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Sport / Fußball 19.01.09

Lukas Podolski kehrt nach Hause zurück

Text: Robert Reiche

Das Tauziehen um den Stürmer hat ein Ende
Es war seit Wochen und Monaten das Gesprächsthema Nummer eins im deutschen Fußball, doch nun ist es beschlossene Sache: nach drei durchwachsenen Jahren beim FC Bayern München kehrt Lukas Podolski, Nationalstürmer und Fußballidol einer ganzen Nation zu Beginn der nächsten Saison zum 1. FC Köln zurück.

Lange wurde über die Transfermodalitäten verhandelt, der FC Bayern München konnte sich schließlich durchsetzen und erhält für den Wechsel knapp zehn Millionen Euro. Das ist die gleiche Summe für die Podolski im Jahr 2006 zu den Bayern wechselte und damit der teuerste Transfer in der Geschichte des 1. FC Köln.

Der Wechsel Podolskis ist so interessant, weil es für ihn damit wohl eine mehrjährige Abstinenz vom internationalen Clubfußball bedeutet. Während der FC Bayern regelmäßig in europäischen Wettbewerben mitmischt, dürfte dies für Köln noch ein fernes Ziel bleiben. Es ist ihm zu wünschen, dass dieser Mangel an internationaler Erfahrungssammlung seine Entwicklung nicht negativ beeinflusst.

Trotz seines jungen Alters von nur 23 Jahren brachte es Podolski bereits auf 60 Länderspiele und 31 Tore für die deutsche Fußballnationalmannschaft – Werte die viele Nationalspieler nicht einmal an ihrem Karriereende vorweisen können. Doch beim FC Bayern München kam Podolski nie richtig an und konnte sich seit der Saison 2007/2008 nicht mehr gegen seine Sturmkonkurrenten Miroslav Klose und Luca Toni durchsetzen. Sogar Verletzungen im etatmäßigen Bayernsturm konnten Podolski nicht zu einem Durchbruch verhelfen.

Seine Rückkehr zum 1. FC Köln bedeutet vor allem eines: dass in der heutigen Fußballwelt wohl doch nicht nur das Geld, sondern auch die persönliche Verbundenheit zu einem Verein zählt. Podolski scheint wohl einen großen Wunsch zu haben: Fußball spielen und regelmäßig zeigen, dass er es mit jedem Gegner aufnehmen kann. Das dürfte auch ganz im Sinne der Kölner Fans und Verantwortlichen sein. Der verlorene Sohn kehrt wieder heim.

(Autor: Robert Reiche)

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