backview.eu http://backview.eu Online Journalismus von jungen Medienmachern Tue, 10 Jan 2017 10:47:58 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.8 Die SPD und die Bundestagswahl 2017http://backview.eu/spd-bundestagswahl-2017/ http://backview.eu/spd-bundestagswahl-2017/#comments Tue, 10 Jan 2017 10:42:42 +0000 http://backview.eu/?p=26063 SPD Bundestagswahl 2017

Johanna Uekermann ist Bundesvorsitzende der Jusos. Egal, ob man nur ein „Uekermann-Ultra“ (ja, die gibt es wirklich) oder ein kategorischer Gegner der 29-Jährigen ist – sie verkörpert unbestreitbar Attribute, welche der SPD guttun und welche nicht allzu oft in der ältesten Partei Deutschlands zu finden sind. Sie ist jung, weiblich und hat keine Angst, die eigene Parteiführung und Missstände auch öffentlich anzusprechen. Unvergessen ihre „4-„ für Sigmar Gabriel im November 2015.[divide]
Nun könnte man denken, ihr Landesverband Bayern ist über diese prominente Persönlichkeit in den eigenen Reihen erfreut und macht sich die überregionale Bekanntheit Uekermanns zu Nutzen. Stattdessen wurde sie beim Listenparteitag am vergangenen Samstag auf einen beinahe aussichtlosen 26. Platz gewählt. Uekermann machte am nächsten Tag ihrem Ärger mit einem ziemlich deutlichen Facebook-Post Luft. Die Jusos Bayern zogen nach und überdenken die Zusammenarbeit mit der BayernSPD.

Landeschef Florian Pronold blieb ebenfalls beschädigt zurück. Er hatte nach langen Diskussionen im Landesvorstand den Vorschlag durchgesetzt, Uekermann wenigstens auf den halbwegs aussichtsreichen 22. Platz zu setzen – die Delegierten ignorierten den Wunsch des Landesvorstands. Schönes neues Jahr nach Bayern, das kann ja heiter werden 2017.
SPD Bundestagswahl 2017

Die Alten machen für die Jungen die Politik

Sicher, einige argumentieren nun, das war eine demokratische Abstimmung, Niederlagen gehören dazu. Hinzukommt, dass die über-medial-präsente Uekermann mindestens so viele Gegner wie Freunde hat. Ihr öffentlicher Vorstoß, eventuell durch eine Kampfkandidatur den vierten Listenplatz gegen eine beliebte Bundestagsabgeordnete zu erobern, war ebenfalls kein Sympathieträger.

Doch all dies lenkt von Problemen ab, die nicht nur die bayrische SPD betreffen. Die Genossen und Genossinnen scheinen nicht begriffen zu haben, dass man noch so viel über Politik für junge Leute sprechen kann – wenn man nicht wenigstens ein paar junge Leute in die Politik lässt, nimmt einem das keiner ab. In der nächsten Legislaturperiode stehen elementare Entscheidungen – so sich denn eine entscheidungsfähige und entscheidungsfreudige Regierung findet – auf dem Programm, welche vor allem die kommenden Generationen betrifft. Die Rente, der Klimawandel und seine Folgen, die Zukunft Europas.

In diesem Sinne, kann man es sich leisten, die Bundesvorsitzende des eigenen Nachwuchses mit dem Argument der „Regionalproporz“ auflaufen zu lassen?

Auf der Landesliste der BayernSPD kommt auf Listenplatz 20 die erste Person unter Dreißig. Die SPD in Hamburg – heute eine der letzten sozialdemokratischen Hochburgen – hat auf ihren zwölf Listenplätzen ein aktives Mitglied der Jusos – an Nummer 11.

Die SPD geht hier einen sehr gefährlichen Weg. Denn die Partei heizt den „Generationenkonflikt“ in den eigenen Reihen an. Alteingesessene Mitglieder wollen ihre sicheren Listenplätze für den Bundestag nicht hergeben. Sie sehen eine Art Vorzugsrecht vor den „Neuen“. So aber findet sich für keine Partei Nachwuchs, welcher Lust hat, Zeit und Energie zu investieren.

Um es klarzustellen: die allermeisten engagierten Menschen, ob jung oder alt, sind nicht auf eine politische Karriere aus. Doch wollen auch sie das Gefühl, dass man sie und ihre Interesse ernst nimmt. Mit solchen Listenparteitagen, wo hinter verschlossenen Türen gemauschelt und gemeutert wird, fühlen sich viele wütend zurückgelassen.

Wo soll da der politische Nachwuchs herkommen?

Das Bild, welches die Partei dabei nach außen trägt, ist – vor allem beim jüngeren Publikum – ein ziemlich schlechtes. Denn es entsteht der Eindruck, dass wer sich engagiert, zwar gerne mithelfen darf, aber bitte ohne Ansprüche zu stellen. Da wundert es nicht, dass immer weniger junge Menschen in Parteien mitmachen.

Im Fall Uekermann kommt noch ein weiterer Punkt hinzu. Denn hier kann man sich des Gefühls nicht erwehren, dass die Niederbayerin auch aufgrund ihrer oftmals kritischen Haltung zur Parteispitze und Bundestagsfraktion „abgestraft“ wurde. Das ist fatal, befindet sich der Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel von der Beliebtheit her doch in etwa zwischen dem immer noch nicht abgestiegenen HSV und dem halbjährlichen Zahnarztbesuch. Wenn die Menschen nun noch das Gefühl bekommen, seine internen Kritiker werden klein gemacht, wird es schwierig, Gründe für ein Kreuz bei der SPD zu machen.
Zumal Uekermann durchaus für eine alternative – linkere – Rolle der Sozialdemokraten steht. Sie ist eine erklärte Unterstützerin von rot-rot-grün, einer Erhöhung des Mindestlohnes oder einer Vermögenssteuer.

So stellt sich die Frage, was möchte die SPD für die Zukunft? Ein weiter so mit eingesessenen Leuten und ein paar wenigen jungen Karrieremenschen, die ihre geplante politische Laufbahn als Poster über dem Bett hängen haben – auch als „Netzwerker“ bezeichnet. Oder lieber doch mal was Neues wagen? Einen neuen Schwung und neue Ansätze. Nicht immer nur sagen, wir wollen Politik für die kommenden Generationen machen. Sondern diese einbeziehen, beispielsweise durch eine U30-Quote für die kommenden Listenwahlen.

Dieses Wochenende aber fügt sich passend in den bisherigen gesamten Vorwahlkampf-Auftritt der Partei. Erstmals seit lange ist Angela Merkel angreifbar. Und was machen die Sozialdemokraten? „Rent a Sozi“, die unsägliche K-Frage und jetzt die Demontage der Juso-Chefin. Man bekommt beinahe den Eintrug, die SPD tut alles, damit die Bundeskanzlerin sich keine Sorgen über Weihnachten machen muss.
Es wird spannend, wie die Sozialdemokraten im neuen Jahr loslegen. Nach den bisherigen Auftritten kann es eigentlich nur besser werden.

(Foto: Christopher Jonck by jugendfotos.de)

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SPD Bundestagswahl 2017

Johanna Uekermann ist Bundesvorsitzende der Jusos. Egal, ob man nur ein „Uekermann-Ultra“ (ja, die gibt es wirklich) oder ein kategorischer Gegner der 29-Jährigen ist – sie verkörpert unbestreitbar Attribute, welche der SPD guttun und welche nicht allzu oft in der ältesten Partei Deutschlands zu finden sind. Sie ist jung, weiblich und hat keine Angst, die eigene Parteiführung und Missstände auch öffentlich anzusprechen. Unvergessen ihre „4-„ für Sigmar Gabriel im November 2015.[divide] Nun könnte man denken, ihr Landesverband Bayern ist über diese prominente Persönlichkeit in den eigenen Reihen erfreut und macht sich die überregionale Bekanntheit Uekermanns zu Nutzen. Stattdessen wurde sie beim Listenparteitag am vergangenen Samstag auf einen beinahe aussichtlosen 26. Platz gewählt. Uekermann machte am nächsten Tag ihrem Ärger mit einem ziemlich deutlichen Facebook-Post Luft. Die Jusos Bayern zogen nach und überdenken die Zusammenarbeit mit der BayernSPD.Landeschef Florian Pronold blieb ebenfalls beschädigt zurück. Er hatte nach langen Diskussionen im Landesvorstand den Vorschlag durchgesetzt, Uekermann wenigstens auf den halbwegs aussichtsreichen 22. Platz zu setzen – die Delegierten ignorierten den Wunsch des Landesvorstands. Schönes neues Jahr nach Bayern, das kann ja heiter werden 2017. SPD Bundestagswahl 2017

Die Alten machen für die Jungen die Politik

Sicher, einige argumentieren nun, das war eine demokratische Abstimmung, Niederlagen gehören dazu. Hinzukommt, dass die über-medial-präsente Uekermann mindestens so viele Gegner wie Freunde hat. Ihr öffentlicher Vorstoß, eventuell durch eine Kampfkandidatur den vierten Listenplatz gegen eine beliebte Bundestagsabgeordnete zu erobern, war ebenfalls kein Sympathieträger.Doch all dies lenkt von Problemen ab, die nicht nur die bayrische SPD betreffen. Die Genossen und Genossinnen scheinen nicht begriffen zu haben, dass man noch so viel über Politik für junge Leute sprechen kann – wenn man nicht wenigstens ein paar junge Leute in die Politik lässt, nimmt einem das keiner ab. In der nächsten Legislaturperiode stehen elementare Entscheidungen – so sich denn eine entscheidungsfähige und entscheidungsfreudige Regierung findet – auf dem Programm, welche vor allem die kommenden Generationen betrifft. Die Rente, der Klimawandel und seine Folgen, die Zukunft Europas.In diesem Sinne, kann man es sich leisten, die Bundesvorsitzende des eigenen Nachwuchses mit dem Argument der „Regionalproporz“ auflaufen zu lassen?Auf der Landesliste der BayernSPD kommt auf Listenplatz 20 die erste Person unter Dreißig. Die SPD in Hamburg – heute eine der letzten sozialdemokratischen Hochburgen – hat auf ihren zwölf Listenplätzen ein aktives Mitglied der Jusos – an Nummer 11.Die SPD geht hier einen sehr gefährlichen Weg. Denn die Partei heizt den „Generationenkonflikt“ in den eigenen Reihen an. Alteingesessene Mitglieder wollen ihre sicheren Listenplätze für den Bundestag nicht hergeben. Sie sehen eine Art Vorzugsrecht vor den „Neuen“. So aber findet sich für keine Partei Nachwuchs, welcher Lust hat, Zeit und Energie zu investieren.Um es klarzustellen: die allermeisten engagierten Menschen, ob jung oder alt, sind nicht auf eine politische Karriere aus. Doch wollen auch sie das Gefühl, dass man sie und ihre Interesse ernst nimmt. Mit solchen Listenparteitagen, wo hinter verschlossenen Türen gemauschelt und gemeutert wird, fühlen sich viele wütend zurückgelassen.

Wo soll da der politische Nachwuchs herkommen?

Das Bild, welches die Partei dabei nach außen trägt, ist – vor allem beim jüngeren Publikum – ein ziemlich schlechtes. Denn es entsteht der Eindruck, dass wer sich engagiert, zwar gerne mithelfen darf, aber bitte ohne Ansprüche zu stellen. Da wundert es nicht, dass immer weniger junge Menschen in Parteien mitmachen.Im Fall Uekermann kommt noch ein weiterer Punkt hinzu. Denn hier kann man sich des Gefühls nicht erwehren, dass die Niederbayerin auch aufgrund ihrer oftmals kritischen Haltung zur Parteispitze und Bundestagsfraktion „abgestraft“ wurde. Das ist fatal, befindet sich der Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel von der Beliebtheit her doch in etwa zwischen dem immer noch nicht abgestiegenen HSV und dem halbjährlichen Zahnarztbesuch. Wenn die Menschen nun noch das Gefühl bekommen, seine internen Kritiker werden klein gemacht, wird es schwierig, Gründe für ein Kreuz bei der SPD zu machen. Zumal Uekermann durchaus für eine alternative – linkere – Rolle der Sozialdemokraten steht. Sie ist eine erklärte Unterstützerin von rot-rot-grün, einer Erhöhung des Mindestlohnes oder einer Vermögenssteuer.So stellt sich die Frage, was möchte die SPD für die Zukunft? Ein weiter so mit eingesessenen Leuten und ein paar wenigen jungen Karrieremenschen, die ihre geplante politische Laufbahn als Poster über dem Bett hängen haben – auch als „Netzwerker“ bezeichnet. Oder lieber doch mal was Neues wagen? Einen neuen Schwung und neue Ansätze. Nicht immer nur sagen, wir wollen Politik für die kommenden Generationen machen. Sondern diese einbeziehen, beispielsweise durch eine U30-Quote für die kommenden Listenwahlen.Dieses Wochenende aber fügt sich passend in den bisherigen gesamten Vorwahlkampf-Auftritt der Partei. Erstmals seit lange ist Angela Merkel angreifbar. Und was machen die Sozialdemokraten? „Rent a Sozi“, die unsägliche K-Frage und jetzt die Demontage der Juso-Chefin. Man bekommt beinahe den Eintrug, die SPD tut alles, damit die Bundeskanzlerin sich keine Sorgen über Weihnachten machen muss. Es wird spannend, wie die Sozialdemokraten im neuen Jahr loslegen. Nach den bisherigen Auftritten kann es eigentlich nur besser werden.(Foto: Christopher Jonck by jugendfotos.de)

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Mit Virtual Reality wieder Kind seinhttp://backview.eu/mit-virtual-reality-wieder-kind-sein/ http://backview.eu/mit-virtual-reality-wieder-kind-sein/#comments Sun, 08 Jan 2017 11:30:35 +0000 http://backview.eu/?p=26058 Virtual Reality Bar vrei

Technischer Fortschritt hält immer wieder Überraschungen für uns bereit. Eine davon ist Virtual Reality, die unsere Wirklichkeit um Vieles bereichern kann. Wie es ist, tatsächlich in digitale Welt einzutauchen, habe ich kürzlich ausprobiert in der Virtual Reality Bar frei in Wien.[divide]

Virtual Reality Bar vreiMitten in der Wiener Innenstadt findet sich zwischen grauen Gassen die Virtual Reality Bar vrei. Eingetreten können wir uns über ein Tablet mit Namen und E-Mailadresse registrieren und uns für verschiedene Angebote anmelden. Achterbahn fahren, Früchte zerschlagen oder im Traumwagen über eine Rennstrecke jagen – Virtual Reality lässt das wirkliche Drumherum für einige Zeit vergessen.

