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Gemeinsam für Kinder

Porträt der UNICEF-Hochschulgruppe Mannheim-Ludwigshafen

„UNICEF, ah ja, da kauft meine Oma immer an Weihnachten die Grußkarte“, mit diesem Bild hat das Kinderhilfswerk, wie auch viele andere gemeinnützige Organisationen zu kämpfen. Doch nicht nur Senioren, sondern auch Studenten engagieren sich tatkräftig für den guten Zweck – wie die UNICEF Hochschulgruppe Mannheim- Ludwigshafen beweist.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2003 bietet die Gruppe interessierter Studenten die Möglichkeit, die Arbeit des Kinderhilfswerkes der vereinten Nationen – UNICEF -tatkräftig zu unterstützen. Dazu werden unter anderem an Aktionstagen, wie dem Weltkindertag, Infostände an der Universität samt Kuchen bereitgestellt und Spenden gesammelt. Zudem wird der Arbeitsgruppe beim Verkauf der bekannten UNICEF Grußkarten auf dem Mannheimer Weihnachtsmarkt geholfen. Und die Mitglieder engagieren sich für Nachhilfe für förderungsbedürftige Kinder in Mannheim und leisten auf diese Weise selbst Hilfe vor Ort.

Die UNICEF-Hochschulgruppe Mannheim-LudwigshafenSoziales Engagement mit Spaß verbinden
„Hier in Deutschland haben wir die Möglichkeit, mit sehr einfachen Mitteln Menschen beim Aufbau eines besseren Lebens zu helfen, die in ihrem Land selbst noch nicht die nötigen Vorrausetzungen dazu haben. In der Hochschulgruppe macht das Engagement außerdem noch viel Spaß“, fasst Mirjam Chinnow, Mitglied des aktuellen Vorstandes, selbst zusammen, warum sie beschlossen hat, sich für das Kinderhilfswerk zu engagieren.

Diese Verbindung von Spaß und sozialem Engagement überzeugte auch Victoria King, ebenfalls Mitglied des Vorstandes, der UNICEF-Hochschulgruppe beizutreten. Sie war besonders „von deren freundlichen und offenen Art und sozialem Engagement beeindruckt“, als sie sich zum ersten Mal eine Sitzung anschaute. „Es ist keine ’sinnlose‘ Freizeitaktivität und dadurch, dass ich es gerne tue und es Spaß macht, eben auch nicht als Arbeit anzusehen. Eine gute Kombination!“, beschreibt auch Sonja Hamed, was die Faszination des Engagements in der UNICEF-Hochschulgruppe ausmacht.

Großevents an der Universität Mannheim
Einmal im Semester wird schließlich ein Großevent an der Universität Mannheim organisiert, deren Erlöse an ein vorher ausgewähltes UNICEF-Projekt gehen. Dazu gehört zum einen im Sommer ein großer Spendenlauf und im Winter ein Benefizkonzert. Veranstaltungen mit großem Erfolg.

So konnte die Hochschulgruppe beim diesjährigen Spendenlauf unter dem Motto „Laufend die Welt verändern“ 302 hochmotivierte Läufer auf der Mensawiese der Universität Mannheim versammeln. Dabei waren nicht nur Studenten anwesend, so drehte der jüngste Teilnehmer im Alter von 6,5 Monaten samt Kinderwagen und Vater seine Runden auf der Laufstrecke.

Für jede gelaufene Runde kamen Spenden der im Vorhinein von der Hochschulgruppe akquirierten circa 20 renommierten Partnerunternehmen dem Projekt „Schulen für Afrika“ zugute, das Kindern eine gute Grundbildung ermöglichen will. Letztendlich wurde bei dem Event eine beeindruckende Spendensumme von 9175 Euro gesammelt.

Auch in diesem Jahr war das Benefizkonzert im Arkardentheater der Universität Mannheim, welches eines von 60 Konzerten deutschlandweit zum 60-jährigen Jubiläum von UNICEF-Deutschland war, ein voller Erfolg. So folgten über 100 Zuschauern der Einladung, womit der Konzertraum gut gefüllt war, als unter dem Motto „Make Music Not War“ mit Jens Gilles und den Bands Callmeyours, Still Drift und Young vier überregional bekannte Künstler für das Projekt „Kinder im Krieg“ rockten.

Pünktlich zu Weihnachten engagiert sich die Hochschulgruppe mit dem Projekt „Glück im Schuhkarton“ für Kinder aus der Region. Dabei können Mannheimer Schuhkartons mit kleinen Geschenken befüllen, welche dann von der Hochschulgruppe an sozialen Stationen, wie in diesem Jahr unter anderem die Caritas und ein Krankenhaus verteilt werden. Ziel der Aktion ist es, dafür Sorge zu tragen, dass auch diese Kinder mindestens ein tolles Geschenk bekommen.

Fähigkeiten und Perspektiven für die eigene Zukunft
Neben der Gewissheit weltweit für Kinder etwas zu bewegen, können die Mitglieder auch eine Menge für ihren späteren Berufsweg mitnehmen. So war für Sonja Hamed besonders „die Erfahrung in einem Team zu arbeiten, mit anderen zu kommunizieren und koordinieren“ spannend und während ihrer Zeit als Vorstand lernte sie schließlich „ein Team zu leiten, Verantwortung zu tragen und richtiges Zeitmanagement“. Letztlich erlebte sie auf diese Weise aus erster Hand, „was ehrenamtliche Arbeit und Projektarbeit“ mit sich bringen.

Diese Erfahrungen begeistern einige Mitglieder so weit, dass ehrenamtliches Engagement auch nach dem Ende ihres Studiums noch ein Teil ihres Lebens sein soll oder sogar die Arbeit für einen gemeinnützigen Zweck zu einer spannenden Berufsperspektive wird.

„Auch nach dem Studium wäre ich gerne für eine NGO tätig“, so Mirjam Chinnow. Für Sonja Hamed steht ebenfalls fest: „Vor allem nach der Erfahrung in der Hochschulgruppe gehört ehrenamtliches Engagement für mich jetzt einfach dazu. Ich hoffe, das ist auch später noch mit dem Arbeitsleben vereinbar.“

(Text: Maximilian Stenger, Foto: UNICEF-Hochschulgruppe Mannheim-Ludwigshafen)

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Über den Autor

Maximilian Stenger
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