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„Es ist unheimlich anstrengend, Frau zu sein“

Interview mit Matthias Schweighöfer

Mit dem Film „RubbelDieKatz“ im Gepäck fährt der Schauspieler Matthias Schweighöfer gerade quer durch Deutschland. Bei seiner Station in Marburg sprach back view mit ihm über seine Rolle als Frau und das nächste Projekt 2012.

schweighfer_teaserVerkleidet als Alexandra ergattert Matthias Schweighöfer in seinem neuen Streifen „RubbelDieKatz“ die Rolle einer Frau in einem großen Hollywoodfilm. Der Film von Detlev Buck ist eine typische Verwechslungskomödie und gespickt mit dem gewohnten Buck-Humor. Im Rahmen der Kinotour machte der 30-jährige Schweighöfer Station in Marburg. Allerdings nicht mehr in der Rolle der Frau – was den wartenden weiblichen Fans auch deutlich lieber war.

back view: 16 Stationen in sechs Tagen – ist so eine Kinotour quer durch Deutschland nicht unheimlich anstrengend?

Matthias Schweighöfer: Klar sind das viele Termine, aber die Tour ist herrlich. Wir werden ja überall herzlich empfangen und alle freuen sich auf uns.

schweighfer_text_2Auf der Toilette im Kino gibt es dich zur Zeit ja in zweifacher Ausführung. Bei den Frauen bist du als Alexandra zu sehen – bei den Männern als Alexander. Ist das nicht erschreckend?
Nein, ich sehe das eher als Kompliment. Es ist natürlich merkwürdig für mich, wenn ich auf die Toilette gehe, mich umdrehe und plötzlich vor mir selbst stehe. Aber mich als Frau muss ich ja zum Glück gar nicht sehen.

Du hast ja jetzt einen Blick in das weibliche Geschlecht gewagt – bist du froh, wieder ein Mann sein zu dürfen?
Irgendwie schon. Es ist wirklich unheimlich anstrengend, eine Frau zu sein. Man muss auf so viele Dinge achten und so viel vorbereiten, bis man überhaupt vor die Tür gehen darf. Bin ich richtig geschminkt? Habe ich die richtigen Klamotten an?

Dann verstehst du Frauen jetzt besser?
Auf gar keinen Fall. Ich verstehe die Frauen jetzt trotzdem genau so wenig wie vorher. Da hat mir die Rolle im Film leider nicht wirklich geholfen. Aber das Leben wäre auch langweilig, wenn ich alles verstehen würde, was in den Frauen so vor sich geht.

Läufst du eigentlich auch privat in High Heels?
Nein – das ist nichts für mich. Es war wirklich richtig anstrengend. Ich hatte die Dinger auch immer nur an, wenn wir wirklich gedreht haben. Und was ich vorher nicht erwartet hätte: Ich hatte am Abend immer richtige Knieschmerzen. Dabei hatte ich sowieso schon speziell angefertigte High Heels mit besonderen Metallplatten, damit ich das Gleichgewicht besser halten konnte.
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Du scheinst gerne in Marburg zu sein – dein letzter Besuch liegt ja gerade einmal vier Monate zurück.
Ich finde die Stadt wirklich wunderschön. Außerdem waren die Fans und die Kinobetreiber beim letzten Mal auch so nett – also warum sollen wir nicht wieder hierher kommen. Ich mag Hessen sowieso.

Da wären wir bei deinem neuen Projekt. Dein nächster Film „Schlussmacher“ spielt unter anderem wieder in Hessen.
Ja – 18 Tage in Frankfurt und 18 Tage in Berlin. Und ich freue mich auch schon wieder drauf. Sowohl auf den Inhalt des Films als auch auf die Stadt und die Menschen in Frankfurt.

Um was geht es denn?
Wie der Name schon sagt; ums Schlussmachen. Ich spiele einen Mitarbeiter einer Trennungsagentur und reise quer durch Deutschland, um mit dem zukünftigen Ex-Partner Schluss zu machen.

(Text und Fotos: Konrad Welzel)
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Über den Autor

Konrad Welzel
Gründer und Chefredakteur von back view

Konrad hat back view am 06. April 2007 gegründet - damals noch in diesem sozialen Netzwerk StudiVZ. Mittlerweile tobt sich Konrad ganz gerne im Bereich Social Media aus und versteht Menschen ohne ein Facebook-Profil nicht - dafür ist er viel zu neugierig!!!

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