Natürlich sind wir drei Mädels nicht die Einzigen, die sich für diese verlockende, neue Technik interessieren. Mit einem gratis Startguthaben von 20 Coins, die Währung dieser futuristisch anmutenden Geschäftsidee, kann jeder kostenlos Erfahrungen im virtuellen Raum sammeln. 20 Coins haben einen Wert von acht Euro. Neugierig beobachten wir die Menschen beim Ausprobieren, zwei junge Männer erklären bereitwillig wie die Geräte funktionieren und schmunzeln bei den erstaunten, begeisterten Reaktionen. Als auch ich nach meiner Wartezeit mit Virtual Reality in die Unterwasserwelt eintauchen darf, fühl ich mich wirklich wie im Wasser. Fischschwärme und Quallen begegnen mir und das Seegras wiegt sich im Meeresstrom. Mit Kopfhörer, Brille und zwei Geräten für die Hände, mit denen ich meine virtuelle Welt steuern kann, fühl ich mich ein wenig wie ein kleines Kind im Sandkasten.

Höflich werde ich in die gemütliche Atmosphäre von vrei zurückgeholt, meine Zeit in der Unterwasserwelt ist vorerst zu Ende. Doch Virtual Reality hat mich überzeugt: Eindrucksvoll können verschiedenste Situationen simuliert werden und die eigene Person ist mitten im Geschehen, kann sie sogar beeinflussen. Wie spielerisch beim Autofahren über die weite Straße in enge Kurven hinein oder beim Zerschlagen von Früchten, die durch die Luft fliegen.

Virtual Reality Bar vrei

Mit der Samsung Gear VR unterwegs

Die Bombe tickt und ich muss meinen beiden Freundinnen genau zuhören. Ich habe die Samsung Gear VR aufgesetzt und soll Aufgaben lösen um die Bombe zu entschärfen. Wie das gehen soll, verraten mir die Beiden, die aufgeregt neben mir sitzen und durch die Anleitung blättern. Danach wechseln wir die Rolle und amüsieren uns über den Gesichtsausdruck jener, die gerade die Brille auf der Nase hat.

„Ist alles gut bei dir?“, fragt mich plötzlich einer von der Bar. Überrascht nehme ich die Brille ab, anscheinend hatte ich seltsame Grimassen gezogen. Da war auch nämlich gerade ein Dinosaurier bei mir im lichtdurchfluteten Wald und hat mir seine riesige Schnauze entgegengestreckt.

(Fotos: vrei)

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Virtual Reality Bar vrei

Technischer Fortschritt hält immer wieder Überraschungen für uns bereit. Eine davon ist Virtual Reality, die unsere Wirklichkeit um Vieles bereichern kann. Wie es ist, tatsächlich in digitale Welt einzutauchen, habe ich kürzlich ausprobiert in der Virtual Reality Bar frei in Wien.[divide] Virtual Reality Bar vreiMitten in der Wiener Innenstadt findet sich zwischen grauen Gassen die Virtual Reality Bar vrei. Eingetreten können wir uns über ein Tablet mit Namen und E-Mailadresse registrieren und uns für verschiedene Angebote anmelden. Achterbahn fahren, Früchte zerschlagen oder im Traumwagen über eine Rennstrecke jagen – Virtual Reality lässt das wirkliche Drumherum für einige Zeit vergessen.Natürlich sind wir drei Mädels nicht die Einzigen, die sich für diese verlockende, neue Technik interessieren. Mit einem gratis Startguthaben von 20 Coins, die Währung dieser futuristisch anmutenden Geschäftsidee, kann jeder kostenlos Erfahrungen im virtuellen Raum sammeln. 20 Coins haben einen Wert von acht Euro. Neugierig beobachten wir die Menschen beim Ausprobieren, zwei junge Männer erklären bereitwillig wie die Geräte funktionieren und schmunzeln bei den erstaunten, begeisterten Reaktionen. Als auch ich nach meiner Wartezeit mit Virtual Reality in die Unterwasserwelt eintauchen darf, fühl ich mich wirklich wie im Wasser. Fischschwärme und Quallen begegnen mir und das Seegras wiegt sich im Meeresstrom. Mit Kopfhörer, Brille und zwei Geräten für die Hände, mit denen ich meine virtuelle Welt steuern kann, fühl ich mich ein wenig wie ein kleines Kind im Sandkasten.Höflich werde ich in die gemütliche Atmosphäre von vrei zurückgeholt, meine Zeit in der Unterwasserwelt ist vorerst zu Ende. Doch Virtual Reality hat mich überzeugt: Eindrucksvoll können verschiedenste Situationen simuliert werden und die eigene Person ist mitten im Geschehen, kann sie sogar beeinflussen. Wie spielerisch beim Autofahren über die weite Straße in enge Kurven hinein oder beim Zerschlagen von Früchten, die durch die Luft fliegen.

Virtual Reality Bar vrei

Mit der Samsung Gear VR unterwegsDie Bombe tickt und ich muss meinen beiden Freundinnen genau zuhören. Ich habe die Samsung Gear VR aufgesetzt und soll Aufgaben lösen um die Bombe zu entschärfen. Wie das gehen soll, verraten mir die Beiden, die aufgeregt neben mir sitzen und durch die Anleitung blättern. Danach wechseln wir die Rolle und amüsieren uns über den Gesichtsausdruck jener, die gerade die Brille auf der Nase hat.„Ist alles gut bei dir?“, fragt mich plötzlich einer von der Bar. Überrascht nehme ich die Brille ab, anscheinend hatte ich seltsame Grimassen gezogen. Da war auch nämlich gerade ein Dinosaurier bei mir im lichtdurchfluteten Wald und hat mir seine riesige Schnauze entgegengestreckt.(Fotos: vrei)

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WEIHNACHTENhttp://backview.eu/weihnachten/ http://backview.eu/weihnachten/#comments Fri, 16 Dec 2016 16:25:14 +0000 http://backview.eu/?p=26018 Weihnachten Titelthema backview.eu

Weihnachten Titelthema backview.eu

Zur besinnlichen Jahreszeit haben wir einen bunten und voll gepackten Themenschwerpunkt für euch!

Weihnachten weltweitWie feiert die Welt Weihnachten?, Stephan Raab hat in acht Nationen nachgefragt:

Ein Stern ist aufgegangen. Wie jedes Jahr werden auch dieses Jahr wieder Menschen auf der ganzen Welt das Weihnachtsfest feiern. Aber wie begehen verschiedene Konfessionen und Regionen diese besondere Zeit? Stephan Raab hat Menschen aus aller Welt gefragt. Gemeinsam machen wir eine weihnachtliche Reise um die Welt.

WeihnachtswerbungAnna Luther stellt uns ihre 3 besten Werbeclips zu Weihnachten 2016 vor:

Sie kennen uns, wissen was diese Zeit so besonders macht: Werbeclips vermitteln in wenigen Sekunden Gefühle von Geborgenheit und Harmonie. Große Unternehmen – ob LIDL, Apple oder IKEA – sind sich wie jedes Jahr nicht zu schade, kurz vor Festschmaus und Familiendrama eine Portion Weihnachtszauber zu liefern.

Weihnachten in AustralienZu Besuch an Weihnachten in Australien war Jana Bohlmann:

Die Weihnachtszeit ist die Zeit, in der es am frühen Nachmittag zu dämmern beginnt, es draußen kalt ist und man gemütliche Abende zu Hause vor dem Kamin verbringt. Man beginnt, Weihnachtsplätzchen zu backen, Kerzen anzuzünden und besucht zumindest einen der etlichen Weihnachtsmärkte um sich dort mit einer heißen Tasse Glühwein aufzuwärmen. Auf der anderen Seite der Welt sieht es ganz anders aus. Dort ist Sommer und dort ist es heiß.

Weihnachten in der BibelSophie-Isabel Gunderlach gibt uns einen biblischen Blick auf das Weihnachtsfest:

Weihnachten ist das Fest der Familie. Die Verwandtschaft kommt zusammen, es wird gegessen, gesungen, man lässt es sich gut gehen. Für die meisten Menschen macht dies die Besonderheit der Feiertage aus. Doch was ist eigentlich der biblische Hintergrund? Was feiern die Christen an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen? „Die Geburt Christie“ – dass bekommen die Meisten wohl auch nach drei Tassen Glühwein noch zusammen. Der folgende Text soll einen etwas genaueren Blick auf den christlichen Ursprung der besinnlichen Tage werfen.

Weihnachten in SüdafrikaUlrike Botha ist in Südafrika geboren und erklärt, wie dort Weihnachten gefeiert wird:

Wir fahren dort nicht nur auf der falschen Straßenseite, sondern auch die Jahreszeit scheint vollkommen verkehrt. Über das Weihnachtsfest in Südafrika.

Weihnachtsmärkte in StraßburgWusstest du, wo die europäische Weihnachtshauptstadt liegt? Es ist Straßburg. Jana Bohlmann stellt uns die 10 unterschiedlichen Weihnachtsmärkte in Straßburg vor:

Straßburg ist eine mittelgroße Stadt im Osten Frankreichs an der Grenze zu Deutschland. Den meisten ist die Stadt ein Begriff. Sie macht aber keine Schlagzeilen. Die Stadt fällt nicht auf. Dabei gibt es doch viel, weswegen sie auffallen sollte. Die wenigsten Menschen wissen zum Beispiel, dass Straßburg die europäische Weihnachtshauptstadt ist. Straßburg lebt Weihnachten und hat sich den Titel der Weihnachtshauptstadt redlich verdient.

Kalorien WeihnachtenIn einem weiteren Artikel kommentiert Jana Bohlmann, warum an Weihnachten unsere Hosen aufplatzen:

Die Vorweihnachtszeit beginnt logischerweise Ende November mit dem Anzünden der ersten Adventskerze. Genaugenommen beginnt sie aber eigentlich mit dem Verkauf von Lebkuchen. Denn ein weihnachtlicheres Gebäck als Lebkuchen, wird man nicht finden. Die Vorweihnachtszeit beginnt also im August. Genau dann, wenn die Schulferien zu Ende gehen. Denn dann findet man zum ersten Mal das heißgeliebte Schokogebäck in den Regalen der deutschen Discounter.

Brot WeihnachtenSchließlich blickt Stephan Raab auf die Kulturgeschichte des Brotes:

Vom Frühstück bis zum Abendbrot, es ist unser tägliches Brot. Jeder Deutsche verzehrt im Schnitt bis zu 80 Kilogramm davon im Jahr. Aber bis dahin ist es eine lange Geschichte. Das Museum der Brotkultur zu Ulm hat den Tisch gedeckt und lädt ein, diese Geschichte zu erleben.

 

(Foto: Julia Vogt by jugendfotos.de)

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Weihnachten Titelthema backview.eu

Weihnachten Titelthema backview.euZur besinnlichen Jahreszeit haben wir einen bunten und voll gepackten Themenschwerpunkt für euch!Weihnachten weltweitWie feiert die Welt Weihnachten?, Stephan Raab hat in acht Nationen nachgefragt:
Ein Stern ist aufgegangen. Wie jedes Jahr werden auch dieses Jahr wieder Menschen auf der ganzen Welt das Weihnachtsfest feiern. Aber wie begehen verschiedene Konfessionen und Regionen diese besondere Zeit? Stephan Raab hat Menschen aus aller Welt gefragt. Gemeinsam machen wir eine weihnachtliche Reise um die Welt.
WeihnachtswerbungAnna Luther stellt uns ihre 3 besten Werbeclips zu Weihnachten 2016 vor:
Sie kennen uns, wissen was diese Zeit so besonders macht: Werbeclips vermitteln in wenigen Sekunden Gefühle von Geborgenheit und Harmonie. Große Unternehmen – ob LIDL, Apple oder IKEA – sind sich wie jedes Jahr nicht zu schade, kurz vor Festschmaus und Familiendrama eine Portion Weihnachtszauber zu liefern.
Weihnachten in AustralienZu Besuch an Weihnachten in Australien war Jana Bohlmann:
Die Weihnachtszeit ist die Zeit, in der es am frühen Nachmittag zu dämmern beginnt, es draußen kalt ist und man gemütliche Abende zu Hause vor dem Kamin verbringt. Man beginnt, Weihnachtsplätzchen zu backen, Kerzen anzuzünden und besucht zumindest einen der etlichen Weihnachtsmärkte um sich dort mit einer heißen Tasse Glühwein aufzuwärmen. Auf der anderen Seite der Welt sieht es ganz anders aus. Dort ist Sommer und dort ist es heiß.
Weihnachten in der BibelSophie-Isabel Gunderlach gibt uns einen biblischen Blick auf das Weihnachtsfest:
Weihnachten ist das Fest der Familie. Die Verwandtschaft kommt zusammen, es wird gegessen, gesungen, man lässt es sich gut gehen. Für die meisten Menschen macht dies die Besonderheit der Feiertage aus. Doch was ist eigentlich der biblische Hintergrund? Was feiern die Christen an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen? „Die Geburt Christie“ – dass bekommen die Meisten wohl auch nach drei Tassen Glühwein noch zusammen. Der folgende Text soll einen etwas genaueren Blick auf den christlichen Ursprung der besinnlichen Tage werfen.
Weihnachten in SüdafrikaUlrike Botha ist in Südafrika geboren und erklärt, wie dort Weihnachten gefeiert wird:
Wir fahren dort nicht nur auf der falschen Straßenseite, sondern auch die Jahreszeit scheint vollkommen verkehrt. Über das Weihnachtsfest in Südafrika.
Weihnachtsmärkte in StraßburgWusstest du, wo die europäische Weihnachtshauptstadt liegt? Es ist Straßburg. Jana Bohlmann stellt uns die 10 unterschiedlichen Weihnachtsmärkte in Straßburg vor:
Straßburg ist eine mittelgroße Stadt im Osten Frankreichs an der Grenze zu Deutschland. Den meisten ist die Stadt ein Begriff. Sie macht aber keine Schlagzeilen. Die Stadt fällt nicht auf. Dabei gibt es doch viel, weswegen sie auffallen sollte. Die wenigsten Menschen wissen zum Beispiel, dass Straßburg die europäische Weihnachtshauptstadt ist. Straßburg lebt Weihnachten und hat sich den Titel der Weihnachtshauptstadt redlich verdient.
Kalorien WeihnachtenIn einem weiteren Artikel kommentiert Jana Bohlmann, warum an Weihnachten unsere Hosen aufplatzen:
Die Vorweihnachtszeit beginnt logischerweise Ende November mit dem Anzünden der ersten Adventskerze. Genaugenommen beginnt sie aber eigentlich mit dem Verkauf von Lebkuchen. Denn ein weihnachtlicheres Gebäck als Lebkuchen, wird man nicht finden. Die Vorweihnachtszeit beginnt also im August. Genau dann, wenn die Schulferien zu Ende gehen. Denn dann findet man zum ersten Mal das heißgeliebte Schokogebäck in den Regalen der deutschen Discounter.
Brot WeihnachtenSchließlich blickt Stephan Raab auf die Kulturgeschichte des Brotes:
Vom Frühstück bis zum Abendbrot, es ist unser tägliches Brot. Jeder Deutsche verzehrt im Schnitt bis zu 80 Kilogramm davon im Jahr. Aber bis dahin ist es eine lange Geschichte. Das Museum der Brotkultur zu Ulm hat den Tisch gedeckt und lädt ein, diese Geschichte zu erleben.
 (Foto: Julia Vogt by jugendfotos.de)

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Wie feiert die Welt Weihnachten?http://backview.eu/wie-feiert-die-welt-weihnachten/ http://backview.eu/wie-feiert-die-welt-weihnachten/#comments Fri, 16 Dec 2016 16:10:57 +0000 http://backview.eu/?p=26038 Weihnachten weltweit

Ein Stern ist aufgegangen. Wie jedes Jahr werden auch dieses Jahr wieder Menschen auf der ganzen Welt das Weihnachtsfest feiern. Aber wie begehen verschiedene Konfessionen und Regionen diese besondere Zeit? Stephan Raab hat Menschen aus aller Welt gefragt. Gemeinsam machen wir eine weihnachtliche Reise um die Welt.[divide]

backview.eu hat acht Menschen aus Ägypten, Tunesien, Pakistan, Peru, Russland, Israel, Italien und Deutschland gefragt:

  • Was verbindest du mit Weihnachten?
  • Was ist das besondere an Weihnachten in ....?
  • Was wünschst du dir zu Weihnachten?

