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Neuer Job – Abhängig von der Einstellung zur Flüchtlingskrise?

Kommentar zu Umgang mit Flüchtlingen

Ich habe heute Nacht geträumt, dass mich die Behörde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen hat! Eigentlich lief dieses Gespräch sehr gut, aber dann fragte mich eine Frau aus der Personalabteilung, nach meiner Einstellung zu Flüchtlingen. Durch meinen Lebenslauf habe ich einen ganz eigenen Blick auf die Flüchtlingskrise.

Als ich in meinem Traum im Bewerbungsgespräch nach meiner Einstellung zu Flüchtlingen gefragt wurde, war mein erster Gedanke: eine Frage nach einem bisher so gut gelaufenen Bewerbungsgespräch, die jetzt niemand wirklich braucht. Nach einer sehr ausgeprägten Minute des Nachdenkens, was und wie man so eine Frage beantworten sollte, nur um den Anforderungen meines Gegenübers gerecht zu werden, beschloss ich, mich zu öffnen und unabhängig von den möglich eintretenden Folgen, ehrlich meine Gedanken und Gefühle zum Ausdruck zu bringen.

Ich hob meinen gesenkten Kopf und schaute Einen nach dem Anderen schweigend an. Trauer überkam mich, als ich zu meiner Antwort ansetzte!

“Nun … wie Sie Alle aus meinem Lebenslauf entnehmen konnten, habe ich in sehr vielen Ländern, wie zum Beispiel der Ukraine, den Arabischen Emiraten, in Libyen, in der Türkei und Nord Afrika gearbeitet! Dem Einen oder Anderen von Ihnen wird auch sicher aufgefallen sein, dass sich diese Aufenthalte in Zeiträumen bewegten, in denen diese Länder als erhebliche Krisengebiete galten!

In der Ausführlichkeit meines Lebenslaufes habe ich mit Absicht auf Hinweise zu meinen humanitären Tätigkeiten in diesen Ländern verzichtet, weil sie zum Einen manchmal nicht ganz legal waren und die Erlebnisse zudem zum Teil sehr schrecklich gewesen sind. Ich erlebte am eigenen Leibe Foltergefangenschaft, Mord- und Bombenanschläge, sah viele Menschen, unter Anderem auch Freunde, grausam sterben!“

Humanitäre Hilfe ist nicht immer Human

“So verhalf ich Menschen zur Flucht, oder versteckte sie, weil sie wirklich politisch verfolgt und gejagt wurden. Ich unterstützte Kinderkrankenhäuser mit medizinischen Mitteln, kümmerte mich um Waisenkinder in verfallenen und zerbombten Gebäuden, oder versorgte Betroffene mit Lebensmitteln.

Oft fand ich auch in diesen Ländern in den Behörden, oder bei Polizei und Militär, Gesinnungsbrüder und -schwestern, die mir und solchen Menschen, unter Gefahr für ihr eigenes Leben, halfen. Viele von denen wurden verhaftet und manchmal sogar hingerichtet!”

Flüchtlingskrise

Sie wollen wirklich wissen, wie ich zu Flüchtlingen stehe?

„Nun wie sie sehen, war ich immer bereit, meinen Beitrag zu leisten! Wenn sie das jedoch auf die derzeitige Situation in Deutschland beziehen, muss ich mir die Frage stellen, da ich nicht blind bin und mit Flüchtlingen aus solchen Kriegsgebieten sehr viel Erfahrungen habe, … wer diese Menschen, die Sie als Flüchtlinge bezeichnen, wirklich sind!”

„Ich habe folgende Erfahrung mit wirklichen Flüchtlingen gemacht:

