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“Es geht um unsere Zukunft”

5 junge politisch Engagierte im Interview – Teil 4: Isabella-Ines Ritter

Am 24. September ist es wieder einmal so weit, ganz Deutschland ist aufgerufen den nächsten Bundestag zu wählen. Unter den knapp 61,5 Millionen Wahlberechtigten sind dieses Jahr auch etwa 3 Millionen Erstwählerinnen und Erstwähler. Vor der Wahl fragt backview.eu junge Menschen, warum es besonders wichtig ist, dass sich junge Menschen für Politik interessieren und von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen Heute erklärt Isabella-Ines Ritter (24) in einem Interview mit backview.eu, was sie zur Politik brachte und was diese für sie bedeutet.

Politik, ein ganzes Leben lang

„Politik hat mich eigentlich schon mein ganzes Leben begleitet“, beginnt Isabella. Als Kind deutschstämmiger aus Rumänien hat sie schon früh den Geschichten ihrer Eltern und Großeltern gelauscht. „So konnte ich nachvollziehen, wie es ihnen in Zeiten des Kommunismus unter Nicolae Ceauceșcu ergangen ist“, meint sie weiter. Ihre Eltern haben sie in ihrem politischen Bestreben stets unterstützt, doch war es vor allem die lokale Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, die sie inspiriert und auf ihrem Weg begleitet hat.

„Für mich ist es ganz wichtig, dass Politiker egal auf welcher Ebene, trotzdem immer noch in ihrer Heimat verwurzelt sind“, beschreibt Isabella ihre Vorstellungen einer guten Politikerin. Aus diesem Grund unterstützt sie es, dass ihre beiden Landtagsabgeordneten und die Bundestagsabgeordnete immer noch im Kreistag als Kreisräte tätig sind, somit die verschiedenen politischen Ebenen, Bund, Land und Kommune verbinden. Heute ist Isabella selbst auf regionaler Eben für Rosenheim aber auch auf europäischer Eben für die überparteiliche Europaunion tätig.

Politik braucht Empathie und Engagement

Isabella Ines RitterZu den schönsten Erfahrungen, die Isabella während ihres politischen Engagements machen durfte, gehört es, im April 2017 zur Vorsitzenden der überparteilichen Europaunion in Oberbayern gewählt zu werden. Bereits zwei Wochen später durfte sie die Europaabgeordnete Prof. Dr. Angelika Niebler als ihre Mentee bei Terminen begleiten.

Leider hat Isabella nicht nur positive Erfahrungen gemacht. „Meine schrecklichste Erfahrung war und ist, dass ich leider manchmal zu gutmütig war und den falschen Leuten vertraut habe“ stellt sie fest auf die Frage nach ihren schrecklichsten Erfahrungen in der Politik. „Mache Menschen, die Politik machen“, bedauert sie; „und Berufspolitiker werden wollen, sehen nicht das Wohl der Menschen an erster Stelle, sondern wollen nur erfolgreich werden und einen Titel tragen, oder von bestimmten Vorteilen profitieren.“ Aber im Wahlkampf 2017 habe ich gelernt, dass die Stimmung an den Infoständen oder in persönlichen Gespräche immer unterschiedlich ausfallen kann und dir nichts geschenkt wird. Außerdem braucht man in manchen Fällen ein gutes Fell“, ermutigt sie dennoch sich zu politisch zu engagieren.

Ein Blick auf Deutschland 2021

Für die kommende Legislaturperiode wünscht sich Isabella vor allem eines: „dass es die AfD nicht mehr gibt und wenn diese Partei es bei der Bundestagswahl wirklich in den Bundestag schafft, sie 2021 wieder rausfliegt.“ Zudem würde sie sich ab 2021 über einen Kanzlerkandidaten mal wieder aus Bayern sehr freuen.

Politik geht alle Menschen etwas an, findet Isabella und bestärkt junge Menschen darin sich politisch zu engagieren: „Es geht um unsere Zukunft und unsere zukünftigen Kinder. Außerdem geht es um unseren derzeitigen Wohlstand und dass es uns weiterhin so gut geht. Das kann und darf uns nicht egal sein!“

Es zeigt sich, weil wählen wichtig ist und Politik politisch ist, ist jeder eingeladen, diese mit zu gestalten, sei es durch Interesse für politische Fragen oder gar Engagement in einer Partei. Egal wohin der politische Weg auch führen sollte, der erste Schritt sollte es sein sich über die Parteien zu informieren, sowie die ersten Schritte am 24. September ins Wahllokal zu gehen.

Wie die Bundestagswahlen funktionieren erklären wir gerne an dieser Stelle noch einmal:


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Über den Autor

Stephan Raab

Stephan Raab interessiert sich für Warum und die Welt: Seit 2014 gehe ich für backview.eu scheinbar alltäglichen Dingen auf den Grund, betrachte warum manches so ist wie es ist. Wenn ich nicht gerade an einer neuen Idee für einen Artikel sitze, beschäftige ich mich gerne mit Fotographie oder Fremdsprachen oder widme mich meinen Politikstudium.

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