Weihnachten weltweit

EDWARD IST KOPTE AUS KAIRO, ÄGYPTEN

1. Was verbindest du mit Weihnachten?

Für mich ist Weihnachten ein heiliges Fest, da es uns an die Geburt Jesu Christi erinnert.

2. Was ist das besondere an Weihnachten in Ägypten?

Weihnachten in Ägypten ist vollkommen anders als es in Europa üblich ist. Normalerweise feiern wir Weihnachten in der Kirche. Draußen auf der Straße feiern wir nicht, es gibt auch keine Weihnachtsbäume draußen. Hier sind wir eine verfolgte Gruppe auch wenn wir 10% der Bevölkerung ausmachen. Unsere Kirchen sind regelmäßig von Anschlägen bedroht.

3. Was wünschst du dir zu Weihnachten?

Zu Weihnachten wünsche ich mir vor allem, dass Ägypten wieder ein sicheres und friedliches Land wird, wie es einmal war.

[divide]

RAOUF IST MOSLEM AUS BIZERTE, TUNESIEN

1. Was verbindest du mit Weihnachten?

Für mich persönlich ist Weihnachten genauso wichtig geworden, wie für jeden anderen auch, da ich eine Familie habe. Bei uns wird ähnlich wie überall mit Geschenken gefeiert. Meine Schwiegereltern kommen und wir kochen zusammen.

2. Was ist das besondere an Weihnachten in Tunesien?

In Tunesien hat Weihnachten keine Bedeutung, da 99 Prozent der Bevölkerung Muslime sind. Hier feiern wir eher Silvester, aber auch nicht alle.

3. Was wünschst du dir zu Weihnachten?

Zu Weihnachten wünsche ich mir, dass die Familie gesund bleibt.

[divide]

MATEEULLAH IST MUSLIM AUS QUETA, PAKISTAN

1. Was verbindest du mit Weihnachten?

Weihnachten hier in Deutschland ist für mich einfach
ein Anlass Zeit mit Freunden zu verbringen.

2. Was ist das besondere an Weihnachten in Pakistan?

In Pakistan spielt Weihnachten kaum eine Rolle, da über 97 Prozent der Menschen Muslime sind. Aber es gibt eine kleine Minderheit, die Weihnachten ähnlich wie in Europa feiert.

3. Was wünschst du dir zu Weihnachten?

Zu Weihnachten wünsche ich jedem Liebe und Frieden.

[divide]

SEBASTIAN IST CHRIST AUS LIMA, PERU

1. Was verbindest du mit Weihnachten?

Als ich klein war bedeutet Weihnachten für mich natürlich tolle Geschenke. Aber jetzt, da ich allein in Deutschland lebe, bedeutet Weihnachten Familie, da ich an diesen Feiertagen viel an meine Familie und Kindheit denke.

2. Was ist das besondere an Weihnachten in Peru?

Weihnachten hat in jeder Stadt Perus verschiedene Bedeutungen. Was aber überall sehr besonders ist, dass wir im Sommer feiern, Pute essen, kleine Weihnachtskrippen aufbauen und um Mitternacht Feuerwerke anzünden.

3. Was wünschst du dir zu Weihnachten?

Ich wünsche mir, dass es meiner Familie und Freunden gut geht, ein paar gute Bücher und das Wunder, dass ich Latein endlich bestehe.

[divide]

OLEG KOZLOV AUS RUSSLAND

1. Was verbindest du mit Weihnachten?

Weihnachten gehört für mich und meine Familie zu den wichtigsten Daten des Jahres.

2. Was ist das besondere an Weihnachten in Russland?

In Russland feiert die Russisch-Orthodoxe Kirche Weihnachten am 6. Januar. Ich kann mich gut an die Fernsehübertragungen aus der Ende der 1990er wiederaufgebauten Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau erinnern. Zwar hält man in Russland aus der sowjetischen Tradition her Silvester für das wichtigste Fest, aber die Bedeutung der Weihnachtsfeier scheint gegenwärtig zu wachsen und sich als unmittelbarer Teil der russischen Identität wieder zu festigen.

Ich und meine Familie feiern Weihnachten seit dem Umzug 2008 gleich zwei mal: am 25. Dezember und am 6. Januar. Während meiner Studienzeit in Konstanz am Bodensee habe ich vor Ort diese alte schöne Tradition kennengelernt und innerlich angenommen. Wir sind zwar ursprünglich Russisch-Orthodoxe Christen aus Moskau, sehen und fühlen uns als Christen und ziehen keine innerkonfesionellen Grenzen. Wir glauben an Gott, nicht an die Kirche.

3. Was wünschst du dir zu Weihnachten?

Weihnachten ist, im Unterschied zum Silvester, ein ruhiges Fest, das man gern im Kreise der Familie feiert. Dabei spielen die Geschenke aus materieller Sicht keine Rolle. Am wichtigsten ist es, dass man wieder zusammentrifft. So wünscht man sich zur Weihnachten Ruhe, Seligkeit und inneren Frieden am meisten.

[divide]

LINA IST MUSLIM AUS JERUSALEM, ISRAEL

1. Was verbindest du mit Weihnachten?

Weihnachten ist eine religiöse Feier der Christen, die Geburt Jesu zu feiern.

2. Was ist das besondere an Weihnachten in Israel?

Was Weihnachten hier einzigartig macht, das ist, es wird in Bethlehem gefeiert, der Ort an dem Jesus geboren wurde. Menschen aus aller Welt kommen hierher um zu feiern.

3. Was wünschst du dir zu Weihnachten?

Zu Weihnachten wünsche ich mir, das Menschen ihre Vorurteile aufgeben, die sie über andere Kulturen und Länder haben, sowie das sie verschiedenen Kulturen und Ländern mit mehr Offenheit begegnen.

[divide]

EMMA IST CHRISTIN AUS ROM, ITALIEN

1. Was verbindest du mit Weihnachten?

Seitdem ich erwachsen bin, da hat sich Weihnachten sehr verändert, vor allem da ich nicht mehr an den Weihnachtsmann glaube und man immer geschäftig unterwegs ist. Mir erscheint Weihnachten sehr stark mit Konsum verbunden zu sein. Aber diese Zeit bedeutet für mich auch,;- schön wäre es das ganze Jahr- zusammen zu sein. Trotzdem für mich ist Weihnachten ein Zauber, eine Zeit des Wartens, mit den Liebsten zusammen zu sein und den 25. Dezember als einen fröhlichen, festlichen Tag gemeinsam zu feiern. Dabei zählen auch die kleinen Dinge, einfach mal die Sorgen vergessen zumindest für einen Tag und einfach gemeinsam fröhlich sein.

2. Was ist das besondere an Weihnachten in Italien?

Zugegebenermaßen ist es schon einige Zeit her, dass ich mit dem Geist von Weihnachten das verbinde, was ich damit verbunden habe, als ich klein war. Als Kind kann man die Zeit kaum abwarten bis Weihnachten, bis man die Geschenke aufmachen darf und natürlich die Weihnachtsferien. In der Schule haben die Lehrer immer eine Aufgabe, ob Weihnachtsbaum, Krippe oder einen Weihnachtsstern. Ach ja auch die üblichen Weihnachtslieder „Tu scendi dalle stelle“ „Astro del ciel“ und viele andere oder Weihnachtsgedichte.

3. Was wünschst du dir zu Weihnachten?

Zu Weihnachten wünsche ich mir keine materiellen Geschenke, sondern nur etwas Ruhe für mich, meine Familie und alle die mir nahe stehen, einfach etwas gutes und positives im Leben aller.

[divide]

ANDREAS IST KATHOLISCHER THEOLOGIESTUDENT AUS MÜNCHEN, DEUTSCHLAND

1. Was bedeutet Weihnachten für dich?

Weihnachten bedeutet für mich, dass Gott den Menschen ganz angenommen hat.

2. Was ist das Besondere an Weihnachten in Bayern?

In Bayern wird traditionell gefeiert mit Christmette.

3. Was wünschst du dir zu Weihnachten?

Ich wünsche mir vor allem persönliches Wachstum.

 

(Foto: Chanda Windisch by jugendfotos.de)

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Weihnachten weltweit

Ein Stern ist aufgegangen. Wie jedes Jahr werden auch dieses Jahr wieder Menschen auf der ganzen Welt das Weihnachtsfest feiern. Aber wie begehen verschiedene Konfessionen und Regionen diese besondere Zeit? Stephan Raab hat Menschen aus aller Welt gefragt. Gemeinsam machen wir eine weihnachtliche Reise um die Welt.[divide]backview.eu hat acht Menschen aus Ägypten, Tunesien, Pakistan, Peru, Russland, Israel, Italien und Deutschland gefragt:
  • Was verbindest du mit Weihnachten?
  • Was ist das besondere an Weihnachten in ....?
  • Was wünschst du dir zu Weihnachten?

