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Redaktionstreffen in der Hansestadt

back view plant, diskutiert und feiert drei Tage lang in Hamburg

Einmal im Jahr trifft sich die Online-Redaktion von back view ganz persönlich. Manche Beteiligte kennen sich schon seit Jahren, andere haben bisher ausschließlich über E-Mail miteinander kommuniziert. Diesmal reist die Gruppe von Nachwuchsjournalisten aus den verschiedensten Ecken Deutschlands nach Hamburg an.

teaserback view – Hinter dem Online-Magazin back view mit dem auf die Welt blickenden Auge als Logo stecken junge Medienschaffende aus ganz Deutschland. Eine Redaktion, die sich nur aus dem virtuellen Raum kennt, geht das? Ja, es funktioniert. Auch, wenn man sich bei der ersten persönlichen Begegnung erst einmal mit seinem Spitznamen vorstellen muss, mit dem man sich bei den Redaktionskonferenzen über Skype einbringt.

Der Stadtstaat und seine lokale Tageszeitung
Hamburg, die große Stadt am Hafen, die Stadt mit dem großen Spektrum an verschiedenen Medien, die Stadt, die uns als Redaktion näher bringen sollte. Erst einen Tag vor Anreise ist der seit langem geplante Relaunch des Magazins online gegangen – nachdem die Seite kurz zuvor drei Wochen lang still stehen musste.
Noch bevor alle Autoren ihr Feedback zur neuen Gestaltung geben konnten, trafen sich die elf Teilnehmer am Freitagnachmittag in einem Hostel nahe St. Pauli. Viel Zeit zum Quatschen und Kennenlernen blieb nicht. Nachdem die Rucksäcke und Trolleys in den Mehrbettzimmern untergebracht waren, galt es, den nächsten Bus zum Axel-Springer-Platz zu nehmen.

Als ersten Programmpunkt erwartete uns hier die Redaktion des Hamburger Abendblatts. Nach der Sicherheitskontrolle, die ans Einchecken beim Flughafen erinnert, einem netten Gespräch mit zwei Mitgliedern der Chefredaktion (hierzu auch der Artikel: „zu Besuch beim Hamburger Abendblatt“), die gerade an den letzten Zügen der Samstagsausgabe arbeiteten und einem staunenden Blick durch den Newsroom mit den vielen schicken Computern war der Hunger aller groß.

Wahrscheinlich aufgrund des leeren Magens fiel eine Entscheidung so leicht: Die Redaktion peilte ein nahe gelegenes Schnellrestaurant an, das mit Pastaküche lockte. Es war die Einstimmung auf einen netten Abend, der mit einem Bier auf dem Hafengelände fortgeführt und mit Besuch der Reeperbahn endete.

Relaunch sorgt für jede Menge Diskussionsstoff
Auch wenn Einige erst spät zurück im Bett waren, konnte ein frühes Aufstehen am Morgen nicht verhindert werden. Die Redaktion sammelte sich nach einem Zwischenstopp beim Bäcker mit einem Kaffeebecher in der Hand bei der Jungen Presse Hamburg ein.
Direkt bei den Landungsbrücken konnte back view einen Seminarraum nutzen, der uns als Redaktion endlich mal an einen gemeinsamen Tisch zusammen brachte. Was normalerweise per Skype geklärt wird, konnte nun von Angesicht zu Angesicht erklärt, diskutiert und gezeigt werden. So wurde als erstes das aktuelle Layout genau unter die Lupe genommen werden.
Text 1Die Mannschaft versammelte sich gemeinsam vor einem Bildschirm, saß auf herumstehenden Mülltonnen oder lehnte sich gegen die Wand und klickte sich durch das völlig neu gestaltete Magazin und kritisierte mal hier, mal da. Verbesserungsvorschläge wurden abgewogen, direkt ausprobiert und notiert. Viele grundsätzliche Fragen wurden geklärt.

