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And the winner is… Deutschland!

Deutschland ist Austragungsort der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011

Das hat das FIFA-Exekutivkomitee am 30. Oktober in Zürich entschieden. Die deutsche Bewerbung konnte sich damit gegen den einzigen verbliebenen Konkurrenten Kanada durchsetzen. Zugleich wurde Brasilien zum Ausrichter der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer 2014 ernannt. back view gibt einen Ausblick auf diese großen Ereignisse.

Dass die deutschen Damen guten Fußball spielen können, haben sie dieses Jahr zum wiederholten Male bewiesen. Sie konnten ihren 2003 erstmal errungenen Weltmeisterschaftstitel erfolgreich verteidigen, spielten sich ohne ein Gegentor durch das gesamte Turnier und wurden insgeheim genauso gefeiert wie die DFB-Kicker bei der Weltmeisterschaft 2006. Und das, obwohl Deutschland noch als „Entwicklungsland“ im Frauenfußball gilt. Damit sollte nun erstmal Schluss sein.

Die Herren haben es vorgemacht, die Damen können es wiederholen. Nach dem Sommermärchen der DFB-Jungs und dem darauf folgenden Wintermärchen der deutschen Handballnationalmannschaft könnte 2011 wieder ein großes Jahr für den deutschen Ballsport werden. Wenn sich der Frauenfußball in Deutschland auch auf Vereinsebene noch weiter entwickeln kann und die Damen an Popularität gewinnen, dann dürfte es 2011 wieder einen Sommer voller Freude, Euphorie, Spannung und Freundschaft geben. Das Motto: „Wiedersehen bei Freunden“.

Dass Deutschland in der Lage ist, eine Weltmeisterschaft auszutragen und dabei noch richtig gut auszusehen, haben wir 2006 bewiesen. Eine exzellente Organisation, angeführt durch den Chef des WM-Organisationskomitees Franz Beckenbauer, verhalf Deutschland während der wunderbaren Wochen 2006 zu neuem Ansehen. Die gute Infrastruktur des Landes, sowie die vielen ehrenamtlichen Helfer während der Weltmeisterschaft taten alles, um die WM auch für die weit angereisten Gäste spannend und angenehm zu gestalten. Auch wenn die Frauenfußball-WM wohl nicht den gleichen Andrang erleben wird wie das Turnier der Männer, so spornt das bevorstehende Turnier an, den Ruf des Frauenfußballs in Deutschland sogar noch weiter zu verbessern. Auch wenn dies nach den letzten beiden WM-Triumphen sehr schwer werden könnte.

Die Männer-WM kehrt erstmals seit 1950 wieder nach Brasilien zurück. Das Land des Samba- und Zauberfußballs war der einzig übrig gebliebene Kandidat, nachdem alle anderen Mitbewerber ihre Bewerbungen zurückzogen. Die Vergabe der WM 2014 stellt für Brasilien nicht nur eine Ehre, sondern auch eine große Aufgabe dar. Das Schwellenland hat nun die Aufgabe, innerhalb der nächsten Jahre die 18 Stadien von Grund auf zu erneuern, um den hohen Sicherheitsstandards der FIFA gerecht zu werden.

Zugleich muss um jeden Preis die komplette Infrastruktur verbessert werden. Des Weiteren muss dringend etwas gegen die hohe Kriminalität unternommen werden. Brasilien ist damit in einer ähnlichen Rolle wie Südafrika, das zurzeit noch mit enormen Problemen kämpft, um rechtzeitig für die WM 2010 eine funktionierende Struktur im Land zu schaffen. Beide Länder profitierten bei der Vergabe von der bereits wieder abgeschafften Rotationsregel, die die Austragungsorte der Weltmeisterschaften stets einem anderen Kontinent garantieren sollte.

Dass die Freude über die WM in Brasilien grenzenlos ist, wird wohl niemanden wundern. In einem Land, in dem jeder Junge bereits im Vorschulalter an den Stränden und in den Städten mit einem Ball jongliert und Fußball Kulturgut Nummer eins ist, stellt eine Weltmeisterschaft eine große Chance dar. Und das nicht nur für die Nationalmannschaft, die sich bei der WM 2006 gerade mal bis ins Viertelfinale durchstolperte und weit hinter allen Erwartungen blieb. In sieben Jahren hat das Land die Möglichkeit, sich sowohl sportlich, wie auch strukturell von einer anderen Seite zu zeigen. Ähnlich wie Deutschland 2006.(Text: Robert Reiche)
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Wenn Robert mal groß ist, will er es auch bleiben. Bis dahin verbringt er seine Zeit in virtuellen Welten und denkt, redet und schreibt über Filme, Spiele sowie über Gesellschaftsthemen. Der studierte Historiker arbeitet dazu noch als IT-Berater und verreist gern mit dem Fahrrad, um Länder und Leute kennenzulernen.

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