Weihnachten weltweit

EDWARD IST KOPTE AUS KAIRO, ÄGYPTEN1. Was verbindest du mit Weihnachten?Für mich ist Weihnachten ein heiliges Fest, da es uns an die Geburt Jesu Christi erinnert.2. Was ist das besondere an Weihnachten in Ägypten?Weihnachten in Ägypten ist vollkommen anders als es in Europa üblich ist. Normalerweise feiern wir Weihnachten in der Kirche. Draußen auf der Straße feiern wir nicht, es gibt auch keine Weihnachtsbäume draußen. Hier sind wir eine verfolgte Gruppe auch wenn wir 10% der Bevölkerung ausmachen. Unsere Kirchen sind regelmäßig von Anschlägen bedroht.3. Was wünschst du dir zu Weihnachten?Zu Weihnachten wünsche ich mir vor allem, dass Ägypten wieder ein sicheres und friedliches Land wird, wie es einmal war.[divide]RAOUF IST MOSLEM AUS BIZERTE, TUNESIEN1. Was verbindest du mit Weihnachten?Für mich persönlich ist Weihnachten genauso wichtig geworden, wie für jeden anderen auch, da ich eine Familie habe. Bei uns wird ähnlich wie überall mit Geschenken gefeiert. Meine Schwiegereltern kommen und wir kochen zusammen.2. Was ist das besondere an Weihnachten in Tunesien?In Tunesien hat Weihnachten keine Bedeutung, da 99 Prozent der Bevölkerung Muslime sind. Hier feiern wir eher Silvester, aber auch nicht alle.3. Was wünschst du dir zu Weihnachten?Zu Weihnachten wünsche ich mir, dass die Familie gesund bleibt.[divide]MATEEULLAH IST MUSLIM AUS QUETA, PAKISTAN1. Was verbindest du mit Weihnachten?Weihnachten hier in Deutschland ist für mich einfach ein Anlass Zeit mit Freunden zu verbringen.2. Was ist das besondere an Weihnachten in Pakistan?In Pakistan spielt Weihnachten kaum eine Rolle, da über 97 Prozent der Menschen Muslime sind. Aber es gibt eine kleine Minderheit, die Weihnachten ähnlich wie in Europa feiert.3. Was wünschst du dir zu Weihnachten?Zu Weihnachten wünsche ich jedem Liebe und Frieden.[divide]SEBASTIAN IST CHRIST AUS LIMA, PERU1. Was verbindest du mit Weihnachten?Als ich klein war bedeutet Weihnachten für mich natürlich tolle Geschenke. Aber jetzt, da ich allein in Deutschland lebe, bedeutet Weihnachten Familie, da ich an diesen Feiertagen viel an meine Familie und Kindheit denke.2. Was ist das besondere an Weihnachten in Peru?Weihnachten hat in jeder Stadt Perus verschiedene Bedeutungen. Was aber überall sehr besonders ist, dass wir im Sommer feiern, Pute essen, kleine Weihnachtskrippen aufbauen und um Mitternacht Feuerwerke anzünden.3. Was wünschst du dir zu Weihnachten?Ich wünsche mir, dass es meiner Familie und Freunden gut geht, ein paar gute Bücher und das Wunder, dass ich Latein endlich bestehe.[divide]OLEG KOZLOV AUS RUSSLAND1. Was verbindest du mit Weihnachten?Weihnachten gehört für mich und meine Familie zu den wichtigsten Daten des Jahres.2. Was ist das besondere an Weihnachten in Russland?In Russland feiert die Russisch-Orthodoxe Kirche Weihnachten am 6. Januar. Ich kann mich gut an die Fernsehübertragungen aus der Ende der 1990er wiederaufgebauten Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau erinnern. Zwar hält man in Russland aus der sowjetischen Tradition her Silvester für das wichtigste Fest, aber die Bedeutung der Weihnachtsfeier scheint gegenwärtig zu wachsen und sich als unmittelbarer Teil der russischen Identität wieder zu festigen.Ich und meine Familie feiern Weihnachten seit dem Umzug 2008 gleich zwei mal: am 25. Dezember und am 6. Januar. Während meiner Studienzeit in Konstanz am Bodensee habe ich vor Ort diese alte schöne Tradition kennengelernt und innerlich angenommen. Wir sind zwar ursprünglich Russisch-Orthodoxe Christen aus Moskau, sehen und fühlen uns als Christen und ziehen keine innerkonfesionellen Grenzen. Wir glauben an Gott, nicht an die Kirche.3. Was wünschst du dir zu Weihnachten?Weihnachten ist, im Unterschied zum Silvester, ein ruhiges Fest, das man gern im Kreise der Familie feiert. Dabei spielen die Geschenke aus materieller Sicht keine Rolle. Am wichtigsten ist es, dass man wieder zusammentrifft. So wünscht man sich zur Weihnachten Ruhe, Seligkeit und inneren Frieden am meisten.[divide]LINA IST MUSLIM AUS JERUSALEM, ISRAEL1. Was verbindest du mit Weihnachten?Weihnachten ist eine religiöse Feier der Christen, die Geburt Jesu zu feiern.2. Was ist das besondere an Weihnachten in Israel?Was Weihnachten hier einzigartig macht, das ist, es wird in Bethlehem gefeiert, der Ort an dem Jesus geboren wurde. Menschen aus aller Welt kommen hierher um zu feiern.3. Was wünschst du dir zu Weihnachten?Zu Weihnachten wünsche ich mir, das Menschen ihre Vorurteile aufgeben, die sie über andere Kulturen und Länder haben, sowie das sie verschiedenen Kulturen und Ländern mit mehr Offenheit begegnen.[divide]EMMA IST CHRISTIN AUS ROM, ITALIEN1. Was verbindest du mit Weihnachten?Seitdem ich erwachsen bin, da hat sich Weihnachten sehr verändert, vor allem da ich nicht mehr an den Weihnachtsmann glaube und man immer geschäftig unterwegs ist. Mir erscheint Weihnachten sehr stark mit Konsum verbunden zu sein. Aber diese Zeit bedeutet für mich auch,;- schön wäre es das ganze Jahr- zusammen zu sein. Trotzdem für mich ist Weihnachten ein Zauber, eine Zeit des Wartens, mit den Liebsten zusammen zu sein und den 25. Dezember als einen fröhlichen, festlichen Tag gemeinsam zu feiern. Dabei zählen auch die kleinen Dinge, einfach mal die Sorgen vergessen zumindest für einen Tag und einfach gemeinsam fröhlich sein.2. Was ist das besondere an Weihnachten in Italien?Zugegebenermaßen ist es schon einige Zeit her, dass ich mit dem Geist von Weihnachten das verbinde, was ich damit verbunden habe, als ich klein war. Als Kind kann man die Zeit kaum abwarten bis Weihnachten, bis man die Geschenke aufmachen darf und natürlich die Weihnachtsferien. In der Schule haben die Lehrer immer eine Aufgabe, ob Weihnachtsbaum, Krippe oder einen Weihnachtsstern. Ach ja auch die üblichen Weihnachtslieder „Tu scendi dalle stelle“ „Astro del ciel“ und viele andere oder Weihnachtsgedichte.3. Was wünschst du dir zu Weihnachten?Zu Weihnachten wünsche ich mir keine materiellen Geschenke, sondern nur etwas Ruhe für mich, meine Familie und alle die mir nahe stehen, einfach etwas gutes und positives im Leben aller.[divide]ANDREAS IST KATHOLISCHER THEOLOGIESTUDENT AUS MÜNCHEN, DEUTSCHLAND1. Was bedeutet Weihnachten für dich?Weihnachten bedeutet für mich, dass Gott den Menschen ganz angenommen hat.2. Was ist das Besondere an Weihnachten in Bayern?In Bayern wird traditionell gefeiert mit Christmette.3. Was wünschst du dir zu Weihnachten?Ich wünsche mir vor allem persönliches Wachstum. (Foto: Chanda Windisch by jugendfotos.de)

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Heiß, heißer, Weihnachten in Australien!http://backview.eu/weihnachten-in-australien/ http://backview.eu/weihnachten-in-australien/#comments Fri, 16 Dec 2016 16:09:07 +0000 http://backview.eu/?p=26006 Weihnachten in Australien

Die Weihnachtszeit ist die Zeit, in der es am frühen Nachmittag zu dämmern beginnt, es draußen kalt ist und man gemütliche Abende zu Hause vor dem Kamin verbringt. Man beginnt, Weihnachtsplätzchen zu backen, Kerzen anzuzünden und besucht zumindest einen der etlichen Weihnachtsmärkte um sich dort mit einer heißen Tasse Glühwein aufzuwärmen. Auf der anderen Seite der Welt sieht es ganz anders aus. Dort ist Sommer und dort ist es heiß.[divide]

Weihnachten fällt in Australien auf einen der heißesten Monate überhaupt. Im ganzen Land schießen die Temperaturen in die Höhe und der Großteil der Bevölkerung pilgert zum Strand. Bei durchschnittlichen 30 Grad denkt niemand an romantische Abende vor dem Kaminfeuer. Ganz im Gegenteil. Hier versucht man eher der Hitze zu entkommen, sei es eben am Strand oder in den etwas kühleren Gebirgen wie zum Beispiel den Blue Mountains. Lust auf Lebkuchen oder anderes weihnachtliches Gebäck rufen die Temperaturen nicht hervor. Aber trotzdem liegen auch hier die Supermärkte voll davon. Von Schokoladenweihnachtsmännern gefüllt mit Marshmallows bis hin zu traditionellen Weihnachtspuddings ist alles zu finden.

Weihnachten in Australien

Unterschiede: Weihnachten in Australien und in Deutschland

Alles was Weihnachten in unseren Breitengraden ausmacht, gibt es in Australien auch, aber irgendwie passt es da nicht so hin, mitten in den Sommer. Trotzdem wird Weihnachten down under natürlich gefeiert und ganz so anders wie man es sich vielleicht vorstellt, ist es gar nicht. Ja, es ist heiß und man kommt nicht so richtig in Stimmung, aber die Unterschiede zum europäischen Weihnachtsfest sind, abgesehen von den Temperaturen, gar nicht mal so groß.

Genau wie bei uns werden in Australien in der Vorweihnachtszeit die Straßen, Häuser und Einkaufszentren festlich geschmückt. Die Dekoration ist dem amerikanischen Weihnachtsschmuck zum größten Teil sehr ähnlich und viele illuminieren mit Hunderten von Lichterketten ihre Wohnungen und Häuser.

Dennoch merkt man, dass man in Australien ist: An den Weihnachtsbäume hängen nicht nur die typischen Weihnachtskugeln, Engel und Glöckchen, sondern man findet zum Beispiel auch Muscheln, Seesterne oder surfende Weihnachtsmänner. Auch auf die Weihnachtsmärkte wird hier nicht verzichtet. Man schleppt sich in der brütenden Hitze gut und gerne mal auf verschiedene Veranstaltungen in der Hoffnung etwas mehr in Weihnachtsstimmung zu kommen. Auf den meisten Märkten gibt es sogar Glühwein und andere Leckereien zu kaufen.

Australische Bescherung

Das eigentliche Weihnachtsfest und die Bescherung finden auf dem roten Kontinent aber nicht am 24.12 abends statt, sondern am 25.12 früh morgens. Diese Tradition wurde von den Engländern nach Australien gebracht und wurde bis heute beibehalten. Im Anschluss an die Bescherung gibt es ein großes Weihnachtsessen, das traditionell aus einem Putenbraten und Plumpudding besteht. Familie und Freunde kommen im Laufe des Tages vorbei, um gemeinsam zu feiern. Auch verbringen viele den Tag am Strand und bauen da ihr eigenes kleines Weihnachtsbuffet auf. Aufblasbare Weihnachtsbäume sind dort auch keine Seltenheit. Weihnachten kann ja schließlich auch am Strand gefeiert werden und das ist dann wirklich was ganz Besonderes.

Allen in allem ist das australische Weihnachtsfest dem unseren also gar nicht mal so fern. Und Weihnachten mal im Bikini am Strand verbringen, faul in der Sonne liegen und sich im Meer abkühlen, klingt ja gar nicht mal so schlecht. Da könnte man ja schon fast auf die Weihnachtsstimmung, die in den kälteren Breitengraden so leicht aufkommt, einfach mal verzichten.

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Weihnachten in Australien

Die Weihnachtszeit ist die Zeit, in der es am frühen Nachmittag zu dämmern beginnt, es draußen kalt ist und man gemütliche Abende zu Hause vor dem Kamin verbringt. Man beginnt, Weihnachtsplätzchen zu backen, Kerzen anzuzünden und besucht zumindest einen der etlichen Weihnachtsmärkte um sich dort mit einer heißen Tasse Glühwein aufzuwärmen. Auf der anderen Seite der Welt sieht es ganz anders aus. Dort ist Sommer und dort ist es heiß.[divide]Weihnachten fällt in Australien auf einen der heißesten Monate überhaupt. Im ganzen Land schießen die Temperaturen in die Höhe und der Großteil der Bevölkerung pilgert zum Strand. Bei durchschnittlichen 30 Grad denkt niemand an romantische Abende vor dem Kaminfeuer. Ganz im Gegenteil. Hier versucht man eher der Hitze zu entkommen, sei es eben am Strand oder in den etwas kühleren Gebirgen wie zum Beispiel den Blue Mountains. Lust auf Lebkuchen oder anderes weihnachtliches Gebäck rufen die Temperaturen nicht hervor. Aber trotzdem liegen auch hier die Supermärkte voll davon. Von Schokoladenweihnachtsmännern gefüllt mit Marshmallows bis hin zu traditionellen Weihnachtspuddings ist alles zu finden.Weihnachten in Australien

Unterschiede: Weihnachten in Australien und in Deutschland

Alles was Weihnachten in unseren Breitengraden ausmacht, gibt es in Australien auch, aber irgendwie passt es da nicht so hin, mitten in den Sommer. Trotzdem wird Weihnachten down under natürlich gefeiert und ganz so anders wie man es sich vielleicht vorstellt, ist es gar nicht. Ja, es ist heiß und man kommt nicht so richtig in Stimmung, aber die Unterschiede zum europäischen Weihnachtsfest sind, abgesehen von den Temperaturen, gar nicht mal so groß.Genau wie bei uns werden in Australien in der Vorweihnachtszeit die Straßen, Häuser und Einkaufszentren festlich geschmückt. Die Dekoration ist dem amerikanischen Weihnachtsschmuck zum größten Teil sehr ähnlich und viele illuminieren mit Hunderten von Lichterketten ihre Wohnungen und Häuser.Dennoch merkt man, dass man in Australien ist: An den Weihnachtsbäume hängen nicht nur die typischen Weihnachtskugeln, Engel und Glöckchen, sondern man findet zum Beispiel auch Muscheln, Seesterne oder surfende Weihnachtsmänner. Auch auf die Weihnachtsmärkte wird hier nicht verzichtet. Man schleppt sich in der brütenden Hitze gut und gerne mal auf verschiedene Veranstaltungen in der Hoffnung etwas mehr in Weihnachtsstimmung zu kommen. Auf den meisten Märkten gibt es sogar Glühwein und andere Leckereien zu kaufen.

Australische Bescherung

Das eigentliche Weihnachtsfest und die Bescherung finden auf dem roten Kontinent aber nicht am 24.12 abends statt, sondern am 25.12 früh morgens. Diese Tradition wurde von den Engländern nach Australien gebracht und wurde bis heute beibehalten. Im Anschluss an die Bescherung gibt es ein großes Weihnachtsessen, das traditionell aus einem Putenbraten und Plumpudding besteht. Familie und Freunde kommen im Laufe des Tages vorbei, um gemeinsam zu feiern. Auch verbringen viele den Tag am Strand und bauen da ihr eigenes kleines Weihnachtsbuffet auf. Aufblasbare Weihnachtsbäume sind dort auch keine Seltenheit. Weihnachten kann ja schließlich auch am Strand gefeiert werden und das ist dann wirklich was ganz Besonderes.Allen in allem ist das australische Weihnachtsfest dem unseren also gar nicht mal so fern. Und Weihnachten mal im Bikini am Strand verbringen, faul in der Sonne liegen und sich im Meer abkühlen, klingt ja gar nicht mal so schlecht. Da könnte man ja schon fast auf die Weihnachtsstimmung, die in den kälteren Breitengraden so leicht aufkommt, einfach mal verzichten.

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Weihnachtsmärkte in Straßburghttp://backview.eu/weihnachtsmaerkte-in-strassburg/ http://backview.eu/weihnachtsmaerkte-in-strassburg/#comments Fri, 16 Dec 2016 16:07:04 +0000 http://backview.eu/?p=26009 Weihnachtsmärkte in Straßburg

Straßburg ist eine mittelgroße Stadt im Osten Frankreichs an der Grenze zu Deutschland. Den meisten ist die Stadt ein Begriff. Sie macht aber keine Schlagzeilen. Die Stadt fällt nicht auf. Dabei gibt es doch viel, weswegen sie auffallen sollte. Die wenigsten Menschen wissen zum Beispiel, dass Straßburg die europäische Weihnachtshauptstadt ist. Straßburg lebt Weihnachten und hat sich den Titel der Weihnachtshauptstadt redlich verdient - über die 10 Weihnachtsmärkte in Straßburg.

[divide]

Schon beim Einfahren in die Stadt leuchtet und glitzert es überall. Die aufwendigsten Dekorationen und Verzierungen findet man an den wunderschönen alten Fachwerkhäusern, für die die Stadt ebenfalls bekannt ist. Straßburg schreit regelrecht nach Weihnachten und hier kommen wirklich alle, inklusive der größten Weihnachtsmuffel, in Stimmung.

10 Weihnachtsmärkte in Straßburg

Natürlich darf der europäischen Weihnachtshauptstadt ein Weihnachtsmarkt nicht fehlen und dieser kann sich in Straßburg sehen lassen. Es gibt nicht nur einen, sondern gleich zehn Weihnachtsmärkte, die sich über die Stadt verteilen und alle ihren ganz eigenen Charme haben. Jeder der einzelnen Märkte steht unter einem anderen Thema oder Motto.

So zum Beispiel der portugiesische Weihnachtsmarkt. Dort wird für Leib und Wohl mit traditionellen portugiesischen Gerichten gesorgt und landestypischer Weihnachtsklimbim wird natürlich auch an den Mann gebracht. Jedes Jahr wird für diesen Markt ein anderes Land eingeladen und gibt den Besuchern somit die Chance, Weihnachten dieses Jahr zum Beispiel auf Portugiesisch zu erleben.

