als angeblich geläuterte Frau durch die USA. Als Außenministeriumsgesandte erzählt sie unter dem Motto „Take a break“ von ihrer Geschichte, die Kinder und Jugendliche abschrecken soll. Lernen können diese vor allem eines: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Jones sagte 2008 unter Eid aus, niemals gedoped zu haben.

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Auch die Tenniswelt horchte letztes Wochenende auf, als Roger Federer in Dubai den Titel holte. Mit 7:5 und 6:4 besiegte der Schweizer den Schotten Andy Murray. Mit leidenschaftlicher Netzarbeit brillierte Federer und zeigte nach langer Durststrecke wiedermal, warum er jahrelang die dominierende Nummer 1 der Welt war. Federer als Networker – das hat man lange nicht mehr gesehen.

Aus deutscher Sicht fiebert man dem langersehnten Comeback von Andrea Petkovic entgegen. Doch erst mit der Hartplatzsaison, die am 27. Mai bei den French Open gipfelt, soll die Top-10-Spielerin aufs Feld zurückkehren. Sie sieht Steffi Graf als warnendes Beispiel, dass man nicht zu schnell und überehrgeizig dem gelben Filzball hinterher hetzen sollte. Petkovic kuriert immer noch ihre Knieprobleme aus.

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Vor zwei Wochen hat die deutsche Sportwelt nicht schlecht gestaunt, als der große FCB aus Süddeutschland nach 14 Spielen erstmals wieder gegen Bayer Leverkusen verlor. Unglaublich vor allem aus der Bayern-Perspektive. Denn so viel Schmerz verträgt die bajuwarische Hochmütigkeit nur ganz schlecht. Und so war es nicht verwunderlich, dass der Hofberichterstatter Sport1 rund um die Uhr per Standleitung von der Säbener Straße berichtete.

Doch bereits am vergangenen Spieltag konnten die Münchener Jediritter wieder zurückschlagen: Durch das famose 7:1 gegen Hoffenheim und ein gleichzeitiges 0:0 des BvB in Augsburg schrumpfte der Vorsprung der Borussia auf fünf Punkte. Als würde das Murmeltier nicht ohnehin täglich grüßen, predigen die Borussen trotz immer noch ordentlichem Polster wiedermal Understatement. Wie im letzten Jahr will keiner vorschnell das M-Wort in den Mund nehmen.

Von der Meisterschaft kann beim FC aus Köln seit 1978 keine Rede mehr sein. Zwar konnten die Geißböcke durch den 1:0-Erfolg gegen Berlin drei wichtige Punkte einfahren.  Und Lukas Podolski zeigte wiedermal eine gute Leistung, wurde jedoch von einem raderdollen Schiedsrichter Winkmann mit Rot vom Platz gestellt. Die kölsche Lebensversicherung, die ohnehin wohl bald in London kicken wird, sieht rot – und wird wohl trotz unberechtigtem Platzverweis mindestens ein Spiel fehlen. Als wären das noch nicht genügend negative Schlagzeilen jagte der Kölner Chaosverein mit Volker Finke seinen Sportchef dieses Wochenende aus dem Dorf.

Das FLUTLICHT ging in der letzten Woche besonders für einen Ballkünstler in der Champions League am Mittwochabend an. Grell leuchteten die Scheinwerfer auf die Reinkarnation. Lionel Messi zerlgte mit fünf Toren fast im Alleingang Bayer Leverkusen. Und da diese Torausbeute nicht nur Rekord bedeutet, sondern auch einfach nur noch schön ist, hier nochmal zum Genießen: Freuet Euch, freuet Euch – Oh Fußballwelt!

 

(Text: Jerome Kirschbaum / Foto: Benjamin Radzun, flickr.com)


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Über den Autor

Jerome Kirschbaum
Ressortleiter Sport

Jerome Kirschbaum schreibt am liebsten über Sport, wenn er denn nicht selbst auf einem Platz steht. Seit Oktober 2010 verdingt sich Jerome als Schreiberling für back view, neben den Leibesübungen widmet er sich sich auch politischen Themen. Im wahren Leben musste Jerome zahlreiche Semester auf Lehramt studieren, um dann schlussendlich doch etwas ganz anderes zu werden.

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