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Online Dating – Die große Liebe oder Lüge?

Ein virtueller Blick auf die Suche nach der anderen Hälfte

In nur einer Werbepause im Fernsehen gibt es unzählige Werbespots für Singlebörsen wie KissNoFrog, eDarling oder ElitePartner. Und je später der Abend, desto eindeutiger die Werbung für Seiten, die zwar nicht die große Liebe versprechen, aber immerhin Spaß für eine Nacht. Doch findet man auf solchen Seiten wirklich, was man sucht oder wartet dort nur die große Enttäuschung?

Die meisten Menschen sehnen sich nach Zweisamkeit und einem festen Partner. Früher oder später wenden sich viele dem Internet und diversen Flirtportalen zu, um jemanden zu finden. Doch gibt es hier wirklich eine Chance auf die große Liebe oder wird man nur abgezockt?

Schon Internetplattformen wie Facebook werden von vielen als Ort zum Kennenlernen gesehen. Man klickt sich über die Profile seiner Freunde, deren Freunde und landet irgendwann auf dem Profil einer völlig unbekannten Person, die sympathisch ist und, der man schreibt. Was hier mehr oder weniger spontan passiert, ist im Online-Dating der übliche Weg zur Verabredung.

Online Dating

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Lockmittel Frauen
Geworben wird meist mit tiefgehender wissenschaftlicher Analyse, die anhand der Interessen und des sozialen Hintergrundes, DEN perfekten Partner bestimmen soll. Ob dies allerdings der Wirklichkeit entspricht, ist zu bezweifeln. Trotz vieler Erfolgsgeschichten, mit denen die Portale Werbung machen, ist das allgemeine Bild des Online-Datings eher schlecht. Oftmals ist von Fakeprofilen die Rede und tatsächlich gibt es ein großes Arbeitsfeld für Frauen – vor allem aus Osteuropa – die auf möglichst vielen Seiten unechte Profile erstellen und so Männer anlocken sollen. Denn für diese ist die Nutzung von Flirtseiten meist nicht kostenlos.

Virtuelle Hemmungslosigkeit
Ob es an diesen Fake-Frauen liegt, dass Männer ihre kompletten Manieren zu vergessen scheinen, sobald sie auf solchen Seiten unterwegs sind? Obwohl Frauen selten einen Beitrag zahlen müssen, haben sie es auf diesen Seiten oftmals viel schwerer als Männer. Sobald man sich angemeldet hat, quillt die Nachrichtenbox über vor Meldungen. Diese sind in vielen Fällen weder seriös noch romantisch. Wer auf Liebeschwüre oder schüchterne Flirts hofft, wird von der Menge an direkten Aufforderungen zu Nacktbildern oder Sextreffen schockiert sein.

Vorteile für Homosexuelle?
Besonders in der Schwulen- und Lesbenszene sind Internetportale beliebt, um Leute kennen zu lernen. Oftmals sind aber auch diese eher auf den schnellen Spaß ausgelegt, als auf eine längerfristige Beziehung. Weshalb es manchmal zu äußert kuriosen Zwischenfällen kommt, zum Beispiel wenn man von seinem Dozenten angeschrieben wird. Panisch fragt man sich: Was für einen Einfluss hat es auf meine Note, wenn ich ihm eine dezente Abfuhr erteile? Und man stelle sich nur mal die nächste Seminarstunde vor. Ein roter Kopf wäre da vorprogrammiert.

Wieso sich Männer mit eindeutigen Interessen nicht auf diversen anderen Plattformen anmelden, die gerade diese Art der Bekanntschaft im Sinne haben, ist allerdings nicht ganz unverständlich. Ob sich dort viele Frauen tummeln ist die Frage. Für sie bietet diese Art der Kontaktsuche ein größeres Risiko. Ein Serienmörder wird nicht jeder sein, der dort angemeldet ist, aber besser ist es, trotzdem Vorsicht walten zu lassen.

Trotz allem sind es nicht alles schleimige Kröten, die sich im Internet tummeln; mancher entpuppt sich doch als der eine oder andere Prinz. Oder zumindest eine nette Bekanntschaft, mit der man gerne in Kontakt und befreundet bleibt.

(Text: Franziska Mayer / Foto Ann-Sophie R. by jugendfotos.de)
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Über den Autor

Franziska Mayer
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