Weihnachtsmärkte in Straßburg

Der Container-Weihnachtsmarkt

Ein paar Straßen weiter findet man den Off Weihnachtsmarkt, der sich von den anderen typischen Märkten abhebt. Der Markt besteht nicht wie gewöhnlich aus kleinen Hütten, sondern aus Containern. Man hat den Eindruck dieser Weihnachtsmarkt spricht vor allem die neue Hipstergeneration an, denn er protzt mit cooler lokaler Kunst, Retroelektrogeräten und einem entspannten Flohmarkt, der die Trödelherzen höher schlagen lässt. Außerdem gibt es wirklich tollen Wein und andere Getränke aus der Region. Die Atmosphäre hier ist ganz besonders anders.

Die restlichen Märkte halten, was sie versprechen: Es gibt Kekse und andere Weihnachtsgebäcke sowie Glühwein und Punsch soweit das Auge reicht. Verhungern wird hier garantiert niemand. Neben dem üblichen Klimbim, der auf Weihnachtsmärkten verkauft wird, findet man aber auch wahre Schätze. Es gibt viel Handarbeit aus der Region, Dinge, die man sonst nirgendwo findet und außergewöhnliche Kunst. Auf einem der vielen Weihnachtsmärkte in Straßburg ist wirklich für jeden was dabei und der ein oder andere wird hier auch schöne Geschenke für den Weihnachtsabend erstehen können, die mit Sicherheit noch niemand hat.

Ganz Straßburg im Weihnachtsfieber

Die Atmosphäre in der Stadt ist während der Vorweihnachtszeit wirklich was ganz Besonderes. Alles wird von bunten Lichtern erleuchtet, die Häuser sind originell dekoriert, es liegt ein Weihnachtsduft in der Luft und durch die Straßen schallen Töne von den Instrumenten der Straßenmusiker, die an fast jeder Ecke für Stimmung sorgen.

Vor einem Besuch sollte man allerdings bedenken, dass sich Frankreich immer noch im Ausnahmezustand befindet und aus diesem Grund extrem auf die Sicherheit geachtet wird. Vor dem Betreten des Bereiches werden alle Taschen kontrolliert und auch auf den Weihnachtsmärkten sieht man ständig Sicherheitspersonal, Polizisten und Soldaten mit schwerer Bewaffnung. Ebenfalls sollte man auf jeden Fall frühzeitig da sein, bevor das Gedrängel überhandnimmt und einem damit die Lust auf die anderen Weihnachtsmärkte nimmt.

Straßburg als europäische Weihnachtshauptstadt zieht einfach an. Entspannt von Markt zu Markt durch die wunderschöne Altstadt schlendern, die Atmosphäre auf sich wirken lassen und schöner Musik lauschen bei einem Glas Glühwein, sollte man sich in der Weihnachtszeit wirklich nicht entgehen lassen. Straßburg wird nicht enttäuschen, denn nicht umsonst ist sie die Weihnachtshauptstadt Europas.

Mehr Informationen zu den Weihnachtsmärkten in Straßburg gibt es auf noel.strasbourg.eu.

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Weihnachtsmärkte in Straßburg

Straßburg ist eine mittelgroße Stadt im Osten Frankreichs an der Grenze zu Deutschland. Den meisten ist die Stadt ein Begriff. Sie macht aber keine Schlagzeilen. Die Stadt fällt nicht auf. Dabei gibt es doch viel, weswegen sie auffallen sollte. Die wenigsten Menschen wissen zum Beispiel, dass Straßburg die europäische Weihnachtshauptstadt ist. Straßburg lebt Weihnachten und hat sich den Titel der Weihnachtshauptstadt redlich verdient - über die 10 Weihnachtsmärkte in Straßburg.[divide]Schon beim Einfahren in die Stadt leuchtet und glitzert es überall. Die aufwendigsten Dekorationen und Verzierungen findet man an den wunderschönen alten Fachwerkhäusern, für die die Stadt ebenfalls bekannt ist. Straßburg schreit regelrecht nach Weihnachten und hier kommen wirklich alle, inklusive der größten Weihnachtsmuffel, in Stimmung.

10 Weihnachtsmärkte in Straßburg

Natürlich darf der europäischen Weihnachtshauptstadt ein Weihnachtsmarkt nicht fehlen und dieser kann sich in Straßburg sehen lassen. Es gibt nicht nur einen, sondern gleich zehn Weihnachtsmärkte, die sich über die Stadt verteilen und alle ihren ganz eigenen Charme haben. Jeder der einzelnen Märkte steht unter einem anderen Thema oder Motto.So zum Beispiel der portugiesische Weihnachtsmarkt. Dort wird für Leib und Wohl mit traditionellen portugiesischen Gerichten gesorgt und landestypischer Weihnachtsklimbim wird natürlich auch an den Mann gebracht. Jedes Jahr wird für diesen Markt ein anderes Land eingeladen und gibt den Besuchern somit die Chance, Weihnachten dieses Jahr zum Beispiel auf Portugiesisch zu erleben.Weihnachtsmärkte in Straßburg

Der Container-Weihnachtsmarkt

Ein paar Straßen weiter findet man den Off Weihnachtsmarkt, der sich von den anderen typischen Märkten abhebt. Der Markt besteht nicht wie gewöhnlich aus kleinen Hütten, sondern aus Containern. Man hat den Eindruck dieser Weihnachtsmarkt spricht vor allem die neue Hipstergeneration an, denn er protzt mit cooler lokaler Kunst, Retroelektrogeräten und einem entspannten Flohmarkt, der die Trödelherzen höher schlagen lässt. Außerdem gibt es wirklich tollen Wein und andere Getränke aus der Region. Die Atmosphäre hier ist ganz besonders anders.Die restlichen Märkte halten, was sie versprechen: Es gibt Kekse und andere Weihnachtsgebäcke sowie Glühwein und Punsch soweit das Auge reicht. Verhungern wird hier garantiert niemand. Neben dem üblichen Klimbim, der auf Weihnachtsmärkten verkauft wird, findet man aber auch wahre Schätze. Es gibt viel Handarbeit aus der Region, Dinge, die man sonst nirgendwo findet und außergewöhnliche Kunst. Auf einem der vielen Weihnachtsmärkte in Straßburg ist wirklich für jeden was dabei und der ein oder andere wird hier auch schöne Geschenke für den Weihnachtsabend erstehen können, die mit Sicherheit noch niemand hat.

Ganz Straßburg im Weihnachtsfieber

Die Atmosphäre in der Stadt ist während der Vorweihnachtszeit wirklich was ganz Besonderes. Alles wird von bunten Lichtern erleuchtet, die Häuser sind originell dekoriert, es liegt ein Weihnachtsduft in der Luft und durch die Straßen schallen Töne von den Instrumenten der Straßenmusiker, die an fast jeder Ecke für Stimmung sorgen.Vor einem Besuch sollte man allerdings bedenken, dass sich Frankreich immer noch im Ausnahmezustand befindet und aus diesem Grund extrem auf die Sicherheit geachtet wird. Vor dem Betreten des Bereiches werden alle Taschen kontrolliert und auch auf den Weihnachtsmärkten sieht man ständig Sicherheitspersonal, Polizisten und Soldaten mit schwerer Bewaffnung. Ebenfalls sollte man auf jeden Fall frühzeitig da sein, bevor das Gedrängel überhandnimmt und einem damit die Lust auf die anderen Weihnachtsmärkte nimmt.Straßburg als europäische Weihnachtshauptstadt zieht einfach an. Entspannt von Markt zu Markt durch die wunderschöne Altstadt schlendern, die Atmosphäre auf sich wirken lassen und schöner Musik lauschen bei einem Glas Glühwein, sollte man sich in der Weihnachtszeit wirklich nicht entgehen lassen. Straßburg wird nicht enttäuschen, denn nicht umsonst ist sie die Weihnachtshauptstadt Europas.Mehr Informationen zu den Weihnachtsmärkten in Straßburg gibt es auf noel.strasbourg.eu.

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Der biblische Blick auf Weihnachtenhttp://backview.eu/biblische-blick-auf-weihnachten/ http://backview.eu/biblische-blick-auf-weihnachten/#comments Fri, 16 Dec 2016 16:06:29 +0000 http://backview.eu/?p=26020 Weihnachten in der Bibel

Weihnachten ist das Fest der Familie. Die Verwandtschaft kommt zusammen, es wird gegessen, gesungen, man lässt es sich gut gehen. Für die meisten Menschen macht dies die Besonderheit der Feiertage aus. Doch was ist eigentlich der biblische Hintergrund? Was feiern die Christen an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen? „Die Geburt Christie“ – dass bekommen die Meisten wohl auch nach drei Tassen Glühwein noch zusammen. Der folgende Text soll einen etwas genaueren Blick auf den christlichen Ursprung der besinnlichen Tage werfen.[divide]

Weihnachten ist, neben Ostern und Pfingsten, eines der drei Hauptfeste der christlichen Kirche im Kirchenjahr. Liturgisch beginnt Weihnachten mit der ersten Vesper in der Nacht vom Heiligen Abend auf den ersten Weihnachtsfeiertag. Wann es endet, wird von den Konfessionen unterschiedlich ausgelegt. In der katholischen Kirche endet die Weihnachtszeit mit der Taufe des Herrn, eine Woche nach dem Feiertag Heilige Drei Könige – also am 13. Januar. In der evangelischen Kirche bildet der 6. Januar den Abschluss der Weihnachtszeit.

Lange Zeit war der genaue Zeitpunkt von Weihnachten umstritten. Christen feierten die Ankunft des Herrn direkt am 6. Januar, zusammen mit dem Pessach-Fest (noch heute eines der höchsten Feste des Judentums) oder am 25. März – dem Frühlingsanfang.

Die Römer legten 336 fest, dass die Geburt Jesu auf den 25. Dezember gefallen war. Wie sie zu diesem Datum kamen, ist bis heute umstritten.
Eine Theorie besagt, dass der römische Sonnenkult dafür verantwortlich war. Der 25. Dezember war auch der Festtag für den Sonnengott Sol Invictus – Christus als Erlöser wurde auf die gleiche Stufe gestellt. Ein anderer möglicher Grund liegt in der Verknüpfung mit der Osternacht. Theologen verknüpften das Licht, welches während der Geburt leuchtete, mit dem Osterlicht – weshalb Weihnachten vor der Osterzeit sein musste. Die Kreuzigung kündigte sich schon bei der Geburt an.

Sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche beginnt das Kirchenjahr heute mit der Vesper am Abend vor dem ersten Adventssonntag. Die Weihnachtszeit steht vor Ostern. Den Abschluss des Herrnjahres bildet bei den Katholiken der Christkönigsonntag (letzter Sonntag im November). Die Lutheraner feiern das Ende ihres Jahres am gleichen Sonntag, hier heißt er aber Toten- oder Ewigkeitssonntag. Es wird traditionell an die Verstorbenen erinnert – bei den Katholiken ist dies immer der 2. November, Allerseelen.

Geburt Jesu – aber was ist mit dem Nikolaus?

Die Geburt Jesu ist auf den 25. Dezember festgelegt. Für die Geburtsgeschichte beruft man sich heute vor allem auf das Lukasevangelium. Auch im Markusevangelium findet man die Passagen über die Geburt Jesu in Bethlehem.
Das heute um die Weihnachtsfeiertage Geschenke verteilt werden und sich vor allem ein großes Familienfest entwickelte, geht – sowohl für Katholiken als auch Protestanten – auf Martin Luther zurück. Der führte in seiner neuen Kirche 1535 ein, dass Kinder nicht mehr am Nikolaustag beschenkt werden sollten, sondern eben an Weihnachten. Der kluge Pädagoge Luther wollte weg von der Heiligenverehrung. Nikolaus heißt eigentlich Nikolaus von Myra. Der war ein in der Türkei aktiver Geistlicher, der sich ehrenhaft für seine Gemeinde und seinen christlichen Glauben einsetzte. Noch heute ist er in der orthodoxen Kirche einer der am meisten verehrten Heiligen.

Die kindlichen Gedanken sollten aber auf das Leben – und die Barmherzigkeit – Christus gelenkt werden. Das Christkind als „Geschenkebringer“ war damals noch nicht bekannt, dieser Brauch kam erst endgültig im 20. Jahrhundert nach Deutschland, stand aber immer in Konkurrenz zum Nikolaus und Weihnachtsmann.

Adventszeit – Zeit der Buße und des Wartens

Das neue Kirchenjahr beginnt mit dem ersten Adventssonntag. Die Menschen verbinden mit dem Wort „Advent“ in der heutigen Zeit leuchtende Weihnachtsreklame, Weihnachtsmärkte, Plätzchen und eine Weihnachtsfeier nach der nächsten.

Die ersten Vorläufer der Adventsliturgie stammen aus Spanien und Gallien. 380 wurde in der Niederschrift des Konzils von Saragossa festgelegt, sich in dieser Zeit auf die Ankunft des Herrn vorzubereiten. Ins Deutsche übersetzt heißt das lateinische adventus „die Ankunft“.

[caption id="attachment_26021" align="aligncenter" width="510"]Weihnachten in der Bibel Solche Bilder verbinden heute viele mit Advent – mit dem ursprünglichen Ansinn hat es aber wenig zu tun.
(Quelle: http://www.city-tourist.de/Daenische-Weihnachten-erleben.html)[/caption]

Papst Gregor I setzte im 6. Jahrhundert fest, dass die Adventszeit vier Sonntage umfasst.
Der Beginn der Adventszeit ist immer auf einen Sonntag festgelegt. Das Ende ist aber unterschiedlich – je nachdem, auf welchen Tag der 24. und 25. Dezember fallen. Der letzte Adventssonntag ist der letzte Sonntag vor dem 25. – weshalb die Adventszeit zwischen 22 und 28 Tage dauern kann. Der Beginn von Weihnachten, die Vesper in der Nacht vom Heiligen Abend auf den ersten Weihnachtsfeiertag, ist das Ende der Adventszeit.

