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Einfach Seelenverwandte!

Warum die beste Freundin so wichtig ist

Wer eine hat, kann sich glücklich schätzen. Sie ist Ratgeberin, Psychologin und Familie in einem: die beste Freundin bzw. der beste Freund. Warum ist uns diese eine Person so viel wichtiger als alle anderen Menschen und was unterscheidet sie von unseren guten Freunden?

Es gibt Leute, die haben Hunderte von sogenannten Freunden auf Facebook. Manche von diesen haben sie noch nie persönlich gesehen, einige sind wohl eher lockere Bekannte, ein paar wenige sind gute Freunde.

Nur wenige Menschen in dieser langen Liste von Personen, sind ganz besondere: wie die beste Freundin. In Romantik-Komödien aus Hollywood ist es Teil jedes Films, dass die Protagonistin eine beste Freundin hat, die ihr in jeder Lebens- und Liebeslage zur Seite steht.

Nächtliche Ratschläge
Obwohl dies oftmals wie ein Klischee wirkt, gibt es solche besten Freundinnen auch in der Realität. Ich kann meine beste Freundin mitten in der Nacht anrufen, wenn ich ein ernsthaftes Problem habe oder einfach ein schlechtes Gewissen, weil ich ein Vermögen für das neue Paar Schuhe ausgegeben habe und sie hört mir zu. Anstatt sich zu beschweren, dass sie doch in zwei Stunden aufstehen muss, ist sie für mich da und hilft mir, das Problem zu lösen oder mir einfach Zuspruch zu geben.

Sie sagt die Wahrheit, egal ob ich mir ein Kleid kaufen will, dass mir absolut nicht steht oder ich einen Mann date, den sie sich nicht an meiner Seite vorstellen kann. Wenn ich die rosarote Brille aufhabe, versucht sie, mir diese abzunehmen. Wo andere vorsichtig Kritik anbringen oder einfach alles schönreden, um Konflikte zu vermeiden, sagt sie mir ins Gesicht, was sie denkt.

Gemeinsames Lachen und Weinen
Gute Freunde hingegen sind Menschen, mit denen ich mich mal zum Kaffee verabrede, ins Kino gehe oder ab und zu telefoniere. Ich erzähle ihnen alltägliche Begebenheiten und das, was ich in letzter Zeit erlebt habe.

Manchmal habe ich auch tage- oder wochenlang gar keinen Kontakt zu ihnen. Es gibt die Freunde aus dem Studium, mit denen ich nur über die letzte Prüfung oder die Abschlussarbeit rede oder die Party-Freundin, mit der ich so gut feiern kann, die aber sonst nichts über mich weiß.

Meine beste Freundin aber weiß genau, was in mir vorgeht, kennt meine Einstellungen und Gedanken in- und auswendig. Ich muss mich nie vor ihr verstellen, denn obwohl sie mich kennt, mag sie mich. Sie gibt Ratschläge, hört zu, lacht und weint mit mir. Sie ist nicht nur eine Freundin, mit der ich am Wochenende etwas unternehme und, die mich nur fröhlich kennt.

Die Konstante im Leben
Mit einer besten Freundin macht man wichtige Abschnitte im Leben durch. Der erste Urlaub ohne die Eltern, das erste Mal Verliebtsein, die erste Trennung und die erste eigene Wohnung. Was um einen herum auch geschieht und sich ändert – sie ist die Konstante, die immer da ist.

Dabei kann es sein, dass man hunderte Kilometer voneinander entfernt wohnt und sich nur selten sieht. Doch darum geht es nicht. Die enge Bindung, die man zu seiner besten Freundin hat, bleibt immer bestehen. Und sie ist einer der wenigen wirklich wichtigen Kontakte in meiner Facebook-Freundes-Liste.

(Text: Melanie Schwalbe)

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