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Mit dem Rad in eine reine Zukunft

Gesundheitliche Schäden durch Luftverschmutzung

Sauerstoff ist die Voraussetzung für Leben. Doch die Luft zum Atmen wird immer dünner. Die Schadstoffbelastung der Luft durch Abgase und andere Stoffe nimmt zu und getan wird dagegen erst seid kurzem etwas.

Im Bundes-Immissionsschutzgesetzt ist Luftverunreinigung als eine veränderte Zusammensetzung der Luft gekennzeichnet. Für diese Luftverschmutzung sind neben Verkehr, Industrie, Kraftwerke und Müllverbrennung auch die Landwirtschaft und der private Haushalt, durch übermäßiges Heizen, verantwortlich. Während die Luftverschmutzung durch verschiedenste Kraftwerke in den letzten Jahren stark zurückgegangen ist, hat die Belastung durch den Verkehr weiter zugenommen.

Die Luftverschmutzung ist schon für sich genommen schlimm. Doch sie hat auch fatale Folgen für die Natur. So ist das zunehmende Waldsterben der letzten Jahre unter anderem auf den Anstieg von Immissionen zurück zu führen. Aber auch für Treibhauseffekte, Ozon und eine zunehmende Gewässer- und Bodenbelastung sind steigende Immissionswerte verantwortlich.

Zahlreiche Studien belegen, dass die Luftverschmutzung gerade Kindern und alten Menschen  besonders schadet. Stickstoffdioxid schädigt nicht nur die Lunge, es beeinflusst auch das Klima nachhaltig, weil es die Ozonbildung fördert. Europäische Forscher konnten jetzt sogar mit Hilfe eines Satelliten die Hauptquellen des Abgases identifizieren: Industriezentren in Nordamerika, Europa und Asien.

Doch tatenlos zusehen erlaubt sich heute zumindest in der Öffentlichkeit fast kein Staat mehr. Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt sich seit Jahren für den Umweltschutz ein und die USA scheinen unter ihrem neuen Präsidenten Barack Obama auch einsichtiger geworden zu sein. Klimakonferenzen und Umweltgipfel sollen Abhilfe schaffen. Aber im „Kleinen“ gibt es schon lange Maßnahmen, die getroffen werden. Mit Katalysatoren für Autos, Filteranlagen für die Industrie und der Modernisierung von Heizanlagen wurde in den letzten Jahren der Schadstoffausstoß verringert. Dennoch wurde diese Verbesserung durch die Zunahme des Straßenverkehrs wieder relativiert. Also doch kein Erfolg?

Besonders deutlich wird die Gesundheitsgefährdung durch Abgase bei sogenannten „Inversionswetterlagen“. Für gewöhnlich werden die Abgase in der Luft verdünnt. Schiebt sich jedoch eine warme Luftschicht über eine am Boden liegende kalte Schicht, sammeln sich die Abgase in Bodennähe. Der dadurch entstandene „Smog“ kann zu schweren Atemwegsbeschwerden führen. Aber nicht nur die akut hohe Schadstoffbelastung bei „Smog“ ist gefährlich. Auch eine Dauerbelastung durch Abgase kann eine Schädigung der Schleimhäute und Bronchien zur Folge haben.

Resignieren muss trotzdem niemand. Jeder kann einen Beitrag dazu leisten, dass die Luft weniger belastet und damit sauberer wird: Einfach mal öfter mit dem Fahrrad oder dem Bus in die Stadt fahren und das Auto stehen lassen. Doch gerade jetzt, wo es so sommerlich warm draußen ist, sind die Straßen und Wege voll mit motivierten Radlern und Fußgängern – wer sagt’s denn?

(Text: Nina Nickoll)
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Über den Autor

Nina Nickoll
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