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Geld regiert die Welt

Der Teufel hat das Geld gemacht, um uns zu zerstören

Überall auf unserem Globus werden GĂŒter gegen Geld oder Waren getauscht. FrĂŒher waren es noch reale TauschgeschĂ€fte, in denen wir bestimmten, was unser Tauschmittel ist und welchen Wert es hat. Geld regiert die Welt. Doch die Frage ist doch: Wieso?

Wir sind zur Zeit 7,32 Milliarden Menschen auf unserem Planeten und verteilen uns auf sieben Kontinente, wobei Asien knapp 60 Prozent der Erdbevölkerung beherbergt. Der Rest verteilt sich mit circa zehn Prozent auf Europa, neun Prozent auf Lateinamerika und die Karibik. Satte 15 Prozent hĂ€lt Afrika und grade mal sechs Prozent leben in Nordamerika, Australien und auf den restlichen Inseln. Bis auf einen verschwindend geringen Anteil der Erdbevölkerung verwenden alle die „Erfindung Geld“ und akzeptieren, ohne zu hinterfragen, dessen Wertigkeit.

Geld regiert die Welt

Jeder ist seines GlĂŒckes Schmied?

Geld regiert die Welt – das war aber nicht schon immer so! Da es schon immer schlaue und leider auch viele dumme Menschen gab, wurde eine Bewertung der Tauschwaren eingefĂŒhrt, um Streitigkeiten ĂŒber den Wert der Tauschwaren zu schlichten.

So gab es zum Beispiel fĂŒr ein Schwein zwei Sack Korn, oder fĂŒr ein Sack gemahlenes Korn ein paar lederne Schuhe. Hier konnte sich nun ein jeder HĂ€ndler auf die festgelegten Werte berufen und brauchte nicht mehr das Geschick des gewitzten und redegewandten VerkĂ€ufers oder KĂ€ufers. Das lautstarke Feilschen, zum Beispiel auf den orientalischen MĂ€rkten, ĂŒberlebte als traditionelles Relikt alter Zeiten und lĂ€sst in der heutigen Zeit das befreiende GefĂŒhl der Mitbestimmung aufkommen.

Warum akzeptieren wir Geld?

Da, wo die Menschen nun die Bewertung der Waren akzeptierten, wurden auch fiktive Zahlungsmittel, wie zum Beispiel in China die Reis-WĂ€hrung, als legitimes Tauschmittel eingefĂŒhrt. Die erste Anordnung ein spezielles Tauschmittel zur Bewertung aller Waren zu statuieren.

Es wurde zum Beispiel bestimmt, welche Menge Reis, welchen materiellen Gegenwert besaß. In anderen Teilen der Erde wurde der Warenhandel mit seltenen Muscheln abgeschlossen. Wichtig war aber immer, dass das bewertende Tauschmittel entweder selten oder sehr schwer zu beschaffen war.

Somit wurde fĂŒr Regionen, die keine oder wenig Gold- oder Silberadern als BodenschĂ€tze ausweisen konnten, Gold und Silber zur WĂ€hrung. Auch Edelsteine waren Teil dieser alten Zahlungsmittel. Silber wurde fĂŒr weniger wertvolle Waren, und Gold fĂŒr eher hochwertige Waren als Tauschmittel akzeptiert.

Geld regiert die Welt

Genau hier fing der erste Betrug an, denn Gold und Silber wurden gepantscht. Wissende konnten im Schmelzprozess Zinn und Kupfer mit einmischen, was den eigentlichen Gold- und Silberanteil stark reduzierte und nur von Experten erkannt wurde. Unwissende, die das nicht erkannten, waren die Leidtragenden, wenn sie mit dem „Falsch-Gold“ bezahlen wollten und erwischt wurden. Schnell hatte man seinen Ruf als fairer HĂ€ndler, oder redlicher Kunde verloren.

Auch die KriminalitĂ€t, in Form des Taschendiebstahls, nahm zu, da nicht jeder das Anrecht auf eigenen Besitz hatte. Der Beginn der gesellschaftlichen Spaltung, in Arm und Reich, war durch die EinfĂŒhrung des Geldes als einziges Zahlungsmittel programmiert. Es kam zwangslĂ€ufig dazu: Geld regiert die Welt.

Die eigentliche Ware und der Sinn des eigentlichen TauschgeschĂ€ftes, rĂŒckte immer weiter in den Hintergrund. Die Gier nach dem leicht zu transportierenden Tauschmittel Gold und Silber, wurde immer grĂ¶ĂŸer, denn wer sein Hab und Gut derart komprimiert bei sich tragen konnte, war nicht nur reich, sondern galt auch als mĂ€chtig.

Machtinstrument oder Tauschmittel?

