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Back to the roots

CD-Rezension: „HBLX“ der Crossover-Rocker von H-Blockx

19 Jahre ist ihre Crossover-Hymne „Risin‘ High“ nun her. Mit ihrem siebten Studioalbum „HBLX“ wollen es die vier MĂŒnsteraner von H-Blockx noch einmal richtig wissen und warten mit elf kraftvollen Songs auf, die sich diesen Sommer in die Ohren der FestivalgĂ€nger einbrennen wollen.


hblx_teaser

Dass sie nicht verlernt haben, die Massen zu rocken, beweisen H-Blockx schnell mit ihrem Opener „Hi Hello“. Mit einprĂ€gsamen Gitarren und der ausdrucksstarken Stimme Henning Wehlands zeigen sie gleich, wie der Zuhörer sich bewegen soll. Auf und ab springen, ausrasten zu diesem Ohrwurm, der nach vorne geht.Nachdem H-Blockx bei Rock am Ring 2010 als Vorgruppe von Kiss die Besucher in Hochstimmung versetzt hatten, beschlossen sie, noch einmal ins Studio zu gehen, um den ganz speziellen Live-Vibe einzufangen.

Aus der ursprĂŒnglichen Formation sind SĂ€nger Wehland, Gitarrist Tim „Tinte“ Humpe und Bassist Stephan „Gudze“ Hinz geblieben. UnterstĂŒtzend ist Drummer Steffen „Steddy“ Wilmking hinzugestoßen, der in „Gazoline“ seine Schlagfertigkeit unter Beweis stellt. Spielerisch und unbeschwert rocken die Gitarrenriffs mit den Schlagzeug-Fill Ins einher.hblx_textSo unbekĂŒmmert wie H-Blockx 2012 gemeinsam Musik machen, könnte man fast vergessen, dass sie vor ihrem nun siebten Studioalbum bereits in sieben anderen Formationen zusammen gespielt haben. Mit der achten Konstellation wollen sie nun an alte Zeiten anknĂŒpfen. Gitarrist Tinte: „Wir haben wie frĂŒher aufgenommen. Es war back to the roots“. „back to the roots“ ist auch der Albumtitel „HBLX“, eine Reminiszenz an die Zwei-Zoll-TonbĂ€nder, mit denen in den Analog-Jahren aufgenommen wurde.

Das Ergebnis dessen kann sich sehen lassen. „Footsteps On The Moon“ macht Tempo in der Strophe und bedient dann im Refrain das ganze zur VerfĂŒgung stehende Rock-Repertoire. „Love Can‘t Say“ klingt ein wenig nach den Red Hot Chili Peppers. Wenngleich sein Refrain enttĂ€uscht, zeigt es jedoch, dass H-Blockx auch ruhigere Balladen schreiben können.

„DOIOU“ ist die kleine Perle dieses Albums. In der Strophe gibt es Zeit und Stille, die spannenden Lyrics zu verstehen, um dann im Refrain gnadenlos nach vorne zu gehen. Mit „Headache Remains“ klingt das Album dann leise aus. Bassist Gudze ist sehr zufrieden mit dem Werk: „Ich finde ,HBLX‘ höchst gelungen, weil die Band sehr bei sich ist. Das will ich auf die BĂŒhne bringen und Spaß haben.“

Ihr Album auf die BĂŒhne bringen und Spaß haben werden die vier MĂŒnsteraner auf den zwölf Festivals, die sie von Juli bis September noch vor sich haben.
14.07.: Straubenhardt, Happiness Festival
20.07.: Cuxhafen, Deichbrand
21.07.: Schloss-Holte, Serengeti Festival
03.08.: Erding, Sinnflut Festival
04.08.: Trebur, Open Air
11.08.: Rothenburg o.d.T., Taubertal Festival
18.08.: Grosspösna, Highfiel Festival
08.09.: Wittlich, Festi-WIL

(Text: Ronja Heintzsch / Fotos: ADD ON Music, Markus Hausschild)


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Über den Autor

Ronja Heintzsch
Ressortleiterin Kultur

Konstruktive Kritik in bitterscharfen Kommentaren ĂŒben, die Welt bereisen, auf aktuelle Problematiken hinweisen - all dies sind GrĂŒnde, aus denen Ronja beschloss, sich dem Metier Journalismus zu verpflichten. Schließlich gibt es noch einige unaufgedeckte Watergate-AffĂ€ren in dieser Welt.

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