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Boll auf dem Thron – folgt nun Vettel?

FLUTLICHT – die back-view-Sportkolumne
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Timo Boll hat alles daf√ľr getan, den Olympia-Fluch hinter sich zu lassen. Nach dem Achtelfinalaus in London folgte nun der EM-Triumph in D√§nemark. Auch Sebastian Vettel hat in der Formel 1 wieder den Platz an der Spitze zur√ľckerobert. Das alles – und noch einiges mehr. Nur hier und jetzt.

‚ÄěIch f√ľhle schon Genugtuung. Es ist irgendwie bitter, dass ich diese Leistung nicht bei den Olympischen Spielen abrufen konnte. Auch wenn die EM ein wichtiges Turnier ist, h√§tte ich gerne getauscht“, so √§u√üerte sich Boll nach dem EM-Triumph im Tischtennis.¬† ‚ÄěDieser Sieg ist f√ľr mich nur ein Trostpflaster.“

Es ist ein schöner und ehrlicher Einblick in Bolls Gedanken, die schonungslos offenlegen, wie tief der Stachel des Achtelfinalaus von London noch sitzt. Dabei war vor allem der Matchball im Halbfinale gegen den Kroaten Andrej Gacina absolute Weltklasse und ein einziger Augenschmaus.

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In der Fu√üball-Bundesliga zieht der FC Bayern M√ľnchen weiter seine einsamen Kreise am auserkorenen Platz an der Sonne. Mit acht Siegen aus ebenso vielen Spielen stellte der Rekordmeister einen Startrekord ein.

Die nervigen Borussen aus Dortmund, die den Bayern zwei Jahre lang die Show vermasselten, liegen nach der Derby-Niederlage gegen Schalke bereits 12 Punkte zur√ľck. Da m√ľsste schon ein unglaubliches Comeback herhalten, um diesen R√ľckstand aufzuholen. In etwa ein solches Comeback wie das famose 4:4 der Schweden nach einer 4:0-F√ľhrung der DFB-Elf.

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Eine irre Aufholjagd vollzieht derzeit auch der Formel 1-Pilot Sebastian Vettel – der Heppenheimer liegt nach betr√§chtlichem zwischenzeitlichem R√ľckstand nach drei Siegen in Folge wieder sechs Punkte vor Fernando Alonso.

2013 sollte der bunte Formel 1-Zirkus urspr√ľnglich vor der New Yorker-Skyline fahren und der Weltstadt ein weiteres Weltevent verschaffen. Wegen Bauma√ünahmen muss dieser Start nun aber doch auf 2014 verschoben werden.

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Im Eishockey erleben die Kölner Haie eine wundersame Auferstehung. Der KEC spielte in der letzten Saison noch keine große Rolle und konnte in diesem Jahr aber die Kehrtwende einläuten.

Mit 31 Punkten f√ľhrt der achtmalige Deutsche Meister die Liga an und schickt sich an, alte Zeiten wieder aufleben zu lassen. Das Team von Uwe Krupp schippert zumindest in sicheren Gew√§ssern und ist weitaus gefestigter und gef√§hrlicher als in den beiden schwachen Vorsaisons.

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Angelique Kerber muss es bei der Tennis-WM in Istanbul in der roten Gruppe mit Victoria Asarenka aus Wei√ürussland, der US-Amerikanerin Serena Williams und der Chinesin Li Na aufnehmen. Ein schweres Los, aber auch eine ehrenvolle Aufgabe f√ľr die derzeitige deutsche Nummer 1.

Andrea Petkovic, die lange Zeit die deutsche Fahne im Damentennis hochhielt, konnte nach ihrer langwierigen Verletzungsodyssee endlich wieder mal positive Nachrichten produzieren. Beim WTA-Turnier in Luxemburg verlor sie im Halbfinale nur knapp gegen die US-Amerikanerin Venus Williams mit 7:5, 4:6 und 4:6.

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In der Schmuddelecke hat heute ein Dopings√ľnder alle seine Titel verloren. Lance Armstrong fuhr im Kampf um seine Rekordkarriere schwere Gesch√ľtze auf und wollte partout den Eindruck vermeiden, er habe tats√§chlich gedopt. Jetzt aber hat die UCI ihm endlich alle Titel aberkannt.

 

(Text: Jerome Kirschbaum / Foto: Benjamin Radzun, flickr.com)
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√úber den Autor

Jerome Kirschbaum
Ressortleiter Sport

Jerome Kirschbaum schreibt am liebsten √ľber Sport, wenn er denn nicht selbst auf einem Platz steht. Seit Oktober 2010 verdingt sich Jerome als Schreiberling f√ľr back view, neben den Leibes√ľbungen widmet er sich sich auch politischen Themen. Im wahren Leben musste Jerome zahlreiche Semester auf Lehramt studieren, um dann schlussendlich doch etwas ganz anderes zu werden.

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