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Stuttgart – Europas Hauptstadt des Sports 2007

Schwäbische Metropole im sportlichen Fokus Europas

Stuttgart steht nicht nur bei Sp√§tzle- und Weinliebhabern und den Besuchern des Cannstatter Wasens ganz hoch im Kurs. Insbesondere Sportler und Sportbegeisterte zieht es dieses Jahr in die Landeshauptstadt Baden-W√ľrttembergs. Die schw√§bische Metropole setzte sich Ende November 2005 gegen 43 weitere Anw√§rter durch und tr√§gt in diesem Jahr den Titel ‚ÄěEuropas Hauptstadt des Sports 2007″.

Die 1999 gegr√ľndete European Capital of Sports Association (ACES) vergibt jedes Jahr den begehrten ‚ÄěEuropean Sports Capital Award“. Er wird an St√§dte verliehen, die sich √ľber einen Zeitraum von mindestens f√ľnf Jahren in besonderer Weise dem Sport gewidmet haben. Dazu z√§hlen die Veranstaltungen von wichtigen Sportwettk√§mpfen, eine breit gef√§cherte Anzahl an Sportangeboten und eine herausragende Sportinfrastruktur.

Die Motorstadt am Neckar löst somit Kopenhagen, den Träger des letzt jährigen Awards, ab und kann sich jetzt mit Städten wie Madrid, Stockholm und Glasgow aufs  Treppchen stellen. Ende des Jahres gibt sie die Auszeichnung an Warschau ab.

Nicht nur die 440 Sportvereine und das Kursprogramm mit 1000 verschiedenen Angeboten machen die Sportstadt zu dem, was sie heute ist. Eine gro√üe Rolle spielt auch das Publikum, das nicht nur den Olympic Cup f√ľr Begeisterungsf√§higkeit, Fairness und Professionalit√§t (1986), sondern auch die Fair-Play-Trophy von der UNESCO verliehen bekommen hat.
Diese trockenen Fakten k√∂nnen selbstverst√§ndlich nicht das spannende und gleichzeitig gem√ľtliche Flair vermitteln, welches w√§hrend den Sportveranstaltungen in der Stadt herrscht. Man trifft sich vor den Gro√übildleinw√§nden in der Innenstadt auf dem Schlossplatz und feierte vergangenes Jahr h√§ufiger ‚ÄěDie Welt zu Gast bei Freunden“.

Neben den alljährlichen Sportveranstaltungen wie dem Mercedes-Cup, dem Herren-Tennis-Tunier und dem Reit- und Springturnier German Masters liegt nach kanpp der Hälfte des Jahres bereits ein sportliches Jahr hinter der Stäffelestadt. Den Auftakt in das Sportjahr 2007 machte die Handball-WM der Herren. Anfang des Jahres fanden in der Porsche-Arena die Vorrundenspiele statt. Fast 18. 000 Handballbegeisterte feierten mit den Mannschaften das sportliche Ereignis.

Im Sommer dann stand die Strecke f√ľr die kommende Stra√üenrad-WM auf der Probe. Die Fahrer der WM-Velotour und die Deutschen Meisterschaften Stra√üenradsport U21 lieferten sich ein spannendes Rennen in der City. Die trichterf√∂rmige Lage der Stadt trug zu einer anspruchsvollen Strecke und einem spannenden Rennen f√ľr die Sportler und Zuschauer bei.

Der diesj√§hrige H√∂hepunkt f√ľr¬† Fritzle und die Schwaben war wohl die gewonnene Meisterschale. Am letzten Bundesligaspieltag der Saison unterlag Cottbus der jungen Mannschaft um Armin Veh. Der VFB Stuttgart wurde Deutscher Fu√üballmeister und ganz Schwabenland war aus’m H√§usle.

Die Turn-WM, die Straßenrad-WM und die Weltmeisterschaft im Standardformationstanz runden das Programm der Sporthauptstadt im Jahr 2007 ab. Damit ist Stuttgart die Gastgeberstadt, in der die meisten Weltmeisterschaften in einem Jahr ausgetragen werden.

Nicht nur internationale Spotveranstaltungen, ein begeisterungsfähiges Publikum, ein buntes Potpourri an Sportvereinen und die Möglichkeit, Sport zu treiben ohne sich an einen Verein zu binden, sondern auch der Neckarpark, das Sportzentrum auf der Waldau und eine perfekte Sportinfrastruktur beweisen, dass sich die Stadt den Titel redlich verdient hat.

In Zeiten, in denen das Fernsehen Kinder und Jugendliche an die Mattscheibe fesselt, sollte Stuttgart als gutes Beispiel voran gehen. Es geht hier nicht nur darum, den Leistungs- und Breitensport zu fördern. Ein wichtiger Effekt, neben der körperlichen Fitness, ist die Integrationshilfe, die der Sport leisten kann.

In einem Sportverein gibt es keine Hautfarben. Es gibt nur ein Team, das sich im besten Fall keinen kulturellen Barrieren gegen√ľber sieht. Migranten aller Altersschichten finden leicht Kontakt zu ihren Mitmenschen¬† und werden somit viel einfacher in die Gesellschaft integriert. Thomas Bach, Pr√§sident des Deutschen Sportbundes, bringt es auf den Punkt: ‚ÄěWerfen Sie f√ľnf Kindern unterschiedlicher Sprache einen Ball hin und sie werden kommunizieren.“

(Text: Annabel Br√ľckmann)
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