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Ein Tag für Piraten und solche, die es werden wollen

Aus der Reihe „Heute vor…“

Ahoy! Für alle die es noch nicht wissen, heute ist der internationale Sprich-wie-ein-Pirat-Tag. Also ihr Landratten, geht vor Anker und sperrt die Lauscher auf, und lernt das Einmalseins der Piratensprache. Und einen schönen Sprich-wie-ein-Pirat-Tag allerseits!

Alles begann im Jahr 1995, als  sich zwei junge Herren, mit bürgerlichen Namen John Baur und Mark Summers, eines Tages bei einem Raquetballspiel gegenseitig anspornten. Dabei fanden die beiden es plötzlich ungeheuer witzig, sich diese Ermunterungen im Piraten-Slang zuzurufen.  Darauf wurden diese beiden, besser bekannt unter ihren  Piratennamen Ol’ Chumbucket und Cap’n Slappy,  zu den Gründervätern des Sprich-wie-ein-Pirat-Tag, der jährlich am 19. September stattfindet.

Praktischerweise gibt es hierfür auf ihrer offiziellen Website zu diesem sympathischen “Feiertag” neben allerhand Infos über die Erfinder eine umfangreiche Piratengebrauchsanleitung. Denn natürlich muss man an einem solch wichtigen Tag auch wie ein Pirat sprechen können, um zu vermeiden, von Bord geworfen zu werden. Das vielfach anwendbare Arrr! sowie andere Piratenfloskeln werden anhand fescher Beispielssätze erklärt.

Und da natürlich auch Piraten gute Anmachsprüche brauchen, gibt es zusätzlich eine Zusammenstellung der besten Pick-up-lines für den Talk Like a Pirate Day. Die Piraten-Ladies können sich also an diesem Tag auf solch charmante Sätze wie “I’d love to drop anchor in your lagoon“ gefasst machen. Doch auch die Piratinnen wurden nicht vergessen. Unter ihren Top-Anmachsprüchen findet sich  „You. Pants Off. Now!“ auf dem ersten Platz. Das muss man sich natürlich piratisch ausgesprochen vorstellen.

Sogar die “Germans” wurde gedacht und so findet man auf der  englischsprachigen Website eine kleine Kategorie “How to talk like a pirate in german”. Für den deutschen Leser machen die englischen Erklärungen unserer Piratenwörter wohl eher durch die ungewollt witzigen Formulierungen ihren Reiz aus. (“ Bei meinem Haken would be a good curse or affirmative…”).

Wer mag, kann sich online testen, ob er wirklich das Zeug zum Piraten hat. Dafür müsst ihr solch dringliche Fragen beantworten, ob ihr nur des Goldes wegen Pirat seid oder tatsächlich die Freiheit liebt oder, ob ihr vielleicht nur vorgebt, ein waschechter Pirat zu sein, um zu verbergen, dass ihr in Wirklichkeit die größte Landratte unter der Sonne seid?

Bei alledem stellt sich wohl nur noch eine Frage, die die piratischen Gründer auch in die FAQ ihrer Homepage aufgenommen haben: “Don’t you guys have lives?” Darauf antworten die beiden sympathischen jungen Herren, dass sie ganz normale Leben führen, inklusive  seriösem Job und Familienleben. Ein bisschen Pirat steckt wohl in jedem. Grund genug, es einmal im Jahr rauszulassen.

(Text: Julia Radgen)


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Über den Autor

Julia Radgen
Ressortleiterin Gesellschaft

Julia Radgen lebt in Mainz und schreibt am liebsten über Kultur- und Gesellschaftsthemen - und interessante Menschen. Sie ist Social Media-süchtig und verzichtet nur freiwillig auf Internet und Handy, wenn sie zu einem Festival fährt. Wenn sie groß ist, will Julia mal Journalistin werden.

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