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Fairtrade Kleidung ist nicht nur Öko-Filz-Klamotte

Ohne Jutesack die Welt verbessern

Bei dem Begriff Fairtrade Kleidung poppen in unseren Köpfen wahrscheinlich erst einmal die unvermeidlichen Bilder von Hippies mit langen dreadlockartigen Haaren und kunterbunten Klamotten auf. Die haben sie wahrscheinlich noch selbst genäht, gehäkelt oder gefilzt. Faire Kleidung kann aber genauso stylish aussehen wie H&M und andere Läden, ohne die Hersteller dabei auszubeuten.

Fairtrade Kleidung

Fairtrade Kleidung wird für die Menschen zu einem immer wichtigeren Thema. Das zeigen nicht nur die unzähligen Dokumentationen zu den Arbeitsbedingungen in Asien, wie Sweatshop – Dead Cheap Fashion, sondern auch die rasant steigende Anzahl von Blogs. In denen geht es hauptsächlich um solche Mode und den ganzen Lifestyle drum herum.

Besonders wichtig bei diesen Modelabels sind, wie auch bei Fairtrade Lebensmitteln, die Siegel oder Zugehörigkeit zu bestimmten Organisationen. Diese bestätigen, dass die Waren tatsächlich unter den besagten Bedingungen hergestellt wurden. Dazu zählen unter anderem das allseits bekannte Fairtrade Siegel, aber auch die beiden Organisationen Fairwear Foundation und GOTS (Global Organic Textile Standard).

Auf deren Seiten kann man sich die Labels anschauen, die ihnen angehören. Darunter sind viele Hersteller von Sportkleidung, wie Deuter, Jack Wolfskin und Schöffel, aber zu großem Erstaunen auch die Billigkette Takko. Die sind zwar laut Aussage von Fairwear erst am Anfang ihres Weges zum fairen Kleidungsunternehmen, überwachen aber schon 73 Prozent ihrer Hersteller auf bessere Arbeitsbedingungen.

Fairtrade Kleidung im Überblick

In diesem Artikel stelle ich kurz Labels vor, die faire Kleidung abseits vom „Dritte Welt“-Laden-/Alternative-Ökomode-Stil verkaufen und somit vor allem die jungen Leute ansprechen wollen, die sonst bei H&M, Primark und Co. einkaufen.

Armed Angels // Großer Onlineshop mit Kleidung für Männer und Frauen. Vom Stil her eher lässig, mit lustigen Motiven wie kleinen Pinguinen oder Vögeln, und viele Basics. Philosophie: Zeitloses Design statt Fast-Fashion, nachhaltige Materialien statt billiger Massenware und faire Produktion statt Lohnsklaverei. Jeder hat die Wahl.

Band of Rascals // Für Mütter, die ihren kleinen Jungs gleich den richtigen Umgang mit der Arbeit anderer Leute beibringen wollen. Keine Leinenwindeln, sondern coole Kleidung wie Jeans, Baseballjacken und T-Shirts mit Skateboardmotiven.

HessNatur // Basics und etwas alternativere Kleidung für Frauen und Männer. Auch große Auswahl an Textilien fürs Zuhause. Mit Läden in einigen deutschen Großstädten und einem Outlet in Butzbach.

Recolution & bleed // Wer sonst eher im sportlichen Stil unterwegs ist, wird hier viele Sachen finden, die ihn an Naketano, Iriedaily und ähnliche Marken erinnern. In dieser Sparte unterscheiden sich die Preise von Marken- und fairer Kleidung ja sowieso nicht mehr sehr.

Acne & Nudie Jeans Co. // Die Schweden sind ja für ihren clean-chic bekannt. Kein Wunder das eines der bekanntesten fairen Labels von unseren Nordlichtern kommt: Acne. Männer werden auch im Online-Shop von Nudie Jeans Co. fündig, wenn sie auf rockigere Kleidung stehen.

Wer mehr über Fairtrade Kleidung, aber auch Naturkosmetik und vegane Ernährung erfahren will, dem lege ich den Blog der österreichischen Bloggerin Daria ans Herz. Dort findet ihr auch eine ausführliche Liste mit anderen Bloggern mit dem gleichen Thema und noch mehr faire Labels.

(Text: Franziska Mayer / Foto: Aline Urlichs by jugendfotos.de)
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Über den Autor

Franziska Mayer
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