Um den Reinheitswert des Goldes und Silbers zu gewĂ€hren, wurden MĂŒnzen geprĂ€gt. Das Gold oder Silber wurde in gleiche Gewichtseinheiten gegossen und gerne dem Konterfei des Herstellers geprĂ€gt, um sich selber ein Denkmal seiner Macht zu setzten.

So wurde aus BodenschĂ€tzen, die nicht jedem zugĂ€nglich waren, Zahlungsmittel fĂŒr Waren, die noch gar nicht produziert waren. Daraus resultierte dann auch das Streben nach dem Besitztum von Land, dem man neben edlen Erzen auch oberirdisch ErtrĂ€ge durch Ernten abringen konnte. Diese wurden dann wiederum auf den offenen MĂ€rkten gegen Gold getauscht. SpĂ€testens jetzt war es so weit: Geld regiert die Welt.

„Macht Euch die Erde untertan“ (Genesis 1, 28)

Heute gibt es leider kein StĂŒck Land mehr, dass nicht bereits irgend Jemanden gehört. Selbst wenn wir es schaffen Land zu kaufen, gehört uns noch nicht einmal das, was im Boden vergraben ist. Auf alles, was wir auf diesem Land anbauen oder erbauen, mĂŒssen wir Steuern und Abgaben zahlen. Schon allein die Tatsache, dass man Land besitzt, verpflichtet uns Grundsteuern zu zahlen, die zum Erhalt des Status Landbesitzer nötig sind.
Der Witz ist doch, dass wir nie EigentĂŒmer von Land werden können, sondern nur Besitzer; sogenannter Nutzer von Grund und Boden. Philosophisch betrachtet ist das sicher korrekt, und wirtschaftlich betrachtet eigentlich die perfekte Ausbeute aller Ressourcen, inklusive der Schaffenskraft der Besitzer. Bleibt noch die Frage: „Wer ist eigentlich der EigentĂŒmer des Landes auf dem wir leben?“

Ist Geld sein Geld wert?

Nichts außer dem Tauschmittel Geld selber, sofern man es geschafft hat durch Arbeitskraft oder schlauen Handel welches zu erwirtschaften, hat so viel Wert wie das Geld selbst.

Einzig die Maßeinheit Gold, die zugrunde gelegt wurde, um unser Geld zu bewerten, könnte mit dem Geld gleichgesetzt werden. Doch schon wer Gold kauft, muss darauf Steuern zahlen und erhĂ€lt somit weniger Gold als das Geld an Goldwert besitzt. Wer Gold hat und dieses verkaufen will, bekommt weniger Geld dafĂŒr als das Gold an Geldwert besitzt, da auch hier die zu zahlende Steuern den Kauf von Gold „bestrafen“.

Buchgeld ist was fĂŒr Buchmacher

Ebenso wurde auch das Buchgeld erfunden, welches dem ehemaligen Besitzer von MĂŒnzgeld, welches er der Bank aushĂ€ndigte, dem persönlichen Konto als Kapital gutgeschrieben wurde. DafĂŒr, dass er sein Bargeld der Bank fĂŒr GeldgeschĂ€fte „auslieh“, wurde er mit ZinsertrĂ€gen belohnt, welche ihm als fiktives Kapital auf sein Konto eingetragen wurden. So wuchs das Buchgeld, ohne dass der EigentĂŒmer des eigentlichen MĂŒnzgeldes etwas dafĂŒr tun musste.

Die Bank wiederum, konnte das eingenommene reale MĂŒnzgeld an einen Dritten auszahlen, der dann auf seinem persönlichen Konto den Betrag als Schuld eingetragen bekam. Hinzu kamen die zu zahlenden LeihgebĂŒhren (Zinsen), welche die Schuld weiter erhöhten. Die durch die Bank erhobenen Schuldzinsen, welche nur zum Teil an den vorerst Einzahlenden ausgeschĂŒttet wurden, mehrten das Kapital der Bank.
Somit wurde angeblich Jedem in seiner Gier geholfen, doch der lachende Dritte war immer die Bank, die als Mittler der Transaktionen, ohne Eigenkapital Gewinne herausschlug. Dieses System hat sich bis heute gehalten, wodurch die Banken und Reichen immer reicher, und die Borgenden immer Àrmer werden.

Womit bezahlen wir in Zukunft unsere Gier nach Geld?

Um dem wertlosen Geldersatz (Papiergeld und BlechmĂŒnzen) einen Wert zuzuschreiben, wurden die realen Goldwerte in die uneinnehmbaren Schatzkammern der LĂ€nder verschlossen. Nur so viel Geldersatz, wie an Goldwert in diesen Schatzkammern lagert, durfte geprĂ€gt und gedruckt werden.

