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Der geilste Tag

Filmkritik zum neuen Film von Florian David Fitz

Zu meiner zweiten Cinelady in diesem Jahr gab es den Film „Der geilste Tag“. Im Vorfeld konnten die zahlreich anwesenden Damen bei einem Glas Sekt und Laugengebäck in der neusten Maxi stöbern und sich an frühlingshaft dekorierten Tischen unterhalten.

Im Saal selbst – besser gesagt, in den Sälen, denn auch im Saal 6 war der Film zu sehen – gab es wie immer eine Verlosung. Mit dabei waren diesmal Eintrittskarten für die nächste Cinelady, ein Überraschungspäckchen von Douglas sowie ein wunderschöner Blumenstrauß.

Der Anfang vom Ende

In diesem Film konnte man Publikumsliebling Matthias Schweighöfer in einer Rolle in „Der geilste Tag“ genießen, die ihm auf dem Leib geschrieben zu sein schien. Als schwerkranker junger Mann fristet Andi sein Dasein mit der Hoffnung auf eine Spenderlunge im Hospiz. Sein neuer Zimmernachbar könnte nicht gegenteiliger sein. Völlig lebensfroh – jedoch mit der Diagnose Hirntumor – möchte Benno (Florian David Fitz) nochmal seine kleine Tochter sehen. Diese jedoch ist mit der Mutter zur Hochzeit zurück nach Südafrika geflogen. Kurzerhand beschließt Benno zur Hochzeit zu reisen und nimmt Andi auf der Suche nach dem „geilsten Tag“ mit. Beide vereinbaren, dass sie ihrem traurigen Leben ein Ende setzen, sobald sie ihren geilsten Tag erlebt haben.

In Südafrika angekommen kaufen sich die beiden Helden ein altes Wohnmobil und machen sich auf den Weg zur Hochzeit. Dabei übernachten sie in der afrikanischen Wildnis und machen auch Bekanntschaft mit Löwen. Selbst ein Besuch auf einem einheimischen Markt bleibt nicht ohne Wirkung. Wilde Tiere, einheimische Jungen und fehlende Sauerstoffflaschen werden zunehmend zum Problem. Trotzdem schafft es Benno zur Hochzeit und Andi erfährt hier viel über seinen neuen „besten Freund“.

Der geilste Tag – nicht nur für Frauen

Dieser Film bietet wirklich alles, was sich Frau beziehungsweise der Zuschauer nur wünschen kann. Die Geschichte ist, obwohl sie ein ernstes Thema aufgreift, gespickt mit lustigen Szenen und Witzen, so dass der Film einen kurzweiligen Abend verspricht. Man lacht und leidet mit den beiden, so dass auch schon eine Träne kullern kann.

Über kleine logische Ungereimtheiten muss und kann man bei diesem Film großzügig hinwegsehen. Denn es kommt dem Zuschauer schon komisch vor, dass die Mutter der Braut nicht bei der Hochzeit dabei ist, sondern in Deutschland verweilt. Oder auch, dass man in so kurzer Zeit am anderen Ende der Welt sein kann. Dennoch tut dies dem Genuss des Filmes keinen Abbruch.  Nach diesem Abend denkt man anders über das eigene Leben und beginnt jeden Tag zum „geilsten Tag“ zu machen. Diesen Film muss man gesehen haben: Der geilste Tag.

(Text und Zeichnung: Johanna Weyrauther)
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Kommentare (1)

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    Dieter Deller

    Fürwahr ein im wahrsten Sinn der Worte wunderbarer Film. Bin da heute unversehens ins Gmundner Stadtkino, drei Minuten vor Filmbeginn hinein gestolpert – und wusste nicht was mich erwartet. Und siehe da: Ein cineastischer Hochgenuss – mit allem, was das Leben so bereit stellt. Ein Film der berührt, zum Nachdenken über die wirklich wichtigen „Dinge“ im Leben anregt, der das Unausweichliche auf beeindruckend (schau-)spielerische Art und Weise zeigt.
    Mit Freundschaft und das was sie zu bewegen vermag, mit Liebe iund Zuneigung – auch wenn es manchmal so gar nicht danach aussieht.
    Mich hat der Film sehr beeindruckt … auch was die vermeintlichen Prioritäten, die wir alle so im Leben in den Vordergrund rücken – betrifft.
    Ich werde mir „Der geilste Tag“ ganz einfach noch ein Mal ansehen. Der Film hat es tatsächlich – (und ich auch 🙂 – verdient!

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Über den Autor

Johanna Weyrauther

Johanna ist gebürtige Bambergerin, hat hier auch Diplomgermanistik studiert und ist seit 1. April 2013 selbstständig. Für backview.eu schreibt sie, ebenso wie als freie Mitarbeiterin für Bamberg Stadt & Land, Filmkritiken.

Anzahl der Artikel : 12

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