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Feuer frei für den Theoretiker der Verschwörung

Kommentar zum Tod von Benazir Bhutto

„Es ist wie damals, als Prinzessin Diana starb – ich werde mich immer daran erinnern, was ich an dem Tage gemacht habe, als Benazir Bhutto starb“, sagte Afzar Khan, ein gläubiger Moslem, beim Gebet für die ermordete Oppositionspolitikerin in einer Moschee in Birmingham. Und genau wie beim Tod Dianas oder beim Anschlag auf die Twin-Towers in New York wird es wohl nicht gelingen, die wahren Hintergründe des Todes der pakistanischen Oppositionspolitikerin einwandfrei zu ermitteln, geschweige denn an das Licht der Öffentlichkeit zu bringen.

Genau wie „9/11“ wird der gewaltsame Tod Bhuttos weitreichende Folgen haben und die Region vom Irak bis nach Bangladesh weiter destabilisieren. Schon in den ersten Stunden nach ihrem Tod wurden Verdächtigungen, angebliche Bekenntnisse und verschiedenste Todesursachen veröffentlicht. Diese zu wiederholen, ob Kopfschuss oder nicht, ob Taliban, Al-Quaida oder pakistanischer Geheimdienst, ist bei dem Durcheinander an Informationen hinfällig.

Ein Feuerwerk an Verschwörungstheorien in Büchern, Weblogs, Internet-Filmen und Zeitschriften wird folgen, vielleicht Ängste schüren und auf jeden Fall seinen Beitrag zur Destabilisierung leisten.

(Text: Martin Böcker)
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