Die vier Sonntage stehen für verschiedene biblische Verkündigungen. In konfessionell unterschiedlicher Reihenfolge werden in den Lesungen gedacht: Der Einzug Jesu nach Jerusalem, die Wiederkunft des Herrn, Johannes der Täufer und Maria. Eine adventliche Ausnahme bildet heute noch die Erzdiözese Mailand. Dort richtet man sich nach dem ambrosianischen Ritus. Die Adventszeit umfasst dort sechs Sonntage. In der orthodoxen Ostkirche dauert sie ebenfalls sechs Wochen.
Das vierzigtägige Adventsfasten ist – für viele wohl zum Glück – seit 1917 keine von der Kirche mehr festgelegte Pflicht. Ursprünglich begann nach dem 11. November – dem Martinstag – ein 40tägiges Fasten – daher auch der Brauch der Martinsgans. Bevor der Verzicht begann, wollten die Menschen sich nochmal gut vollessen.

Stall, Grippe und die Heiligen – wie war das jetzt nochmal in Bethlehem?

Die Adventszeit ist vorbei, wenn am Adventskalender (eine ebenfalls ursprünglich protestantische Tradition aus dem 19. Jahrhundert) endlich das 24. Türchen geöffnet werden darf und der Weihnachtsbaum steht. In Deutschland wird schon der 24. Dezember als Heilig Abend gefeiert – die Geburt Christus wird aber auf den 25. Dezember datiert.

Die Geburts- und Kindheitsgeschichte Jesu wird nur bei Matthäus und Lukas erwähnt. Im Johannes- und Markusevangelium wird nicht darüber geschrieben. Hinzukommt, dass die beiden Fassungen sich unterscheiden – heute wird davon ausgegangen, dass sie getrennt voneinander entstanden sind und beide Autoren ältere Überlieferungen verarbeiteten.

So kam Jesus bei Lukas beispielsweise im Stall zur Welt. Maria und Josef hatten sich wegen der Volkszählung von Kaiser Augustus auf den Weg in dessen Heimatstadt Bethlehem gemacht. Doch sie erreichten die Stadt nicht mehr rechtzeitig und wurden nicht mehr hineingelassen. Deshalb mussten sie in einem Stall schlafen, in welchem die Geburt stattfand. Ein Engel leitete Hirten, die in der Nähe schliefen, dorthin. Lukas endete mit der Wallfahrt des zwölfjährigen Jesu und seiner Eltern nach Jerusalem.

Bei Matthäus ging es etwas brutaler zu. Jesus wurde zwar in einem Haus geboren. Doch machten die aus dem Osten kommenden Weisen, die einem Stern zum Neugeborenen folgten, auch den römischen Klientelkönig Herodes auf die Geburt seines Rivalen aufmerksam. Dieser befahl daraufhin, alle neugeborenen Jungen in Bethlehem zu ermorden. Maria und Josef konnten aber von einem Engel gewarnt werden und flohen nach Ägypten.

Vermischung der Versionen

Heute ist den meisten Menschen wohl eine Mischung beider Versionen geläufig. Sowohl die Heiligen aus dem Morgenland als auch die Hirten sind auch den nicht allzu regelmäßigen Kirchgängern bekannt. Der Kindsmord in Bethlehem ist ebenfalls für viele ein Begriff, ebenso die Volkszählungs-Theorie. Welcher Chronist nun genau was aufschrieb, ist aber eine Frage für die eher regelmäßigen Kirchgänger.

Sowohl Lukas als auch Matthäus geben in ihren Aufzeichnungen kein Datum an. Woher der 25. Dezember kommt, ist nicht restlos belegt. Die gängigste Theorie besagt aber, dass Kaiser Konstantin I, römischer Kaiser von 306-337, dieses Datum festlegte. Die nach ihm benannte konstantinische Wende bezeichnete die Aufwertung des Christentums im römischen Reich. Es wird vermutet, dass Konstantin mit dem 25. dem römisch-christlichen Sonnengott Sol gedenken wollte.
In den Kirchen wird an Weihnachten die Version aus dem Lukasevangelium vorgelesen. Die Geschichte der Geburt umfasst die Verse 1-15. Diese werden traditionell in der Messe zu Heilig Abend verlesen – der Abend vor der Geburt. Der Teil 15-20, in welchem die Hirten kommen, wird am ersten Weihnachtsfeiertag in der Morgenandacht gelesen.

[caption id="attachment_26022" align="aligncenter" width="447"]Weihnachten in der Bibel Ob im Stall oder im Haus – einig sind sich die Chronisten, dass Jesus Christus am 25. Dezember geboren wurde.
(Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/92/Soest-Geburt-Christi.jpg)[/caption]

Am 6. Januar – dem Tag des Erscheinens des Herrn – wird traditionell die Geburtsgeschichte aus dem Matthäusevangelium vorgetragen. Die am 2. Februar gefeierte Mariä Lichtmess steht zwar im direkten Zusammenhang mit Weihnachten. Es wird die Beschneidung, Reinigung der Frau und Heiligung Jesu gefeiert – offiziell gehört die Darstellung des Herrn, wie der Tag auch heißt, aber nicht mehr zur kirchlichen Weihnachtszeit.

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Weihnachten in der Bibel

Weihnachten ist das Fest der Familie. Die Verwandtschaft kommt zusammen, es wird gegessen, gesungen, man lässt es sich gut gehen. Für die meisten Menschen macht dies die Besonderheit der Feiertage aus. Doch was ist eigentlich der biblische Hintergrund? Was feiern die Christen an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen? „Die Geburt Christie“ – dass bekommen die Meisten wohl auch nach drei Tassen Glühwein noch zusammen. Der folgende Text soll einen etwas genaueren Blick auf den christlichen Ursprung der besinnlichen Tage werfen.[divide]Weihnachten ist, neben Ostern und Pfingsten, eines der drei Hauptfeste der christlichen Kirche im Kirchenjahr. Liturgisch beginnt Weihnachten mit der ersten Vesper in der Nacht vom Heiligen Abend auf den ersten Weihnachtsfeiertag. Wann es endet, wird von den Konfessionen unterschiedlich ausgelegt. In der katholischen Kirche endet die Weihnachtszeit mit der Taufe des Herrn, eine Woche nach dem Feiertag Heilige Drei Könige – also am 13. Januar. In der evangelischen Kirche bildet der 6. Januar den Abschluss der Weihnachtszeit.Lange Zeit war der genaue Zeitpunkt von Weihnachten umstritten. Christen feierten die Ankunft des Herrn direkt am 6. Januar, zusammen mit dem Pessach-Fest (noch heute eines der höchsten Feste des Judentums) oder am 25. März – dem Frühlingsanfang.Die Römer legten 336 fest, dass die Geburt Jesu auf den 25. Dezember gefallen war. Wie sie zu diesem Datum kamen, ist bis heute umstritten. Eine Theorie besagt, dass der römische Sonnenkult dafür verantwortlich war. Der 25. Dezember war auch der Festtag für den Sonnengott Sol Invictus – Christus als Erlöser wurde auf die gleiche Stufe gestellt. Ein anderer möglicher Grund liegt in der Verknüpfung mit der Osternacht. Theologen verknüpften das Licht, welches während der Geburt leuchtete, mit dem Osterlicht – weshalb Weihnachten vor der Osterzeit sein musste. Die Kreuzigung kündigte sich schon bei der Geburt an.Sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche beginnt das Kirchenjahr heute mit der Vesper am Abend vor dem ersten Adventssonntag. Die Weihnachtszeit steht vor Ostern. Den Abschluss des Herrnjahres bildet bei den Katholiken der Christkönigsonntag (letzter Sonntag im November). Die Lutheraner feiern das Ende ihres Jahres am gleichen Sonntag, hier heißt er aber Toten- oder Ewigkeitssonntag. Es wird traditionell an die Verstorbenen erinnert – bei den Katholiken ist dies immer der 2. November, Allerseelen.

Geburt Jesu – aber was ist mit dem Nikolaus?

Die Geburt Jesu ist auf den 25. Dezember festgelegt. Für die Geburtsgeschichte beruft man sich heute vor allem auf das Lukasevangelium. Auch im Markusevangelium findet man die Passagen über die Geburt Jesu in Bethlehem. Das heute um die Weihnachtsfeiertage Geschenke verteilt werden und sich vor allem ein großes Familienfest entwickelte, geht – sowohl für Katholiken als auch Protestanten – auf Martin Luther zurück. Der führte in seiner neuen Kirche 1535 ein, dass Kinder nicht mehr am Nikolaustag beschenkt werden sollten, sondern eben an Weihnachten. Der kluge Pädagoge Luther wollte weg von der Heiligenverehrung. Nikolaus heißt eigentlich Nikolaus von Myra. Der war ein in der Türkei aktiver Geistlicher, der sich ehrenhaft für seine Gemeinde und seinen christlichen Glauben einsetzte. Noch heute ist er in der orthodoxen Kirche einer der am meisten verehrten Heiligen.Die kindlichen Gedanken sollten aber auf das Leben – und die Barmherzigkeit – Christus gelenkt werden. Das Christkind als „Geschenkebringer“ war damals noch nicht bekannt, dieser Brauch kam erst endgültig im 20. Jahrhundert nach Deutschland, stand aber immer in Konkurrenz zum Nikolaus und Weihnachtsmann.

Adventszeit – Zeit der Buße und des Wartens

Das neue Kirchenjahr beginnt mit dem ersten Adventssonntag. Die Menschen verbinden mit dem Wort „Advent“ in der heutigen Zeit leuchtende Weihnachtsreklame, Weihnachtsmärkte, Plätzchen und eine Weihnachtsfeier nach der nächsten.Die ersten Vorläufer der Adventsliturgie stammen aus Spanien und Gallien. 380 wurde in der Niederschrift des Konzils von Saragossa festgelegt, sich in dieser Zeit auf die Ankunft des Herrn vorzubereiten. Ins Deutsche übersetzt heißt das lateinische adventus „die Ankunft“.[caption id="attachment_26021" align="aligncenter" width="510"]Weihnachten in der Bibel Solche Bilder verbinden heute viele mit Advent – mit dem ursprünglichen Ansinn hat es aber wenig zu tun.
(Quelle: http://www.city-tourist.de/Daenische-Weihnachten-erleben.html)[/caption]Papst Gregor I setzte im 6. Jahrhundert fest, dass die Adventszeit vier Sonntage umfasst. Der Beginn der Adventszeit ist immer auf einen Sonntag festgelegt. Das Ende ist aber unterschiedlich – je nachdem, auf welchen Tag der 24. und 25. Dezember fallen. Der letzte Adventssonntag ist der letzte Sonntag vor dem 25. – weshalb die Adventszeit zwischen 22 und 28 Tage dauern kann. Der Beginn von Weihnachten, die Vesper in der Nacht vom Heiligen Abend auf den ersten Weihnachtsfeiertag, ist das Ende der Adventszeit.Die vier Sonntage stehen für verschiedene biblische Verkündigungen. In konfessionell unterschiedlicher Reihenfolge werden in den Lesungen gedacht: Der Einzug Jesu nach Jerusalem, die Wiederkunft des Herrn, Johannes der Täufer und Maria. Eine adventliche Ausnahme bildet heute noch die Erzdiözese Mailand. Dort richtet man sich nach dem ambrosianischen Ritus. Die Adventszeit umfasst dort sechs Sonntage. In der orthodoxen Ostkirche dauert sie ebenfalls sechs Wochen. Das vierzigtägige Adventsfasten ist – für viele wohl zum Glück – seit 1917 keine von der Kirche mehr festgelegte Pflicht. Ursprünglich begann nach dem 11. November – dem Martinstag – ein 40tägiges Fasten – daher auch der Brauch der Martinsgans. Bevor der Verzicht begann, wollten die Menschen sich nochmal gut vollessen.

Stall, Grippe und die Heiligen – wie war das jetzt nochmal in Bethlehem?

Die Adventszeit ist vorbei, wenn am Adventskalender (eine ebenfalls ursprünglich protestantische Tradition aus dem 19. Jahrhundert) endlich das 24. Türchen geöffnet werden darf und der Weihnachtsbaum steht. In Deutschland wird schon der 24. Dezember als Heilig Abend gefeiert – die Geburt Christus wird aber auf den 25. Dezember datiert.Die Geburts- und Kindheitsgeschichte Jesu wird nur bei Matthäus und Lukas erwähnt. Im Johannes- und Markusevangelium wird nicht darüber geschrieben. Hinzukommt, dass die beiden Fassungen sich unterscheiden – heute wird davon ausgegangen, dass sie getrennt voneinander entstanden sind und beide Autoren ältere Überlieferungen verarbeiteten.So kam Jesus bei Lukas beispielsweise im Stall zur Welt. Maria und Josef hatten sich wegen der Volkszählung von Kaiser Augustus auf den Weg in dessen Heimatstadt Bethlehem gemacht. Doch sie erreichten die Stadt nicht mehr rechtzeitig und wurden nicht mehr hineingelassen. Deshalb mussten sie in einem Stall schlafen, in welchem die Geburt stattfand. Ein Engel leitete Hirten, die in der Nähe schliefen, dorthin. Lukas endete mit der Wallfahrt des zwölfjährigen Jesu und seiner Eltern nach Jerusalem.Bei Matthäus ging es etwas brutaler zu. Jesus wurde zwar in einem Haus geboren. Doch machten die aus dem Osten kommenden Weisen, die einem Stern zum Neugeborenen folgten, auch den römischen Klientelkönig Herodes auf die Geburt seines Rivalen aufmerksam. Dieser befahl daraufhin, alle neugeborenen Jungen in Bethlehem zu ermorden. Maria und Josef konnten aber von einem Engel gewarnt werden und flohen nach Ägypten.

Vermischung der Versionen

Heute ist den meisten Menschen wohl eine Mischung beider Versionen geläufig. Sowohl die Heiligen aus dem Morgenland als auch die Hirten sind auch den nicht allzu regelmäßigen Kirchgängern bekannt. Der Kindsmord in Bethlehem ist ebenfalls für viele ein Begriff, ebenso die Volkszählungs-Theorie. Welcher Chronist nun genau was aufschrieb, ist aber eine Frage für die eher regelmäßigen Kirchgänger.Sowohl Lukas als auch Matthäus geben in ihren Aufzeichnungen kein Datum an. Woher der 25. Dezember kommt, ist nicht restlos belegt. Die gängigste Theorie besagt aber, dass Kaiser Konstantin I, römischer Kaiser von 306-337, dieses Datum festlegte. Die nach ihm benannte konstantinische Wende bezeichnete die Aufwertung des Christentums im römischen Reich. Es wird vermutet, dass Konstantin mit dem 25. dem römisch-christlichen Sonnengott Sol gedenken wollte. In den Kirchen wird an Weihnachten die Version aus dem Lukasevangelium vorgelesen. Die Geschichte der Geburt umfasst die Verse 1-15. Diese werden traditionell in der Messe zu Heilig Abend verlesen – der Abend vor der Geburt. Der Teil 15-20, in welchem die Hirten kommen, wird am ersten Weihnachtsfeiertag in der Morgenandacht gelesen.[caption id="attachment_26022" align="aligncenter" width="447"]Weihnachten in der Bibel Ob im Stall oder im Haus – einig sind sich die Chronisten, dass Jesus Christus am 25. Dezember geboren wurde.
(Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/92/Soest-Geburt-Christi.jpg)[/caption]Am 6. Januar – dem Tag des Erscheinens des Herrn – wird traditionell die Geburtsgeschichte aus dem Matthäusevangelium vorgetragen. Die am 2. Februar gefeierte Mariä Lichtmess steht zwar im direkten Zusammenhang mit Weihnachten. Es wird die Beschneidung, Reinigung der Frau und Heiligung Jesu gefeiert – offiziell gehört die Darstellung des Herrn, wie der Tag auch heißt, aber nicht mehr zur kirchlichen Weihnachtszeit.

