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Europa liegt in Süddeutschland

Freizeitparktest: Europa Park

europa1Mit über vier Millionen Besuchern jährlich auf einer Fläche von ca. 85 Hektar ist der Europapark nicht nur der mit Abstand größte und bestbesuchte Freizeitpark Deutschlands, sondern nach dem Kölner Dom auch das beliebteste Touristenziel in der Bundesrepublik. Mehr als 120 Attraktionen sind dort auf mittlerweile 15 Länder- bzw Themenbereiche verteilt.

Pünktlich zur Öffnung des Parks um neun Uhr startete mein Tagestrip durch 13 europäische Länder. Die Reise begann am Bahnhof Alexanderplatz im deutschen Eingangsbereich des Parks. Mit dem Europapark Express ging es quer durch den Park bis nach Spanien, um einen Überblick über das weitläufige Areal zu bekommen.Die einzelnen Gebäude und Attraktionen der verschiedenen Themenbereiche sind  den jeweiligen landestypischen Baustilen nachempfunden und auch die Mitarbeiter treten in landesüblicher Kleidung auf, um die europäischen Regionen möglichst authentisch darzustellen. Dazu passend isst man in Griechenland zu Sirtaki-Klängen, sieht im spanischen Teil Tanzeinlagen zu Flamenco-Rhythmen oder lässt sich von den Beatles durch Good Old England begleiten.Neben den zahlreichen mehr oder weniger actionreichen Fahrgeschäften verfügt der Europapark auch über ausgedehnte Parkanlagen und ein großes kulturelles und gastronomisches Angebot für Besucher jeden Alters. Darüber hinaus finden über den Tag verteilt immer wieder Shows statt, in der Künstler eine spannende Mischung aus Schauspiel, Akrobatik, Tanz und Illusion bieten, wie etwa die Eis-Show „Pure Ice“.Auch die kleinsten Gäste kommen im Europapark voll auf ihre Kosten. Märchenbahn, Kinder-Musical, Wikinger-Land oder Mini-Autoscooter: Langweile kommt bestimmt nicht auf. Besonders positiv ist die Anzahl der Fahrgeschäfte zu werten, die sowohl Erwachsene als auch Kinder ansprechen, wie beispielsweise das Fjord Rafting, die Dschungel-Floßfahrt oder ein Besuch bei den Piraten in Batavia. Der Park ist in dieser Hinsicht sehr familienfreundlich gestaltet.

Entsprechend dem Thema des Parks ist auch das kulinarische Angebot breit gefächert. Landestypische Küche ist das Stichwort. Vom Fischbrötchen aus Norwegen über Gyros bis hin zu französischen Crêpes ist alles geboten. Natürlich kommt aber auch die „gute deutsche Hausmannskost“ nicht zu kurz.

europa3Dank Monorail und mehrerer kleinerer Züge ist es auch mit Kindern kein Problem, schnell von einem Ende des Parks auf die andere Seite zu kommen. Die Bahnen sind auch unbedingt notwendig, da aufgrund der Größe des Parks im Lauf des Tages einige Kilometer zurückgelegt werden.

Neben den in allen Parks vorhandenen üblichen Achterbahnen, Karussells und Wildwasserbahnen sind vor allem die Hochgeschwindigkeitsbahnen Silver Star und Blue Fire Megacoaster die großen Attraktionen des Europaparks.  Der Silver Star ist mit 73m die höchste Achterbahn Europas. Aufgrund ihrer Höchstgeschwindigkeit von 127km/h fällt die Bahn unter die Kategorie Hyper Coaster.

Wer den noch größeren Kick sucht ist mit dem seit 2009 existierenden Blue Fire Megacoaster bestens bedient. Er zählt zu den so genannten Launched Coastern oder Katapult-Achterbahnen. Innerhalb von 2,5 Sekunden werden die Züge auf 100km/h beschleunigt, bevor sie durch einen Looping und mehrere weitere Inversionen rasen.

Eine weitere Besonderheit dieser beiden Achterbahnen sind die Sponsoren, die dahinterstehen. Bei der Silver Star ist Mercedes-Benz beteiligt. Dementsprechend ist die Bahn in silber gehalten, die Züge wurden in Anlehnung an Mercedes-Rennwagen lackiert. Darüber hinaus wurde um die Hauptattraktion herum eine Motorhall gebaut, in der sich ein Racing-Shop, die Motorsports Bar sowie eine Rennwagen-Ausstellung befinden.

