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Amüsante Verwechslungskömodie mit starker Besetzung

Julias Kinoecke: Date Night

Phil und Claire Foster haben es mit den zwei größten Beziehungskillern zu tun: Routine und Alltag. Um ihre eingefahrene Ehe wieder aufzupeppen, wollen beide einen aufregenden Abend in New York verbringen. Und das wird er auch, denn das Paar erschleicht sich unter falschem Namen einen Tisch im schicken In-Restaurant und gerät dabei ahnungslos ins Visier der Mafia.

KinoeckeDie Fosters werden also fortan für die „Tripplehorns“ gehalten – ein Gangsterpaar, das alles andere als bieder und langweilig ist und einen USB-Stick gestohlen hat, der verfängliche Fotos eines einflussreichen Politikers enthält. Diesen USB-Stick fordern die Gorillas im Anzug nun von den völlig überforderten Fosters, die vor lauter Angst die Flucht antreten. Was folgt, ist eine rasante Hetzjagd durch das nächtliche New York City, die Phil und Claire völlig neue Seiten am jeweils anderen erkennen lässt.

Zwei Provinzler in der Großstadt – die Ausgangssituation ist zugegebenermaßen nicht sonderlich originell und bereits in vielen Komödien verwendet worden. Da die Provinzler aber ausgerechnet Steve Carell („The Office“) und Tina Fey („30 Rock“) sind, ist die Flucht der Fosters vor den Mafia-Gangstern ein unterhaltsam-schräger Spaß, zählen beide doch zu den absoluten Stars der US-Comedybranche.

Dass „Date Night“ somit hauptsächlich vom komödiantischen Talent der beiden Hauptdarsteller lebt, ist nach wenigen Minuten klar. Fey und Carell überzeugen mit grandioser Situationskomik, eloquenten Wortspielen und alberner Tölpelei. Die Chemie zwischen beiden stimmt von der ersten bis zur letzten Sekunde, was sicher daran liegen dürfte, dass beide lange Zeit gemeinsam für die Comedy-Show „Saturday Night Live“ vor der Kamera standen.

Die schauspielerische Darbietung lässt auch gerne darüber hinwegsehen, dass die Story ein wenig hinkt und hier und da ins Alberne abdriftet. Einige Szenen, wie etwa die absurde Autojagd durch New York, hätte sich Regisseur Shawn Levy („Nachts im Museum“) durchaus sparen können. Witzige Dialoge, gute Gags und herrlich amüsante Situationskomik machen „Date Night“ letztendlich aber doch noch zu einer überaus unterhaltsamen Komödie. Zudem sorgt ein permanent Oberkörper-freier Mark Wahlberg für einige Lacher am Rande.

Fazit: Temporeiche Komödie mit starken Schauspielern und mäßiger Story.

Bewertung: 3 von 5 Sternen

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(Text: Julia Hanel / Zeichnung: Christina Koormann)
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