Wer aufgepasst hat, muss sich jetzt fragen wo der Gegenwert in Gold fĂŒr die Zinsen sind. Nehmen wir mal an, rein buchhalterisch, mit Soll und Haben hĂ€tten wir eine Auflösung der Zinsgewinne und Zinsschulden der Bankkunden aufgerechnet, bleibt noch der Bankgewinn aus dem Zinsunterschied ĂŒbrig.

Dieser Betrag ist ein Geldwert, der nicht mit Gold aufgewogen werden kann, da kein reales Gold dafĂŒr vorhanden ist!

Das bedeutet, dass neben dem Bargeld viel mehr Buchgeld existiert, als Gold und Silber in den Schatzkammern der Welt liegen. Um diese Wertedifferenz zu dem eingelagerten Gold auszugleichen haben sich die Banken eigentĂŒmerlosen Grund und Boden ĂŒberschrieben und haben diesem Land einen entsprechenden Wert zugemessen. Somit haben die Banken ihren fiktiven Zinseinnahmen einen realen Wert zugeordnet. Da fragt man sich, wem gehörte das Land eigentlich vorher?

Genesis 1, 28 – macht Euch das Land untertan?

Wer macht die ganzen Schulden?

Nun haben nicht nur die Banken mit ihren Zinsgewinnen ihr Kapital erwirtschaftet, sondern auch die sogenannten BuchhĂ€ndler, die zusammen mit den Banken GeschĂ€ftsideen fĂŒr die Maximierung von ZinsertrĂ€gen erdenken und an der Börse verkaufen.

Es werden immer wieder Gelder verliehen, die in der Regel gar nicht zurĂŒckgezahlt werden können, da weder die Wirtschaftskraft noch die Wertigkeit real sind. Wenn diese Blasen der Geldwirtschaft platzen, wird dem Schuldner sein gesamtes Hab und Gut genommen. ZusĂ€tzlich wird ihm ein Schuldbetrag in sein Finanz-Buch (Konto) eingeschrieben, welches er nun sein Leben lang abzuzahlen hat. Eine finanzielle und wirtschaftliche Versklavung durch die Bank!

Platzen zu viele dieser Blasen, kann es zu einem Börsen-Crash kommen, der letztlich nur Vorteile fĂŒr die Bank hat. Es werden immer mehr Menschen finanziell und wirtschaftlich versklavt und die entgangenen Gewinne aus diesen geplatzten GeschĂ€ften schreibt sich die Bank „fiktiv“ gut. Hierdurch wird die Bank im „Buchwert“ immer wertvoller.

Mittlerweile hat unsere Gesellschaft mehrere Börsen-Crashs hinter sich, doch nur der kleine Mann hat das perfide System der Geldwirtschaft noch immer nicht durchschaut. Die AbhÀngigkeit und die tief verwurzelte Gier nach Geld lÀsst jeden Verstand und logischen Gedanken absterben.

Ist eine Zukunft ohne Geld ĂŒberhaupt denkbar?

Da die Goldreserven nichts mehr mit dem Gegenwert des Geldes gemein haben, wollen die Banken das Bargeld abschaffen. Tauschhandel kann nicht mehr betrieben werden, da die Menschen keine eigene Produktion, noch eigene Wirtschaft besitzen und ĂŒber Jahrhunderte von der produzierenden Industrie und deren Handel abhĂ€ngig geworden sind.

Hierdurch werden die ohnehin finanziell schwachen und bereits wirtschaftlich versklavten Menschen in die letzte Zwangsjacke genommen.

99 Prozent der Menschheit wird nur von dem verbleibenden ein Prozent finanziell sowie wirtschaftlich ausgenutzt und beherrscht. Armut ist kein Ausnahmezustand, sondern fĂŒr viele von uns, gelebter Standard. Rein rechnerisch wird jedes Kind das geboren wird, mit einer Schuldenlast bedacht, die es nie in seinem Leben abzahlen kann.

Fiktion oder mögliche RealitÀt?

Bald wird das reine Buchgeld nur noch mit Arbeitskraft aufgewogen, weil es kein Bargeld mehr geben wird. Der Mensch darf nicht mehr als Individuum mit eigenem Willen existieren, sondern muss dem Bankensystem als Produktionseinheit dienen, oder sterben.

Keine schönen Aussichten, es sei denn wir schaffen es noch, den Kreislauf des schnöden Mammon zu unterbinden und eine parallele erstrebenswerte Zukunft aufzubauen. Eine Zukunft, in der Geld weniger bis keine Bedeutung mehr hat und die Werte der gemeinsamen Ziele einer Weltbevölkerung, im Vordergrund stehen. Eine Welt in der es nicht mehr heißt: Geld regiert die Welt.

(Foto: Frauke Dicker by jugendfotos.de)
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