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„Ein krasser Moment“

Porträt der Newcomer-Band „Say Okay“ aus Hamburg

35 Gigs spielten Anselm, Basti, Andre und Clemo 2010. Über musikalische Vorbilder, Veränderungen und ihr Debütalbum sprachen die vier mit back view-Redakteurin Ronja Heintzsch bei ihrem Auftritt im „Apollo“ am 5. Februar.

Ursprünglich wollten Anselm, Sänger von Say Okay und Schlagzeuger Andre gar keine Band gründen, sondern mit Live-Musikern auftreten. Nachdem sie jedoch ihre ersten Songs geschrieben und aufgenommen hatten, klopften bald Gitarrist Basti und Bassist Clemo an die Tür. „Es fühlte sich so an, als würde es so gehören“ sagte Anselm und Say Okay entstand.

Der Name geht laut dem Lead-Sänger an all jene, die die Welt schlecht und furchtbar sehen, obwohl es ihnen nicht besonders schlecht geht, und an alle, die immer „Nein“ sagen, aber nie „Okay“. „Geht raus und feiert“ sagen die vier Musiker und vermitteln mit beschwingtem, fröhlichen, amerikanischen Pop-Punk genau dieses positive Lebensgefühl. Bei ihren Songs lassen sie sich unter Anderem von Bands wie Blink-182, All Time Low oder Forever The Sickest Kids inspirieren.

Say Okay Band

Bereits vor einem Jahr standen die vier Jungs von Say Okay im „Apollo“ nördlich von Hamburg auf der Bühne und brachten ihr Publikum zum Tanzen und Schwitzen. Seitdem hat sich einiges verändert. Zu dem Zeitpunkt noch im Findungs- und musikalischen Entwicklungsprozess, blicken Say Okay heute auf ein abwechslungsreiches und erfolgreiches Jahr zurück. Mehr als 35 Shows spielten die vier Hamburger 2010.

Ihre persönlichen Favoriten unter den Auftritten sind dabei zum einen ihr Gig in Wuppertal auf der Uni-Bühne, den sie mit 5000 „partybereiten“ Zuhörern feierten, bis der Schweiß von der Decke tropfte. Zum anderen blicken sie stolz auf ihren Auftritt mit Oliver Pocher zurück. Durch ihr Label bekamen Say Okay im WM-Sommer die Möglichkeit, mit Comedian Pocher auf der Fanmeile in Berlin vor über 300.000 Leuten aufzutreten. „Ein krasser Moment, weil das Publikum weiter gereicht hat, als man sehen konnte“.

Nachdem Say Okay den Vertrag mit dem Indie-Musiklabel „MOKOH Music“ unterschrieben hatten, arbeiteten sie an ihrem Debütalbum, was im Sommer 2011 herausgebracht wird. Über mehrere Monate ging es in die Songwriting-Phase, sodass letztendlich dreißig Songs zur Auswahl standen, aus denen die besten gewählt und aufgenommen wurden. Das Songwriting übernimmt Sänger Anselm, der „kreative Kopf“ der Band und verspricht den Fans die ein oder andere Überraschung, die sich auf dem Debütalbum befinden wird.
„Das Fröhliche werden wir uns dabei bewahren, allerdings nicht nur 100 Prozent Pop-Punk machen. Wir haben jetzt schon viele Synthie-Elemente in unseren Songs, die auch in unser Album eingeflossen sind. Dadurch sind Songs entstanden, die von anderen Musikrichtungen beeinflusst sind.“

Ihre Grundrichtung wollen sie trotzdem beibehalten, denn nur so kann das einzigartige Lebensgefühl von Say Okay vermittelt werden, das sich nicht nur durch einfaches Hören der Songs nachvollziehen lässt. Wer erfahren will, was Say Okay wirklich ausmacht, muss diese energiegeladenen Musiker einmal live erlebt haben. Wie keine andere Band springen sie über die Bühne und laden ihr Publikum zum Mitmachen ein.

Interessierte können sich über die Seite sayokay.de auf dem Laufenden zu bevorstehenden Gigs halten, denn eines ist klar: Wenn diese vier Musiker nicht bereits im Sommer das ein oder andere Cover zieren, ist etwas falsch gelaufen.

(Text und Fotos: Ronja Heintzsch)
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Über den Autor

Ronja Heintzsch
Ressortleiterin Kultur

Konstruktive Kritik in bitterscharfen Kommentaren üben, die Welt bereisen, auf aktuelle Problematiken hinweisen - all dies sind Gründe, aus denen Ronja beschloss, sich dem Metier Journalismus zu verpflichten. Schließlich gibt es noch einige unaufgedeckte Watergate-Affären in dieser Welt.

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