  1. Sie bitten … nur leise und zurückhaltend … aber sie fordern nicht!
  2. Sie zeigen sich für jede noch so kleine schützende Unterkunft dankbar … und demonstrieren nicht mit Hungerstreik, oder Gewaltausbrüchen, gegen gut ausgestattete Auffanglager, wo sich auch noch Firmen ums regelmäßige Essen, oder um die Sauberkeit in Duschen, Toiletten, auf dem Zeltgelände, sowie in den Zelten kümmern.
  3. Sie sind häufig sehr krank, ausgemergelt, können kaum Essen bei sich behalten, leiden unter Malaria, Skorbut und anderen schweren tropischen Krankheiten. Die Kindersterblichkeit liegt dabei sehr hoch! … Nicht wie bei den Menschen, die an unseren Grenzen ankommen, gesund, wohl genährt, kräftig und ausgeruht erscheinen.
  4. Ihre Kleidung ist häufig geschunden, die Schuhe durchgewetzt und die Füße zeigen schwerste Wunden und Entzündungen von den tagelangen Märschen auf! … Nicht so wie bei den Menschen, die hier in nagelneuen Nike-Turnschuhen, teuren sauberen Klamotten ankommen! Zerschundene Füße haben sie auch nicht, wo sie doch angeblich viel weiter, über mehrere tausend Kilometer, zu Fuß zurück gelegt haben wollen.
  5. Die Flüchtlinge die ich kennengelernt habe, hatten immer ihre Papiere dabei! Nur in ganz seltenen Fällen waren diese verloren gegangen, oder durch die Behörden eingezogen worden. Aber dann hatten sie meist noch andere Nachweise dabei, die belegten, wo sie herkamen. Nicht so bei den Ankömmlingen an unseren Grenzen – deren Ausweise zu tausenden die Toiletten der Aufnahmelager verstopft haben und die behaupteten, Kriegsflüchtlinge zu sein, obwohl sie weder arabisch noch syrisch sprachen!
  6. Ich habe in den Krisengebieten viele Menschen flüchten sehen, aber nie, wirklich nie ohne die Familie! Nicht so wie bei diesen zig tausend jungen Männern, die angeblich die Kinder im Bombenhagel zurückgelassen haben.
  7. Was ich auch bei den hier Eintreffenden besonders vermisse, sind die Kriegsdepressionen, traumatische Belastungsstörungen, Zittern, unkontrolliertes Weinen, das Schreien von Kindern, Zusammenbrüche, schwerste Erkrankungen, und und und!
  8. Was ich aber am meisten bei den hier ankommenden Menschen vermisse, ist diese große Liebe, Zuneigung und grenzenlose Dankbarkeit derer, die man retten konnte, so wie ich sie in diesen Ländern erfahren durfte.

Was zählt wirklich?

“Sie fragen mich, wie ich zu den Flüchtlingen hier in Deutschland stehe? … oder was ich von dieser Flüchtlingspolitik halte? … ich will es mal folgendermaßen ausdrücken:

Jeder wirkliche Flüchtling ist mir herzlich willkommen, weil ich schon immer humanitär und hilfsbereit eingestellt war. Ich mache keinen Unterschied bei Menschen, unabhängig von seinem Glauben, seiner Hautfarbe, seiner Einstellung, oder seines Glaubens! Ich sehe mich nicht nur als Deutscher, sondern vor Allem als Erdenbürger, da ich so viele Länder dieses Planeten mein Zuhause nennen durfte!

Trotzdem sollte man das Grundgesetz, geltendes Recht und internationale Abkommen einhalten! Bevor man diese geltenden Rechte bricht, sollten die Politiker die Gesetze entsprechend abändern, oder ersetzen, so wie es ihnen das deutsche Recht ebenfalls einräumt! Ich denke, da ich über sehr große Erfahrungen mit wirklichen Flüchtlingen gemacht habe, dass ein Großteil der Menschen die sich an unseren Grenzen als Flüchtlinge ausgeben, gar keine sind!

Diese belegen das auch immer wieder, indem sie nur von Familiennachzug sprechen und offen sagen, dass sie Deutschland nie wieder verlassen wollen. Die echten Flüchtlinge, welche ich in den vielen Jahren kennenlernen durfte, wollten alle wieder in die Heimat zurück!

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was in unsere deutsche Regierung gefahren ist, aber das was zur Zeit bei uns geschieht, kann, wenn sich nichts ändert, nach meiner persönlichen Meinung, nicht mehr lange gut gehen. Dann wird man vielleicht auf solche erfahrenen Menschen wie mich zukommen, weil die Menschen dann Angst haben und nicht mehr weiter wissen. Und ich werde dann das tun, was ich am besten kann: versuchen die Probleme zu lösen!”

Resümee

Es war zwar nur ein Traum, aber er hat so viele tatsächliche Erlebnisse aus meinem Leben zusammengeführt, dass mir erst heute richtig bewusst wurde, dass diese zu uns kommenden Menschen nichts mit den Flüchtlingserfahrungen gemein haben, die ich persönlich gemacht habe!

Aber viel erschreckender ist, dass die Deutschen anscheinend so blind gemacht, oder dermaßen schlimm manipuliert wurden, dass sie die profansten Sachverhalte zu wirklichen Flüchtlingen nicht mehr realisieren, einfach nur noch alle bei uns eintreffenden Menschen als Flüchtlinge akzeptieren und sie zum Großteil sogar unkontrolliert in unser Land lassen!

(Foto: Maja Kowalczyk by jugendfotos.de)

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