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Weihnachten in Südafrikahttp://backview.eu/weihnachten-in-suedafrika/ http://backview.eu/weihnachten-in-suedafrika/#comments Fri, 16 Dec 2016 16:05:30 +0000 http://backview.eu/?p=26025 Weihnachten in Südafrika

Wir fahren dort nicht nur auf der falschen Straßenseite, sondern auch die Jahreszeit scheint vollkommen verkehrt. Über das Weihnachtsfest in Südafrika.[divide]

Zugegeben, ich bin in den letzten Jahren zu einem regelrechten Weihnachts-Muffel geworden. Ich bin kein großer Freund von dem Trubel und kaltem Regen. Denn auf Schnee können die Deutschen mittlerweile auch nur hoffen. Leider scheint mich auch immer in der Weihnachtszeit die Grippe zu erwischen. Ich möchte nicht sagen, dass ich Weihnachten nicht mag — die Rahmenbedingungen könnten nur etwas schöner sein. Weihnachten im Sommer und im Freien, das wäre schön. Passt nicht? Passt doch!

Weihnachten in Südafrika

Sommer im Winter

Südafrika befindet sich auf der anderen Seite der Welt. Das ist wohl jedem bekannt. Damit haben sie Sommer, wenn wir Winter haben. Da Weihnachten nun mal im Dezember ist, wird dort auch im Sommer gefeiert. Viele Leute auf der Nordhalbkugel finden aber, dass zu Weihnachten Schnee und Winter gehören. Wenn man aber Weihnachten als Kind immer im Sommer gefeiert hat, braucht man keinen Schnee, um mit seinen Liebsten zu Feiern. Weihnachten im Sommer hat mehr zu bieten, als man denken würde.

Weihnachten im Sommer

Im Kern, sieht Weihnachten dort nicht viel anders aus, als hier in Deutschland. Ich kann natürlich nicht für alle Südafrikaner sprechen, denn dafür leben dort zu viele verschiedene Kulturen. Ich kann aber beschreiben, wie meine Familie dort Weihnachten gefeiert hat.

Auch in Südafrika gibt es einen Weihnachtbaum — dieser ist bloß leider ziemlich hässlich und aus Plastik. Für Tannen ist die Vegetation dort einfach zu anders als hier in Deutschland. Geschenke gab es auch, bloß fällt es mir schwer, zu sagen, an welchem Zeitpunkt. Manchmal durften wir an Heiligabend schon ran an den Speck und andere Male musste ich bis zum nächsten Morgen warten. Ich denke das liegt aber an den deutschen Wurzeln meiner Mutter.

Bislang sind dies keine zu großen Unterschiede. Deutlicher wird es, wenn man das Weihnachtsessen und die Feierlichkeiten betrachtet. Sowohl das Essen, als auch die Feierlichkeiten wurden so gut wie immer im Freien genossen. Auf dem Speise- und Zeitplan stand nämlich meistens ein südafrikanisches Braai. Auf Deutsch gesagt handelt es sich dabei um eine Grillfeier, auf der meist viel Fleisch und Südafrikanische Spezialitäten serviert werden. Grillen wird von uns Südafrikanern sehr zelebriert. Auch hier in Deutschland stellt sich mein Vater an Silvester in die Kälte, um uns die Garnelen zu grillen, die wir als Kinder schon liebten. Wir Kinder verbrachten die meiste Zeit im Pool, um unsere neuen Geschenke auszuprobieren, denn auch diese waren der Jahreszeit angepasst.

Man kann von Weihnachten im Sommer halten was man will, wichtig ist nur, dass man diese Zeit mit denen Verbringt, die diese Feierlichkeiten wirklich zu etwas Besonderem machen. Im Grunde ist es egal, wie man Weihnachten feiert — viel wichtiger ist, mit wem.

Ich wünsche allen frohe Weihnachten, oder wie wir auf Afrikaans sagen: geseënde Kersfees!

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Weihnachten in Südafrika

Wir fahren dort nicht nur auf der falschen Straßenseite, sondern auch die Jahreszeit scheint vollkommen verkehrt. Über das Weihnachtsfest in Südafrika.[divide]Zugegeben, ich bin in den letzten Jahren zu einem regelrechten Weihnachts-Muffel geworden. Ich bin kein großer Freund von dem Trubel und kaltem Regen. Denn auf Schnee können die Deutschen mittlerweile auch nur hoffen. Leider scheint mich auch immer in der Weihnachtszeit die Grippe zu erwischen. Ich möchte nicht sagen, dass ich Weihnachten nicht mag — die Rahmenbedingungen könnten nur etwas schöner sein. Weihnachten im Sommer und im Freien, das wäre schön. Passt nicht? Passt doch!Weihnachten in Südafrika

Sommer im Winter

Südafrika befindet sich auf der anderen Seite der Welt. Das ist wohl jedem bekannt. Damit haben sie Sommer, wenn wir Winter haben. Da Weihnachten nun mal im Dezember ist, wird dort auch im Sommer gefeiert. Viele Leute auf der Nordhalbkugel finden aber, dass zu Weihnachten Schnee und Winter gehören. Wenn man aber Weihnachten als Kind immer im Sommer gefeiert hat, braucht man keinen Schnee, um mit seinen Liebsten zu Feiern. Weihnachten im Sommer hat mehr zu bieten, als man denken würde.

Weihnachten im Sommer

Im Kern, sieht Weihnachten dort nicht viel anders aus, als hier in Deutschland. Ich kann natürlich nicht für alle Südafrikaner sprechen, denn dafür leben dort zu viele verschiedene Kulturen. Ich kann aber beschreiben, wie meine Familie dort Weihnachten gefeiert hat.Auch in Südafrika gibt es einen Weihnachtbaum — dieser ist bloß leider ziemlich hässlich und aus Plastik. Für Tannen ist die Vegetation dort einfach zu anders als hier in Deutschland. Geschenke gab es auch, bloß fällt es mir schwer, zu sagen, an welchem Zeitpunkt. Manchmal durften wir an Heiligabend schon ran an den Speck und andere Male musste ich bis zum nächsten Morgen warten. Ich denke das liegt aber an den deutschen Wurzeln meiner Mutter.Bislang sind dies keine zu großen Unterschiede. Deutlicher wird es, wenn man das Weihnachtsessen und die Feierlichkeiten betrachtet. Sowohl das Essen, als auch die Feierlichkeiten wurden so gut wie immer im Freien genossen. Auf dem Speise- und Zeitplan stand nämlich meistens ein südafrikanisches Braai. Auf Deutsch gesagt handelt es sich dabei um eine Grillfeier, auf der meist viel Fleisch und Südafrikanische Spezialitäten serviert werden. Grillen wird von uns Südafrikanern sehr zelebriert. Auch hier in Deutschland stellt sich mein Vater an Silvester in die Kälte, um uns die Garnelen zu grillen, die wir als Kinder schon liebten. Wir Kinder verbrachten die meiste Zeit im Pool, um unsere neuen Geschenke auszuprobieren, denn auch diese waren der Jahreszeit angepasst.Man kann von Weihnachten im Sommer halten was man will, wichtig ist nur, dass man diese Zeit mit denen Verbringt, die diese Feierlichkeiten wirklich zu etwas Besonderem machen. Im Grunde ist es egal, wie man Weihnachten feiert — viel wichtiger ist, mit wem.Ich wünsche allen frohe Weihnachten, oder wie wir auf Afrikaans sagen: geseënde Kersfees!

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Weihnachtswerbung: die 3 besten Werbeclipshttp://backview.eu/weihnachtswerbung/ http://backview.eu/weihnachtswerbung/#comments Fri, 16 Dec 2016 16:05:01 +0000 http://backview.eu/?p=26012 Weihnachtswerbung

Sie kennen uns, wissen was diese Zeit so besonders macht: Werbeclips vermitteln in wenigen Sekunden Gefühle von Geborgenheit und Harmonie. Große Unternehmen - ob LIDL, Apple oder IKEA - sind sich wie jedes Jahr nicht zu schade, kurz vor Festschmaus und Familiendrama eine Portion Weihnachtszauber zu liefern.[divide]

Das deutsche Familienunternehmen Bahlsen wählt dieses Jahr für seine Werbebotschaft eine Geschichte aus, die durch Schlichtheit berührt. Ein kleines Mädchen erfährt mit einer Umarmung, was Weihnachten bedeuten kann, der Bahlsen-Keks darf im Clip natürlich nicht fehlen. Der traditionsreiche Süßwarenfabrikant mit einem weltweiten Umsatz von jährlich über 500 Millionen Euro will damit laut seiner Website ein Zeichen der Nächstenliebe setzen.

IKEA besticht seit jeher mit gewitzten Werbefilmchen, auch für die diesjährige Adventszeit setzt der multinationale Einrichtungskonzern mit Sitz in Niederlanden auf Humor. Deutschland ist mit 51 Möbelhäusern der wichtigste Absatzmarkt des IKEA-Konzerns und brachte ihm 2016 rund 14,6 Prozent des Gesamtumsatzes von 34,2 Milliarden Euro ein. Die Nachricht, dass sämtliche Verwandtschaft am 24. Dezember über die Türschwelle tritt, versetzt den männlichen Teil der Familie zunächst nicht gerade in Begeisterung. Aber auch inmitten der Vorbereitungen fürs große Fest brauchen wir anscheinend nicht die Nerven zu verlieren. Schließlich hält IKEA ein flexibles Wohnzimmer für alle Gäste bereit.

Bei der Weihnachtswerbung von der Handelsgruppe REWE kracht es. Mit dem Besuch der Schwiegermutter konfrontiert, nimmt die verängstigte junge Frau ihr Schicksal in die Hand und stellt die Küche mehrmals auf den Kopf. Doch mit REWE und jede Menge Nerven gelingt ihr ein vorzeigbares Essen und das wohlwollende Urteil der Schwiegermutter rettet den Abend. Der deutsche Handels- und Touristikkonzern mit einem Umsatz von 12,5 Milliarden Euro im Jahr 2015 kennt wohl auch die müßige Grübelei vor jenen Einladungen, bei denen wir beeindrucken wollen.

(Foto: Tobias Mittmann by jugendfotos.de)

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Weihnachtswerbung

Sie kennen uns, wissen was diese Zeit so besonders macht: Werbeclips vermitteln in wenigen Sekunden Gefühle von Geborgenheit und Harmonie. Große Unternehmen - ob LIDL, Apple oder IKEA - sind sich wie jedes Jahr nicht zu schade, kurz vor Festschmaus und Familiendrama eine Portion Weihnachtszauber zu liefern.[divide]Das deutsche Familienunternehmen Bahlsen wählt dieses Jahr für seine Werbebotschaft eine Geschichte aus, die durch Schlichtheit berührt. Ein kleines Mädchen erfährt mit einer Umarmung, was Weihnachten bedeuten kann, der Bahlsen-Keks darf im Clip natürlich nicht fehlen. Der traditionsreiche Süßwarenfabrikant mit einem weltweiten Umsatz von jährlich über 500 Millionen Euro will damit laut seiner Website ein Zeichen der Nächstenliebe setzen.IKEA besticht seit jeher mit gewitzten Werbefilmchen, auch für die diesjährige Adventszeit setzt der multinationale Einrichtungskonzern mit Sitz in Niederlanden auf Humor. Deutschland ist mit 51 Möbelhäusern der wichtigste Absatzmarkt des IKEA-Konzerns und brachte ihm 2016 rund 14,6 Prozent des Gesamtumsatzes von 34,2 Milliarden Euro ein. Die Nachricht, dass sämtliche Verwandtschaft am 24. Dezember über die Türschwelle tritt, versetzt den männlichen Teil der Familie zunächst nicht gerade in Begeisterung. Aber auch inmitten der Vorbereitungen fürs große Fest brauchen wir anscheinend nicht die Nerven zu verlieren. Schließlich hält IKEA ein flexibles Wohnzimmer für alle Gäste bereit.Bei der Weihnachtswerbung von der Handelsgruppe REWE kracht es. Mit dem Besuch der Schwiegermutter konfrontiert, nimmt die verängstigte junge Frau ihr Schicksal in die Hand und stellt die Küche mehrmals auf den Kopf. Doch mit REWE und jede Menge Nerven gelingt ihr ein vorzeigbares Essen und das wohlwollende Urteil der Schwiegermutter rettet den Abend. Der deutsche Handels- und Touristikkonzern mit einem Umsatz von 12,5 Milliarden Euro im Jahr 2015 kennt wohl auch die müßige Grübelei vor jenen Einladungen, bei denen wir beeindrucken wollen.(Foto: Tobias Mittmann by jugendfotos.de)

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Die Kulturgeschichte des Broteshttp://backview.eu/kulturgeschichte-des-brotes/ http://backview.eu/kulturgeschichte-des-brotes/#comments Fri, 16 Dec 2016 16:01:31 +0000 http://backview.eu/?p=26028 Brot Weihnachten

Vom Frühstück bis zum Abendbrot, es ist unser tägliches Brot. Jeder Deutsche verzehrt im Schnitt bis zu 80 Kilogramm davon im Jahr. Aber bis dahin ist es eine lange Geschichte. Das Museum der Brotkultur zu Ulm hat den Tisch gedeckt und lädt ein, diese Geschichte zu erleben.[divide]

Wes Brot ich ess

Am Anfang stand der Hunger, als der Ulmer Unternehmer Willy Eiselen zusammen mit seinem Sohn Hermann Eiselen 1955 den Grundstein für das „Museum der Brotkultur“ in ihrer Heimatstadt legte. Aus der eigenen Erfahrung des Hungers und des Mangels der Nachkriegszeit war und ist es bis heute das Anliegen dieses Museums die Bedeutung des Brotes für die Entwicklung der Menschheit aufzuzeigen.