Seit Oktober 2009 beteiligt sich der russische Energiekonzern Gazprom am Blue Fire Megacoaster. Die Züge tragen seitdem das Logo des Unternehmens. Zudem wurde eine dreistöckige Informations- und Veranstaltungshalle im isländischen Themenbereich erbaut, in der Gazprom sich selbst und Informationen zur Energiegewinnung präsentiert.

Wer statt atemberaubender Hochgeschwindigkeits-Action lieber ruhigere Unterhaltung sucht, sollte sich unbedingt Zeit für einen Besuch im 4D-Kino nehmen. Dort werden Kurzversionen bekannter Kinofilme passend zur jeweiligen Jahreszeit gezeigt. Dank der 4. Dimension können die Besucher sich noch besser in den Film hineinversetzen – sie riechen beispielsweise die frische Meeresluft oder eine leckere Tasse dampfend heißen Kakaos.

Ein absolutes Muss (vor allem auch im Winter) ist die allabendliche Parade der Euromäuse und der Europapark-Künstler, die sich in prachtvollen Kleidern auf aufwändig gestalteten Paradewagen zeigen. Im Winter werden Teilnehmer und Wagen sogar mit unzähligen Lichtern zum Leuchten gebracht.

Im Lauf des Tages sollte man auch einmal die Möglichkeit nutzen, mit dem Euro-Tower im französischen Teil des Parks 75m in die Höhe zu fahren und aus der Panoramagondel eine Rundumsicht auf das Parkgelände, den Schwarzwald und die nahen Vogesen zu genießen.

In der Sommersaison 2010 liegen die Eintrittspreise bei 35,- Euro für Erwachsene und 31,- Euro für Kinder, Senioren und Behinderte (mit Ausweis). Kinder von 0 bis 3 Jahren sowie Blinde und Rollstuhlfahrer haben freien Eintritt. Außerdem gibt es Gruppenermäßigungen sowie spezielle Preise für Schulklassen und Kindergärten. Gemessen am Angebot sind die oben genannten Preise absolut vertretbar. Einziges Manko sind die relativ hohen Preise für Speisen und Getränke, vor allem für Süßigkeiten. Es lohnt sich, eigene Getränke und Snacks mitzubringen und diese auf den im ganzen Park vorhandenen Bänken und Ruheplätzen zu verzehren.

Dass der Europapark bei den deutschen Freizeitparks ganz vorn liegt, zeigen auch die unzähligen Preise und Auszeichnungen, die die Betreiber jedes Jahr erhalten. Erst kürzlich wurde den Verantwortlichen der Parkscout Publikums Award 2009/2010 verliehen. Die rund 43.000 Teilnehmer einer Abstimmung auf parkscout.de entschieden sich  für den Europapark als „Bester Freizeitpark“ und vergaben zudem Preise für „Beste Neuheit“ und „Beste Shows“.

Fazit
Natürlich hat sich seit den Anfangszeiten des Europaparks einiges verändert, sowohl in technischer als auch in kultureller und gesellschaftlicher Hinsicht. Europa ist gewachsen und mit ihm der Park. Natürlich findet man in den Themenbereichen Veraltetes, sei es in den Namen oder in der Darstellung der Länder. Aber gerade diese Mischung aus Alt und Neu verleiht dem Park seinen Charme und sein breit gefächertes Angebot zu einem vergleichsweise moderaten Preis macht den Europapark auch noch nach 35 Jahren zu einem Erlebnis für die ganze Familie.

Bewertung
1024×768 Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE Spaß: Das umfangreiche Angebot bietet für jeden Geschmack genau das Richtige, egal ob Ein- oder Zweitagesaufenthalt – langweilig wird es auf keinen Fall. 5 von 5 Punkten

Preis: 1977 kostete eine Tageskarte für den Europapark 29,- DM. Damals existiere noch keiner der mittlerweile 15 Themenbereiche. 33 Jahre später sind Technik und Unterhaltung auf neuestem Stand und der Park hat sich um ein vielfaches vergrößert. Deshalb ist der Eintrittspreis von 35,- Euro absolut akzeptabel. Was fehlt ist ein Familienticket, mit dem Eltern mit ihren Kinder noch ein bisschen sparen können. 4 von 5 Punkten.

(Text: Franziska Herr / Fotos: Europapark Rust)

 
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