Das Zusammenkommen am großen runden Seminartisch bot sich endlich mal als gute Gelegenheit an, über das weitere Vorgehen bei back view nachzudenken. Was will die Redaktion erreichen, wozu hat sie die Zeit und wofür möchte back view stehen? Was ist durch das neue Layout möglich, das vorher technische Schwierigkeiten bereitete? Wie viele Artikel müssen noch hinterher neu formatiert werden und was für Ideen gibt es für neue kommende Themen?

Aus den geplanten zwei Stunden Konferenz entwickelte sich schnell ein vierstündiges Gespräch. Eines war erkennbar und wird sich sicherlich noch in die nächsten Wochen in die ganze Redaktion tragen lassen: Der Relaunch hat bei Vielen die Motivation gestärkt, sich endlich wieder aktiv einzusetzen, Artikel zu schreiben, Fotos zu machen und neue Geschichten aus verschiedenen Blickwinkeln zu suchen.

So viele Dinge, die wir Digital Natives noch nicht wissen
Dann hatten wir endlich Zeit, uns mit den Jungs der Jungen Presse Hamburg zu unterhalten, die uns dankenswerter Weise immer wieder mit frisch gebrühtem Kaffee und Frischgetränken aller Art versorgten.
Ihre Printzeitung „Freihafen“ erscheint viermal im Jahr – wöchentlich treffen sich die ehrenamtlichen Mitglieder, um die spannendsten Geschichten und die beeindrucktesten Fotos aus Hamburg zu sammeln. Nach gegenseitiger Kritikübung der eigenen Werke, Diskussionen über Online versus Print und Verbesserungsvorschläge für die Zukunft erkannten wir: Wir sind auf dem richtigen Weg – aber es gibt auch noch viel zu tun.
Nach einem regen Austausch war es schon später Nachmittag. Also wieder nicht viel Zeit, um die Stadt zu erkunden, die Füße zu vertreten oder eine kleine Pause einzulegen. Denn um 18 Uhr warteten schon vier Experten (Alexandra-Katharina Kuetemeyer, Hillevi Lausten, Nicolas Pliquett und Carsten Schulz) auf einen geplanten Social Media Talk mit uns.

Kaum hatten wir die Gabel für unser Abendessen aus der Hand gelegt, versammelten wir uns schon um die geladenen Gäste, deren Smartphone immer in unmittelbarer Reichweite lag, um ihnen gespannt aus ihrem Leben in den sozialen Netzwerken zuzuhören. Auch nach zwei Stunden ging der Gesprächsstoff nicht aus – dann aber lockte so langsam das Feuerwerk anlässlich des Hafengeburtstags.

back view ist passend zum Hafengeburtstag in Hamburg
Nach schönem Licht und lautem Knall brachten uns ein gemütliches Bier und viele weitere Stunden auf dem Kiez als Gruppe enger zusammen. Auch wenn alle Hamburg-Neulinge von der Stadt nur die Reeperbahn und die Seminarräume kennengelernt haben: Gelohnt hat sich der Besuch in der Hansestadt allemal.

Das Treffen schaffte nicht nur ein Gemeinschaftsgefühl, das ohne persönlichen Kontakt in dieser Weise nicht möglich gewesen wäre, stärkte die Dynamik der Gruppe und eröffnete uns die Möglichkeit, von den Großen zu lernen. Die drei Tage brachten zwar wenige Stunden Schlaf, aber dafür eine Menge neuer Ideen und Anregungen für unser Projekt back view mit sich.

(Text: Christina Hubmann / Fotos: Konrad Welzel)

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Über den Autor

Christina Hubmann
Redakteurin

Christina Hubmann wollte eigentlich mal Busfahrer werden, ehe sie sich entschloss, doch "irgendwas mit Medien" zu machen. Schreiben tut sie nämlich schon immer gern. Und wie das Leben ohne dieses Internet funktioniert hat, fragt sie sich schon seit Längerem - erfolglos.

Anzahl der Artikel : 55

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