Du bist hier: Home » Kultur » Film & Fernsehen » Ohne Tiefgang

Ohne Tiefgang

Filmkritik zu „Im Rausch der Sterne“

Am Mittwoch, 2. Dezember, gab es eine vorweihnachtliche Cinelady mit dem Film „Im Rausch der Sterne“. Im Vorfeld konnten die anwesenden Damen bei einem Glas Sekt und Lebkuchen sowie Spekulatius die neueste Maxi lesen oder sich an den Stehtischen unterhalten.

Im Saal selbst gab es wie immer eine Verlosung. Diesmal gab es neben Eintrittskarten auch ein Kochbuch von Johann Lafer.

 

Dann gab es endlich den Film, auf den so viele gewartet hatten. Leider konnte dieser die Erwartungen nicht erfüllen. Der Inhalt ist schnell erzählt: Ein Koch, der nach Jahren des Austernöffnens und der Buße, nun endlich wieder richtig arbeiten möchte, will sich im Restaurant seines Kumpels einen dritten Michelin-Stern verdienen. Nun wird ein neues Küchenteam aufgestellt, darunter auch eine alleinerziehende und durchaus talentierte Mutter, ein ehemaliger Freund und viele weitere. Es wird gekocht, gebrutzelt und vor allem gebrüllt, was das Zeug hält. Geschirr und Essen werden durch die Gegend geschmissen und von permanenten Flüchen begleitet.

Es wird heiĂźer gekocht als gegessen

Die angedeutete Romanze in „Im Rausch der Sterne“ bleibt völlig auf der Strecke und auch die Therapeutin kommt zu selten zum Zug, wobei diese noch am ehesten in ihrer Rolle ĂĽberzeugen kann.

Irgendwann klappt es natürlich mit dem Stern und dann ist der Film auch schon zu Ende. Ob die Romanze weitergeht, wie das Leben des Protagonisten weitergeht und was eigentlich die Kernaussage des Films ist, bleibt unbeantwortet. So verlässt das Publikum wohl hungrig geworden, jedoch auch leicht verstört den Saal.

Mein Fazit zu „Im Rausch der Sterne“

Bei Trailern und Werbetexten kam der Film doch ganz anders herĂĽber als er letztlich war. Es fehlte der Tiefgang, die Leichtigkeit und vor allem die Ăśberzeugungskraft der Schauspieler. Vielleicht kann man ihn sich auf dem Sofa ansehen, wenn man etwas zu essen griffbereit hat. Jedoch ist es kein Film, fĂĽr den man ins Kino gehen muss.

(Text und Zeichnung: Johanna Weyrauther)
Download PDF  Artikel drucken (PDF)

Schreibe einen neuen Kommentar

You must be logged in to post a comment.

Ăśber den Autor

Johanna Weyrauther

Johanna ist gebürtige Bambergerin, hat hier auch Diplomgermanistik studiert und ist seit 1. April 2013 selbstständig. Für backview.eu schreibt sie, ebenso wie als freie Mitarbeiterin für Bamberg Stadt & Land, Filmkritiken.

Anzahl der Artikel : 12

© back view e.V., 2007 - 2017

Scrolle zum Anfang