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Ein Jungspund und ein Oldie

FLUTLICHT – die back-view-Sportkolumne
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Ein 14-j√§hriger Chinese schreibt Geschichte, w√§hrend ein Oldie langsam aber sicher die Segel streicht. Dazu noch eine Titelverteidigung im Tennis und ein Formel 1-Finish, das spannender nicht h√§tte sein k√∂nnen. back view beleuchtet f√ľr Euch die letzten beiden Sportwochen.
Zlatan Ibrahimovic war als streitbarer, aber unumstrittener Weltklassemann nach Paris gewechselt. Seiner PSG rettete der Schwede auch zahlreiche Punkt, doch nun schoss der stets Gratwandelnde √ľbers Ziel hinaus.

Mit einem Kung-Fu-Tritt a la Nigel de Jong streckte Ibrahimovic den gegnerischen Torwart derart √ľbel um, dass ihm nun eine mehrw√∂chige Sperre droht. In der 71. Minute wurde er des Feldes verwiesen, nun wird er ein paar Spiele von der Bank aus beobachten m√ľssen. Langweilig wird ihm nicht werden, irgendwo kann er sicherlich seine 14 Millionen Nettogehalt in der Stadt der Liebe ausgeben.

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Wenige Wochen nach dem spektakul√§ren Triumph der Europ√§er beim Ryder Cup hat die Golf-Welt eine weitere Topnachricht. Der 14-j√§hrige Guan Tianlang hat sich als j√ľngster Profi aller Zeiten f√ľr das US Master in Augusta qualifiziert.

Der Achtkl√§ssler sicherte sich durch einen Sieg bei den Asien-Pazifik-Amateurmeisterschaften in Thailand seinen Startplatz. Guan l√∂st damit Tom Morris als j√ľngsten Profi aller Zeiten ab – dessen Rekord bestand seit 1865. Der chinesische Jungspund hat sich seinen Platz in den Geschichtsb√ľchern so erst mal gesichert.

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Ein Oldie tritt mit Michael Schumacher nun tatsächlich doch recht leise ab. Der Formel 1-Rekodweltmeister lässt seine Karriere derzeit ruhig ausklingen, sowohl auf als auch neben dem Platz ist es still um den einstigen Weltklassefahrer geworden.

Stattdessen schickt sich Sebastian Vettel nach seinem furiosen Comeback in Abu Dhabi an, den Titel-Hattrick perfekt zu machen. Durch einen Teamfehler wurde der Heppenheimer auf den letzten Startplatz versetzt, von wo er einen grandiosen dritten Platz erreichte. Zwar kam Fernando Alonso als zweiter auf zehn Punkte in der Gesamtwertung ran, der Schaden wurde f√ľr Vettels Horrorwochenende in Abu Dhabi aber noch minimiert.

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Nicht zum dritten Mal, aber immerhin zum zweiten Mal hintereinander konnten die Tschechischen Tennisdamen den Fed-Cup f√ľr sich entscheiden. Lucie Safarova konnte im Finale gegen Jelena Jankovic mit 6:1, 6:1 den entscheidenden dritten Punkt holen.

Seinen Start beim Turnier Paris-Bercy sagte Roger Federer ab, womit er seinen ersten Platz in der Weltrangliste an Novak Djokovic verlor. Der Schweizer wolle lieber f√ľr den Jahresausklang beim ATP-Finale in London fit werden, wo er in einer relativ leichten Gruppe zun√§chst auf David Ferrer, Juan Martin Del Potro und Ersatzmann Janko Tipsarevic trifft.

Federer wurde zugleich von seinen Kollegen als fairster Spieler ausgezeichnet. Auch die Fans wählten ihn zum Lieblingsspieler dieses Jahres. Mit Tommy Haas ging der Titel als Bester Comeback-Spieler nach Deutschland. Haas war in dieser Spielzeit fast 200 Plätze in der Weltrangliste nach oben geklettert.

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In die Schmuddelecke hat sich in den letzten Wochen die Deutsche Fu√üballliga (DFL) mit ihrem Sicherheitskonzept man√∂vriert. Das Papier dient zwar zun√§chst nur als Arbeitsvorlage, die noch keinen endg√ľltigen Charakter besitzt. Dennoch weist auch schon der Vorschlag derart frappierende L√ľcken auf, dass das Konzept insgesamt kritisch be√§ugt werden muss.

Fangruppen werden fast g√§nzlich √ľbergangen, die Devise lautet einmal mehr: ‚ÄěRepression statt Dialog!“ Und dieses Motto ist schon zu oft schiefgegangen, um es nun in der Bundesliga noch einmal zu versuchen.

 

(Text: Jerome Kirschbaum / Foto: Benjamin Radzun, flickr.com)

 
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√úber den Autor

Jerome Kirschbaum
Ressortleiter Sport

Jerome Kirschbaum schreibt am liebsten √ľber Sport, wenn er denn nicht selbst auf einem Platz steht. Seit Oktober 2010 verdingt sich Jerome als Schreiberling f√ľr back view, neben den Leibes√ľbungen widmet er sich sich auch politischen Themen. Im wahren Leben musste Jerome zahlreiche Semester auf Lehramt studieren, um dann schlussendlich doch etwas ganz anderes zu werden.

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