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Götzes Show und Ibras Wahnsinn

flutlicht_neuFLUTLICHT – die back view-Sportkolumne
Was hat Fußballwelt verrückt gespielt! Schwedens Starstürmer Ibrahimovic setzte im Freundschaftsspiel gegen England in der Nachspielzeit zu einem Fallrückzieher aus über 20 Metern an – und versenkte ihn. Wenige Tage später tanzt Götze zwei Spieler aus und ist schon fast der neue „Ibra“. Die zwei Showgiganten und noch viel mehr.



Tor des Jahres? Oder des Jahrzehnts? Die Superlative gingen keinem aus, „Ibras“ Wahnsinn holte mal wieder jeden aus dem Sessel. Nur die FIFA mimt den Spielverderber. In einem Anflug von deutscher Bürokratie widersprach der Fußballweltverband einer Aufnahme in den Wettbewerb ums Tor des Jahres, zu spät sei der Treffer gefallen. Denn „Ibrakadabra“ verzauberte die Fußballwelt am 14.11.2012 – genau dort war die Deadline abgelaufen, was für ein Schwachsinn!

Ähnlich im Rampenlicht – wenn auch nur auf nationaler Ebene – stand Mario Götze. Das Dortmunder Technikwunder umkurvte erst den Torwart der Fürther und ließ dann noch einen Verteidiger ins leere rutschen. Ein tolles Tor, aber das schafft Götze sicherlich noch öfters in seinem Fußballerleben. Also ruhig noch im Sessel sitzen bleiben…

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Eine Riesenchance zum dritten Titel in Folge hat Sebastian Vettel in Texas ausgelassen. Mal wieder von der Pole Position gestartet verpasste der Deutsche den Sieg in den USA und damit eine noch bessere Ausgangslage im letzten Rennen des Jahres.

Vor dem entscheidenden Grand-Prix in Sao Paolo liegt Vettel nun 13 Punkte vor Fernando Alonso, doch für das Rennen in Brasilien ist Regen angesagt – eine Spezialdisziplin Alonsos. Den Konstrukteurs-Titel hat Red Bull aber schon in der Tasche, nun soll auch die Fahrerwertung an Vettel und sein Team gehen.

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Dem Fed Cup-Triumph der Frauen ließen die Tschechischen Tennis-Herren einen Finalsieg im Davis-Cup folgen. Im letzten Spiel gegen Spanien setzte sich Radek Stepanek mit 6:4, 7:6 (7:0), 3:6, 6:3 gegen Nicolas Almagro durch. Rafael Nadal fehlte den Spaniern abermals verletzungsbedingt.

Den Titel bei den ATP-Tour-Finals, wo die acht Jahresbesten aufeinander treffen, holte sich Novak Djokovic mit einem 7:5 und 7:5 gegen Roger Federer. Der unterlegene Schweizer gratulierte nach dem Spiel gewohnt sympathisch: „Ich gratuliere Novak zu einem großartigen Jahr, zu einem großartigen Turnier und einem großartigen Match. Ich kann nicht besser spielen als heute.“

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Kabel 1 hat sich die Rechte an der Basketball Bundesliga gesichert und feierte diesen Einstand mit dem Südschlager zwischen Bayern München und Bamberg, den Bamberg mit einem 76:68-Heimerfolg für sich entscheiden konnte.

Bei „ran“ in Kabel 1 sind bis zu zehn Topspiele zu sehen, dabei konzentriert sich ProSieben-Sat1 aber vor allem auf die Spiele des FCB.  „Die Beko BBL ist eine junge und moderne Marke, die sehr gut zu ‚ran‘ passt. Die Liga hat ihre Attraktivität in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert, nicht zuletzt auch durch den FC Bayern München. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Beko BBL und den besten Basketballern Deutschlands“, so äußert sich Zeljko Karajica, Chief Operating Officer der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH.

Es bleibt abzuwarten, wie die Idee der Basketball-Übertragung einschlagen wird. Bisher nahm der Fußball in der BRD eine recht übermächtige Rolle ein.

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In der Schmuddelecke findet sich diesmal Bayer Leverkusen wieder, der Werksclub hat Stress mit der UEFA wegen Verstößen gegen die Meldepflicht für Doping-Kontrollen. Bei einer Kontrolle vor einem Jahr fehlten zwei Spieler, obwohl sie laut Meldebogen anwesend sein sollten.

Bayer 04 wurde zu einer Geldstrafe verdonnert, weil man zu spät Meldung über die Abwesenheit gab. Daher vermutet die UEFA nun einen vorsätzlichen Verstoß, wogegen die Leverkusener Verantwortlichen jetzt den Internationalen Sportgerichtshof (Cas) anrufen.

 

(Text: Jerome Kirschbaum / Foto: Benjamin Radzun, flickr.com)

 

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