„Unser tägliches Brot gib uns heute“, beten Christen weltweit. Ob damit Baguettes, Sandwiches, Toast, Bocadillos oder vielleicht russische Butterbrotti oder aber Pita gemeint ist, das ist schwierig zu sagen. Das Brot ist weltweit zuhause.

Rundstücke, Schrippen, Wecken oder schlicht Brötchen, Deutschland ist die Kornkammer der Brotkultur. Jede Region, jeder Dialekt hat seine eigene Bezeichnung dafür. Aber egal wie man es auch dreht und wendet, knetet und backt, die Grundzutaten sind stets die selben geblieben; Mehl, Wasser, Salz und Hefe. Dabei stimmt sogar der bayerische Wahlspruch: “Das Reinheitsgebot unser flüssiges Brot.“ Bereits die alten Sumerer verfassten eine Bierhymne an die Göttin des Bieres Nimkasi, in der sie erläuterten, wie man aus gebackenen flüssiges Brot machen konnte.

Brot Weihnachten

Brot ist Kult

Aber Brot ist mehr als einfach nur eine köstliche vielseitige Mahlzeit, Brot ist schlicht Kult. Jeder jüdische Sabbat wird von der Segnung des Challah, des Sabbatbrotes begleitet. Diese Tradition findet sich auch im christlichen Abendmahl wieder. Der Laib steht hier sinnbildlich für den Tod und die Wiederauferstehung Jesu Christi. Bis heute werden sowohl das spezielle Pesachbrot Matze und die christliche Hostie aus ungesäuerten Teig hergestellt.

Bereits im alten Ägypten wurde dem Saatkorn eine besondere Ehre zuteil. In Grabmälern wurden sogenannte Kornmumien als Grabbeigaben gefunden. Diese einbalsamierten Saatpflanzen dienten als Opfer an Osiris, den Gott der Unterwelt und der Wiedergeburt. Sinnbildlich einer Saat die erst begraben werden muss, um Früchte hervorzubringen, steht die Kornmumie für die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.

Lange Zeit war das Brot das Hauptnahrungsmittel eines Großteils der Bevölkerung. In vielen Teilen der Welt gilt dies bis heute. Brot stillt den Hunger und steht als solches für das Leben. „Panem et Circenses“ (Brot und Spiele) das heißt die kostenlose Versorgung der römischen Bürger mit Brot und Unterhaltung in Form von Spielen waren daher wichtige Säulen für den Machterhalt und die Stabilität des römischen Reiches.

Reiche Ernten standen für den Segen der Götter. Es war die Aufgabe der Herrscher, dieses göttliche Wohlwollen zu sichern. Selbst der mächtige chinesische Kaiser musste jedes Jahr aufs Neue sein „Mandat des Himmels“ verlängern um seine Herrschaft zu legitimieren. Gelang es dem Kaiser nicht dieses Wohlwollen zu sichern. Kam es zu Hungernöten, galt dies stets als Zeichen für das Ende des Mandats und den Beginn einer neuen Herrschaftsepoche.
Missernten wurden dabei immer als eine göttliche Strafe für ein sündiges und lasterhaftes Leben gesehen. Nicht umsonst fällt die Zeit der Hexenverfolgungen in eine Epoche von Missernten aufgrund der bezeichnenden kleinen Eiszeit zwischen 1630 und 1715. Ebenso ist es wohl kaum verwunderlich, dass das Geburtsjahr des Monsters Frankenstein auf das „Jahr ohne Sommer“ 1816 fällt.

Not macht erfinderisch, stets war der Hunger eine treibende Kraft der Geschichte. Ausschlaggebend für den Sturm auf die Bastille und damit den Ausbruch der französischen Revolution waren vor allem die hohen Brotpreise aufgrund von Missernten und Hungernöten. Es ist noch nicht so lange her, da kostete ein Brot über 105 Milliarden Reichsmark, wenn es denn auf Lebensmittelmarken zu bekommen war.

„Der Hunger ist das schwerste Hindernis für die demokratische Entwicklung Deutschlands“,

konstatierte der spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer kurz nach Kriegsende 1946.

Waren zu dieser Zeit noch etwa 60 Prozent in der Landwirtschaft tätig, ermöglichte die „Grüne Revolution“ dank moderner Maschinen und verbesserter Anbautechniken unglaubliches. Heute arbeiten nur noch etwa 1,3 Prozent der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft. Ein Landwirt kann heute im Vergleich zu früher etwa 143 Menschen ernähren. Es scheint, betrachtet man die vollen Supermarktregale, als gebe es genug zu essen, aber sind wir wirklich satt?

Brot Weihnachten

Tischlein deck dich

An Weihnachten feiern die Menschen die Geburt Jesu Christi im Haus des Brotes, wie die hebräische Übersetzung Bethlehems lautet. Jede Sekunde wächst die Weltbevölkerung um zwei neue Erdenbürger und mit ihr der Hunger. Blickt man auf die reiche Weihnachtstafel und bedenkt man die Ressourcen, die hierfür verbraucht wurden, so kann es einem schwer im Magen liegen.

Einst wurde Marie Antoinette als Antwort auf die Proteste der hungernden Bevölkerung in den Mund gelegt: „Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen.“
Daran hat sich bis heute viel Wahrheit erhalten. Mittlerweile übersteigt die Anzahl der Übergewichtigen die der Unternährten. Während im einen Teil Überproduktion und Lebensmittelverschwendung vorherrschen, nagen die Menschen im anderen Teil am Hungertuch.

Das Museum der Brotkultur in Ulm möchte nicht nur informieren sondern auch zum Umdenken und Mitmachen einladen. Daher fördert die zugehörige Eiselen-Stiftung Forschungsprojekte die sich der Verbesserung der Ernährungslage weltweit befassen. (http://www.eiselen-stiftung.de/index.php)

Noch immer ist die Welt in eine Welt des Überfluss und eine Welt des Mangels aufgeteilt. Sie ist Nährboden für Hass, Missgunst und Gewalt. Aber Essen ist natürlich, es ist menschlich, es verbindet Menschen.

„Ich habe einen Traum, das eines Tages die Söhne von Sklaven und Sklavenhaltern gemeinsam am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können“,

davon träumte einst der Bürgerrechtler Martin Luther King. Weihnachten ist die Zeit der gemeinsamen Weihnachtsessen. Brechen wir also das Brot füreinander, schenken uns Zeit, Respekt und Zusammenhalt. „Auf dieser Welt ist Patz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug, um jeden von uns satt zu machen“, mahnte einst Charlie Chaplin in seiner Rede an die Menschheit. Oder um es mit Bernd dem Brot zu sagen; „ Alle zusammen tanzt das Brot, wir sitzen doch alle im selben Boot.“

Wer nun Hunger auf mehr über die Geschichte des Brotes bekommen hat, dem sei eine Reise nach Ulm empfohlen. Im Museum der Brotkultur ist dieser Hunger täglich Brot.

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Brot Weihnachten

Vom Frühstück bis zum Abendbrot, es ist unser tägliches Brot. Jeder Deutsche verzehrt im Schnitt bis zu 80 Kilogramm davon im Jahr. Aber bis dahin ist es eine lange Geschichte. Das Museum der Brotkultur zu Ulm hat den Tisch gedeckt und lädt ein, diese Geschichte zu erleben.[divide]

Wes Brot ich ess

Am Anfang stand der Hunger, als der Ulmer Unternehmer Willy Eiselen zusammen mit seinem Sohn Hermann Eiselen 1955 den Grundstein für das „Museum der Brotkultur“ in ihrer Heimatstadt legte. Aus der eigenen Erfahrung des Hungers und des Mangels der Nachkriegszeit war und ist es bis heute das Anliegen dieses Museums die Bedeutung des Brotes für die Entwicklung der Menschheit aufzuzeigen.„Unser tägliches Brot gib uns heute“, beten Christen weltweit. Ob damit Baguettes, Sandwiches, Toast, Bocadillos oder vielleicht russische Butterbrotti oder aber Pita gemeint ist, das ist schwierig zu sagen. Das Brot ist weltweit zuhause.Rundstücke, Schrippen, Wecken oder schlicht Brötchen, Deutschland ist die Kornkammer der Brotkultur. Jede Region, jeder Dialekt hat seine eigene Bezeichnung dafür. Aber egal wie man es auch dreht und wendet, knetet und backt, die Grundzutaten sind stets die selben geblieben; Mehl, Wasser, Salz und Hefe. Dabei stimmt sogar der bayerische Wahlspruch: “Das Reinheitsgebot unser flüssiges Brot.“ Bereits die alten Sumerer verfassten eine Bierhymne an die Göttin des Bieres Nimkasi, in der sie erläuterten, wie man aus gebackenen flüssiges Brot machen konnte.Brot Weihnachten

Brot ist Kult

Aber Brot ist mehr als einfach nur eine köstliche vielseitige Mahlzeit, Brot ist schlicht Kult. Jeder jüdische Sabbat wird von der Segnung des Challah, des Sabbatbrotes begleitet. Diese Tradition findet sich auch im christlichen Abendmahl wieder. Der Laib steht hier sinnbildlich für den Tod und die Wiederauferstehung Jesu Christi. Bis heute werden sowohl das spezielle Pesachbrot Matze und die christliche Hostie aus ungesäuerten Teig hergestellt.Bereits im alten Ägypten wurde dem Saatkorn eine besondere Ehre zuteil. In Grabmälern wurden sogenannte Kornmumien als Grabbeigaben gefunden. Diese einbalsamierten Saatpflanzen dienten als Opfer an Osiris, den Gott der Unterwelt und der Wiedergeburt. Sinnbildlich einer Saat die erst begraben werden muss, um Früchte hervorzubringen, steht die Kornmumie für die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.Lange Zeit war das Brot das Hauptnahrungsmittel eines Großteils der Bevölkerung. In vielen Teilen der Welt gilt dies bis heute. Brot stillt den Hunger und steht als solches für das Leben. „Panem et Circenses“ (Brot und Spiele) das heißt die kostenlose Versorgung der römischen Bürger mit Brot und Unterhaltung in Form von Spielen waren daher wichtige Säulen für den Machterhalt und die Stabilität des römischen Reiches.Reiche Ernten standen für den Segen der Götter. Es war die Aufgabe der Herrscher, dieses göttliche Wohlwollen zu sichern. Selbst der mächtige chinesische Kaiser musste jedes Jahr aufs Neue sein „Mandat des Himmels“ verlängern um seine Herrschaft zu legitimieren. Gelang es dem Kaiser nicht dieses Wohlwollen zu sichern. Kam es zu Hungernöten, galt dies stets als Zeichen für das Ende des Mandats und den Beginn einer neuen Herrschaftsepoche. Missernten wurden dabei immer als eine göttliche Strafe für ein sündiges und lasterhaftes Leben gesehen. Nicht umsonst fällt die Zeit der Hexenverfolgungen in eine Epoche von Missernten aufgrund der bezeichnenden kleinen Eiszeit zwischen 1630 und 1715. Ebenso ist es wohl kaum verwunderlich, dass das Geburtsjahr des Monsters Frankenstein auf das „Jahr ohne Sommer“ 1816 fällt.Not macht erfinderisch, stets war der Hunger eine treibende Kraft der Geschichte. Ausschlaggebend für den Sturm auf die Bastille und damit den Ausbruch der französischen Revolution waren vor allem die hohen Brotpreise aufgrund von Missernten und Hungernöten. Es ist noch nicht so lange her, da kostete ein Brot über 105 Milliarden Reichsmark, wenn es denn auf Lebensmittelmarken zu bekommen war.
„Der Hunger ist das schwerste Hindernis für die demokratische Entwicklung Deutschlands“,

konstatierte der spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer kurz nach Kriegsende 1946.

Waren zu dieser Zeit noch etwa 60 Prozent in der Landwirtschaft tätig, ermöglichte die „Grüne Revolution“ dank moderner Maschinen und verbesserter Anbautechniken unglaubliches. Heute arbeiten nur noch etwa 1,3 Prozent der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft. Ein Landwirt kann heute im Vergleich zu früher etwa 143 Menschen ernähren. Es scheint, betrachtet man die vollen Supermarktregale, als gebe es genug zu essen, aber sind wir wirklich satt?Brot Weihnachten

Tischlein deck dich

An Weihnachten feiern die Menschen die Geburt Jesu Christi im Haus des Brotes, wie die hebräische Übersetzung Bethlehems lautet. Jede Sekunde wächst die Weltbevölkerung um zwei neue Erdenbürger und mit ihr der Hunger. Blickt man auf die reiche Weihnachtstafel und bedenkt man die Ressourcen, die hierfür verbraucht wurden, so kann es einem schwer im Magen liegen.Einst wurde Marie Antoinette als Antwort auf die Proteste der hungernden Bevölkerung in den Mund gelegt: „Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen.“ Daran hat sich bis heute viel Wahrheit erhalten. Mittlerweile übersteigt die Anzahl der Übergewichtigen die der Unternährten. Während im einen Teil Überproduktion und Lebensmittelverschwendung vorherrschen, nagen die Menschen im anderen Teil am Hungertuch.Das Museum der Brotkultur in Ulm möchte nicht nur informieren sondern auch zum Umdenken und Mitmachen einladen. Daher fördert die zugehörige Eiselen-Stiftung Forschungsprojekte die sich der Verbesserung der Ernährungslage weltweit befassen. (http://www.eiselen-stiftung.de/index.php)Noch immer ist die Welt in eine Welt des Überfluss und eine Welt des Mangels aufgeteilt. Sie ist Nährboden für Hass, Missgunst und Gewalt. Aber Essen ist natürlich, es ist menschlich, es verbindet Menschen.
„Ich habe einen Traum, das eines Tages die Söhne von Sklaven und Sklavenhaltern gemeinsam am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können“,
davon träumte einst der Bürgerrechtler Martin Luther King. Weihnachten ist die Zeit der gemeinsamen Weihnachtsessen. Brechen wir also das Brot füreinander, schenken uns Zeit, Respekt und Zusammenhalt. „Auf dieser Welt ist Patz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug, um jeden von uns satt zu machen“, mahnte einst Charlie Chaplin in seiner Rede an die Menschheit. Oder um es mit Bernd dem Brot zu sagen; „ Alle zusammen tanzt das Brot, wir sitzen doch alle im selben Boot.“Wer nun Hunger auf mehr über die Geschichte des Brotes bekommen hat, dem sei eine Reise nach Ulm empfohlen. Im Museum der Brotkultur ist dieser Hunger täglich Brot.

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